Der Zeuskult bei den Westgriechen
By (author) Mirko Vonderstein
Paperback (Published)
(February 2007)
ISBN: 9783895005466
8.66 x 11.42 inches
Price: $45.00
In stock
This volume compiles for the first time a comprehensive survey of different ways and cults of worship of Zeus in the Magna Graecia and Sicily. The author uses all available sources such as inscriptions, literary sources, and coins as well as archaeological knowledge of topography, local death cult, and votive pieces as well as intercultural relations of the time.
Zeus gehorte zu den wichtigsten griechischen Gottheiten und wurde in der gesamten griechischen Welt verehrt. Das hohe Ansehen, das der Gott sowohl im offentlichen als auch im privaten Bereich genoss, ist durch zahlreiche Kulte und eine Vielzahl unterschiedlicher Kultbeinamen wie Eleutherios, Olympios oder Soter belegt.Dieser Band gibt erstmals einen umfassenden Uberblick uber die unterschiedlichen Verehrungsformen und Kulte des Gottes in der Magna Graecia und auf Sizilien. Dabei werden vor allem auch die lokalen Unterschiede in der Verehrung des Gottes vor dem Hintergrund seiner gesamtgriechischen und von antiker Literatur und Mythos gepragten Gestalt beleuchtet. Der zeitliche Rahmen der Untersuchung reicht von der Grundung der ersten griechischen Stadte im Westen im spaten 8. Jh. v. Chr. bis zur Eingliederung der Poleis in das romische Reich.Fur die Rekonstruktion der Zeusverehrung in den jeweiligen Poleis berucksichtigt der Autor samtliche aussagekraftigen Kultbelege, zu denen archaologisches Material wie Terrakotten, Grossplastik und Baubefunde ebenso gehoren wie inschriftliche und literarische Zeugnisse. Eine wichtige Quelle sind zudem die Munzen: Fur einige Stadte unterstreichen sie die Stellung des Gottervaters als Polisgottheit, in anderen Fallen dokumentieren sie das eng mit Ereignissen der politischen Geschichte verbundene, kurzzeitige Aufbluhen von Kulten wie jenen des Zeus Eleutherios oder des Zeus Hellanios. Fur den am Atna verehrten Zeus Aitnaios uberliefern uns die Munzbilder schliesslich auch eine Vorstellung von dem einst prachtigen, heute nicht mehr erhaltenen Kultbild.Mit Hilfe der Kultbelege wird die Zeusverehrung stadteweise und in Hinblick u. a. auf die sakrale Topographie, Art und Funktion der Priesterschaft, besondere lokale Kultbrauche und Charakter der Votive nachvollzogen. Da die Siedler neben politischen und kunstlerischen Traditionen auch religiose Brauche aus ihren Heimatorten ubertrugen, werden ausserdem die jeweiligen mutterlandischen Kulte eingehend berucksichtigt. Ein weiteres Augenmerk gilt den Beziehungen der Griechenstadte zu den einheimischen italischen und sizilischen Volksstammen sowie den Einflussen der Zeusheiligtumer von Olympia und Dodona auf die westgriechischen Poleis. Auf diese Weise lasst sich vor allem fur die westgriechischen Stadte dorisch-achaischer Abstammung eine besonders intensive Verehrung von Zeus Olympios nachweisen, die ihren Ursprung in den engen Kontakten zu Olympia seit der Zeit der Kolonisation hatte.
- By (author) Mirko Vonderstein
"Review - German ""Les illustrations abondantes, le rassemblement des documents etudies, la bibliographie tres complete et l'extreme erudition de l'auteur feront de ce livre un precieux instrument de travail et une mise au point fort utile.""Arianna EspositoIn: L'Antique Classique. 80 (2011). S. 371-373.-----------------------------""Zusamm
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„Les illustrations abondantes, le rassemblement des documents étudiés, la bibliographie très complète et l’extrême érudition de l’auteur feront de ce livre un précieux instrument de travail et une mise au point fort utile.“<br/><br/>Arianna Esposito<br/><br/>In: L’Antiqué Classique. 80 (2011). S. 371-373.<br/><br/>-----------------------------<br/><br/>„Zusammenfassend kann man sagen, daß die Arbeit V.s durch eine sorgfältige Aufarbeitung der antiken Informationen geprägt ist, deren Vielfalt von den Münzen über die archäologischen Funde zu den literarischen Quellen und Inschriften erfaßt wird. Gerade vor dem Hintergrund dieser komplexen Quellenlage fällt wohltuend auf, daß die Argumentation klar strukturiert und in der Analyse kompetent ist. Den oft vorsichtig und sorgsam formulierten Schlußfolgerungen kann der Leser in der Regel folgen. Dieses Ensemble bildet die Grundlage für eine anregende Lektüre.“<br/><br/>Bernhard Linke<br/><br/>In: KLIO. 92 (2010) 1. S. 220-221.<br/><br/>-----------------------------<br/><br/>„Die Jenaer Dissertation reiht sich ein in eine Anzahl jüngerer Arbeiten, die sich mit den Heiligtümern und Kulten in bestimmten Regionen der Antike beschäftigen (...). Nach einer Einleitung werden in zwei Teilen die archäologischen Belege zum Zeuskult in der Magna Graecia (21-117) und auf Sizilien (119-215) nach Poleis geordnet vorgestellt, ergänzt um ein (allzu) knappes Schlusskapitel, das sich mit «Charakteristika und Entwicklung des westgriechischen Zeuskultes» befasst (217-228), eine italienische Zusammenfassung (229-233) und mehrere hilfreiche Indices. – Die Quellenlage ist sehr unterschiedlich und reicht etwa von Terrakottavotiven, die in Lokri auf einen ungewöhnlich verbreiteten Kult in den Privathäusern hindeuten (94-99), über Münzbilder sowie zahlreiche nur unsichere Hinweise bis hin zur zentralen Position des Zeus Olympios in Syrakus vor allem unter Hieron Il. (119-155) und dem nach Grösse und Gestalt aussergewöhnlichen klassischen Olympieion von Akragas (178f). – Frühe Zeugnisse aus der Zeit der Koloniegründungen bleiben selten, doch sind Übertragungen aus dem Mutterland wahrscheinlich zu machen; im 5. Jh. ergibt sich kein einheitliches Bild, doch ist ein Aufblühen von Kulten für Zeus Eleutherios und Soter auffällig, während Zeus im 4. Jh. in Metapont und Lokri sowohl im Hauskult als auch öffentlich besonders intensiv verehrt wurde, ohne dass bestimmte Gründe namhaft zu machen wären. Für das 3. Jh. ist auf Sizilien ein erneuter Höhepunkt der Verehrung von Zeus Eleutherios, Soter, Hellanios und Olympios zu konstatieren, während das Bild des Gottes auf den gleichzeitigen Münzen nicht zwingend mit einer intensiven kultischen Verehrung einhergehen muss. – Das im Vergleich zu anderen Gottheiten wie Demeter relativ disparate Bild deckt sich mit den Erfahrungen aus anderen griechischen Regionen, was durch einen ausführlicheren Vergleich noch hätte verdeutlicht werden können. Eine reichere Bebilderung und insbesondere eine kartographische Darstellung wären den durchwegs sorgfältig aufgearbeiteten Befunden erheblich zugute gekommen.“<br/><br/>In: Museum helveticum. 2008. S. 160-161.<br/><br/>-----------------------------<br/><br/>„Vondersteins Dissertation bietet in klar gegliederter, übersichtlicher Form eine wertvolle Zusammenstellung sämtlicher bekannter Belege für die Verehrung des Zeus in Unteritalien und Sizilien. Der Autor ist jeder antiken Quelle, gleich welcher Gattung, mit großer Sorgfalt nachgegangen und beurteilt bei unsicheren Hinweisen meist sehr überzeugend den Wahrscheinlichkeitsgrad, mit dem sich in solchen Fällen tatsächlich auf einen Zeuskult schließen läßt. Damit liegt ein grundlegendes Instrumentarium vor, auf dem bei jeder weitergehenden Beschäftigung mit Zeus im westgriechischen Raum aufgebaut werden kann, etwa der hier nur knapp angesprochenen Frage nach der Bedeutung des Zeus in seinen verschiedenen Aspekten, dem Verhältnis von Naturheiligtümern zu gezielt eingeführten Kulten mit politischem Hintergrund oder dem Stellenwert des Gottes innerhalb des städtischen Pantheons. Sehr angenehm ist die Tatsache, daß die Ausführungen zu jedem Ort mit einer kurzen Zusammenfassung der zuvor gründlich besprochenen Beobachtungen abgeschlossen werden. Dennoch wäre eine deutschsprachige Zusammenfassung, zusätzlich zu dem italienischen „Riassunto“, wünschenswert gewesen. An manchen Stellen würden etwas ausführlichere Erklärungen zu Personen oder Einrichtungen das Verständnis historischer Situationen für den mit der Geschichte der Westgriechen nicht im Detail vertrauten Leser erleichtern. Die Qualität der<br/>Abbildungen ist durchweg sehr hoch, orthographische Fehler sind nur vereinzelt zu finden. Leider fehlt eine geographische Karte von Unteritalien und Sizilien, in der die behandelten Orte verzeichnet sind.“<br/><br/>In: Göttinger Forum für Altertumswissenschaft. 10 (2007). S. 1089-1094.<br/><a target="_blank" href="http://gfa.gbv.de/dr,gfa,010,2007,r,10.pdf">http://gfa.gbv.de/dr,gfa,010,2007,r,10.pdf</a>
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