Artificial Creativity?

Zur urheberrechtlichen Verortung von Systemen ›künstlicher Intelligenz‹, deren Erzeugnissen und deren Einsatzmöglichkeiten unter besonderer Berücksichtigung künstlicher neuronaler Netzwerke.

By (author) Lucas Anton Jager

Book cover: Artificial Creativity?

Extent: 406 pages

Publisher: Duncker & Humblot

Subjects: German Studies, Law, Technical Sciences: Computer Science, Engineering, IT, & Math

Series: Studien zu Eigentum und Urheberrecht

Series volume number: 3

Language: German

Paperback (Published)

(June 2023)

ISBN: 9783428186952

6.18 x 9.17 inches

Price: $139.00

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Neuartige Systeme kunstlicher Intelligenz werfen vielzahlige urheberrechtliche Fragen auf. Die Untersuchung beantwortet anhand des Beispiels kunstlicher neuronaler Netzwerke zum einen, ob das Urheberrecht die Systeme selbst schutzt. Zum anderen werden deren kreative Erzeugnisse auf ihre Schutzfahigkeit de lege lata und ihre Schutzwurdigkeit de lege ferenda hin untersucht. Zuletzt wird der urheberrechtliche Charakter der Trainings- und Analyseprozesse neuronaler Netzwerke beleuchtet.


English summary: Artificial Creativity? A German and European Copyright Perspective on Artificial Intelligence Systems, their Use Cases and their Generated Works of Art – with a Particular Focus on Artificial Neural Networks: Artificial intelligence systems and creative artifacts generated by them give rise to several questions with regard to German and European copyright law. Are they protected as works of art? Does the training of networks and their analysis infringe on copyright of third parties? This treatise answers these – and other – questions de lege lata and develops a novel approach towards the artifacts de lege ferenda. German description: Sind kreative Erzeugnisse von Systemen kunstlicher Intelligenz urheberrechtlich geschutzt? Wie sind die Systeme selbst einzuordnen? Welche Regelungen gelten fur deren Training und Nutzung? Die Untersuchung beantwortet diese und umgebende Fragen anhand von kunstlichen neuronalen Netzwerken. Letztere stellen das Urheberrecht und die Leistungsschutzrechte durch die Art ihrer Erstellung und Entscheidungsfindung vor ungeahnte Herausforderungen. Spiegelbildlich entspringen auch ihre Erzeugnisse einem emergenten Prozess. Die Untersuchung betrachtet den Gesamtkomplex de lege lata und widmet sich der Schutzwurdigkeit der Erzeugnisse de lege ferenda. Hier wird insbesondere deren Verhaltnis zu menschlicher Kreativitat beleuchtet, um ein potentielles Regulierungsmodell zu erarbeiten. Da neuronale Netzwerke bei ihrer Erstellung wie ihrer Nutzung auf Daten angewiesen sind, wird zuletzt der rechtliche Charakter dieser Prozesse samt potentiell anwendbarer Schrankenregelungen in den Blick genommen.

Einführung in den Untersuchungsgegenstand
1. Realbereichsanalyse
2. Rechtliche Rahmenbedingungen der Untersuchung de lege lata
3. Neuronale Netzwerke als Objekt urheberrechtlichen Schutzes
4. Erzeugnisse neuronaler Netzwerke als Objekt urheberrechtlichen Schutzes de lege lata
5. Der Einsatz von neuronalen Netzwerken und leistungsschutzrechtlicher Schutz de lege lata
6. Erzeugnisse neuronaler Netzwerke als Objekt des Schutzes umgebender Rechtsgebiete de lege lata
7. Schutzbedürftigkeit von deep creations im UrhG de lege ferenda
8. Upstream neuronaler Netzwerke
9. Rechtlicher Rahmen einer Regulierung de lege ferenda
Zusammenfassung der Thesen
Literatur- und Stichwortverzeichnis

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