Der Pastiche gem. § 51a UrhG und die urheberrechtliche Zulässigkeit von User Generated Content

By (author) Antonia Karsch

Book cover: Der Pastiche gem. § 51a UrhG und die urheberrechtliche Zulässigkeit von User Generated Content

Extent: 318 pages

Publisher: Duncker & Humblot

Subjects: German Studies, Law, Social Sciences 

Series: Studien zu Eigentum und Urheberrecht

Series volume number: 7

Language: German

Hardback (Published)

(February 2025)

ISBN: 9783428193738

6.18 x 9.17 inches

Price: $131.00

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Die Pasticheschranke gem. 51a UrhG schliesst eine seit Langem bestehende Lucke im Bereich der kunstlerischer Nachnutzungen im nationalen Urheberrecht. Diese Arbeit bietet eine Analyse der bisher wenig beleuchteten Neuregelung aus deutscher und unionsrechtlicher Perspektive. Es wird eine praxisorientierte Definition der Pasticheschranke vorgestellt und ihre Anwendungsmoglichkeiten im analogen und digitalen Umfeld – insbesondere im Hinblick auf nutzergenerierte Medieninhalte (User Generated Content) – werden geklart.


English summary: The Pastiche Under Sec. 51a German Copyright Act (UrhG) and the Permissibility of User-Generated Content: The pastiche exception according to sec. 51a of the German Copyright Act (UrhG) closes a long-standing gap in the field of artistic reuse in copyright law. This work presents an analysis of the new regulation from the perspective of German and Union law, which has been little examined so far. It presents a practice-oriented definition of the pastiche exception and clarifies its possible applications in the analog and digital environment, particularly with regard to user-generated content. German description: Die Pasticheschranke gem. 51a UrhG schliesst eine seit Langem bestehende Lucke im Bereich kunstlerischer Nachnutzungen im nationalen Urheberrecht. Doch fallen auch Memes und GiFs in den Anwendungsbereich der Norm?Die im Jahr 2021 in das Urheberrechtsgesetz eingefuhrte Schrankenregelung stellt Gerichte und Rechtsanwender vor erhebliche Schwierigkeiten in ihrer Auslegung und praktischen Anwendung. Diese Arbeit bietet eine Analyse der bisher wenig beleuchteten Neuregelung aus deutscher und unionsrechtlicher Perspektive. Es wird eine praxisorientierte Definition der Pasticheschranke vorgestellt und ihre Anwendungsmoglichkeiten im analogen und digitalen Umfeld – insbesondere im Hinblick auf nutzergenerierte Medieninhalte (User Generated Content) – aufgezeigt. Die Autorin kommt zu dem Ergebnis, dass durch eine zielgerichtete Auslegung der Pasticheschranke ein angemessener Interessenausgleich erreicht werden kann, so dass keine Erweiterung des bestehenden Schrankenkataloges erforderlich ist.

1. Der Pastiche zwischen Historie und Informationsgesellschaft
Der Pastiche in Kunst und Kultur – Der Pastiche umgeben von User Generated Content in der Informationsgesellschaft

2. Europarechtliche Vorgaben und nationale Umsetzung der Pasticheschranke in das UrhG
Verständnis des Pastiches im französischen Urheberrecht – Europarechtliche Aspekte zur Einführung der Pasticheschranke in das UrhG – Umsetzung der Pasticheschranke in deutsches Recht

3. Europarechtliche Zulässigkeit der Pasticheschranke
Nationale Interessenabwägung und europäischer Drei-Stufen-Test als Maßstab für die Auslegung der Pasticheschranke – Vereinbarkeit der Pasticheschranke mit dem Drei-Stufen-Test

4. User Generated Content im nationalen Schrankenkatalog
Der Pastiche im Verhältnis zu Parodie und Karikatur – User Generated Content im Anwendungsbereich weiterer Schrankenregelungen

5. Urheberrechtliche Voraussetzungen des Pastiches gem. § 51a UrhG
Definitionsansätze in der Literatur – Urheberrechtliche Voraussetzungen des Pastiches gem. § 51a UrhG

6. User Generated Content als Pastiche
Remix und Mashup – Meme und GIF – Fan-Art und Fan-Fiction – Sampling

7. Der Pastiche im Spannungsverhältnis zum UrhDaG
Das UrhDaG als Umsetzung von Art. 17 DSM-RL – Der Pastiche im Anwendungsbereich des UrhDaG – Erwerb vertraglicher Nutzungsrechte für sonstigen User Generated Content – Die Bedeutung des UrhDaG für den Umgang mit User Generated Content

8. Ausblick für den Umgang mit User Generated Content im Urheberrecht
Offener Regelungsbereich in Hinblick auf UGC – Regelungsvorschläge de lege lata – Regelungsvorschlag de lege ferenda

Antonia Karsch studied law at Humboldt University Berlin. During her studies, she specialized in intellectual property law and gained practical experience in a law firm specializing in press and media law. After passing the first state law examination, she continued her career in the field of intellectual property law and worked as a research assistant at the law firm NORDEMANN. At the same time, she wrote her doctoral thesis under the supervision of Prof. Dr. Eva Inés Obergfell. She is currently completing her legal clerkship in Berlin.

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