Muslim – Untertan – Bürger

Identitätswandel in gesellschaftlichen Transformationsprozessen der muslimischen Ostprovinzen Südkaukasiens (Ende 18. bis Anfang des 20. Jahrhunderts). Ein Beitrag zur vergleichenden Nationalismusforschung

By (author) Eva-Maria Auch

Book cover: Muslim – Untertan – Bürger

Extent: 680 pages

Publisher: Dr. Ludwig Reichert Verlag

Subjects: Islamic & Middle Eastern Studies

Series: Kaukasienstudien

Language: German

Hardback (Published)

(October 2004)

ISBN: 9783895002373

6.69 x 9.45 inches

Price: $119.00

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Mit dem Zusammenbruch des Vielvölkerreiches Sowjetunion geriet kaum eine andere Region der ehemaligen UdSSR so stark in den Blickpunkt der Weltöffentlichkeit wie die südlichen (muslimischen) Republiken in Kaukasien und in Mittelasien. <br/>Hier stellen sich dem Betrachter nicht nur Fragen nach Ursachen, Triebkräften und Trägern von Auflösungsprozessen polyethnischer Imperien und deren globalen Konsequenzen, sondern angesichts der immer wieder ausbrechenden bewaffneten Konflikte ist die Frage nach der Tragfähigkeit des mitteleuropäischen Modells nationalstaatlicher Institutionalisierung von aktueller Bedeutung. <br/>Die vorliegende Arbeit gehört zu den ersten deutschsprachigen Monographien zur neuzeitlichen Geschichte Aserbaidschans und legt exemplarisch eine historische Untersuchung zur Herausbildung von neuzeitlichen Gruppenidentitäten an einer Schnittstelle zwischen Europa und Asien vor. Vor dem Hintergrund der Auswirkungen russischer Kolonialpolitik in den muslimischen Provinzen Südostkaukasiens vom Ende des 18. bis zum beginnenden 20. Jahrhundert werden Ursachen, Einflussfaktoren und Äußerungsformen von Selbstvergewisserung und Vergemeinschaftungsprozessen unter den aserbaidschanischen Muslimen dargestellt.


Mit dem Zusammenbruch des Vielvolkerreiches Sowjetunion geriet kaum eine andere Region der ehemaligen UdSSR so stark in den Blickpunkt der Weltoffentlichkeit wie die sudlichen (muslimischen) Republiken in Kaukasien und in Mittelasien. Hier stellen sich dem Betrachter nicht nur Fragen nach Ursachen, Triebkraften und Tragern von Auflosungsprozessen polyethnischer Imperien und deren globalen Konsequenzen, sondern angesichts der immer wieder ausbrechenden bewaffneten Konflikte ist die Frage nach der Tragfahigkeit des mitteleuropaischen Modells nationalstaatlicher Institutionalisierung von aktueller Bedeutung: Eliten befinden sich auf der Suche nach neuen Orientierungspunkten fur eine stabilisierende Gruppen-Identitat und greifen dabei auf die Ansatzpunkte der Intellektuellen des 19. und beginnenden 20. Jahrhunderts zuruck. Aspekte der Abstammung, Sprache, Kultur und Territorium sind im Zusammenhang mit dem Aufbau eines nationalen Burgerstaates von anhaltender Brisanz.Die vorliegende Arbeit gehort zu den ersten deutschsprachigen Monographien zur neuzeitlichen Geschichte Aserbaidschans und legt exemplarisch eine historische Untersuchung zur Herausbildung von neuzeitlichen Gruppenidentitaten an einer Schnittstelle zwischen Europa und Asien vor. Vor dem Hintergrund der Untersuchung der Wirkungen russischer Kolonialpolitik in den muslimischen Provinzen Sudostkaukasiens vom Ende des 18. bis zum beginnenden 20. Jahrhundert werden Ursachen, Einflussfaktoren und Ausserungsformen von Selbstvergewisserung und Vergemeinschaftungsprozessen unter den aserbaidschanischen Muslimen dargestellt.

  • By (author) Eva-Maria Auch

„Eva-Maria Auch’s book (...) is among the very best studies of the complicated relationship between Russia and the southern side of the Caucasus. She examines the Muslim societies of the region from the period of their incorporation into the tsarist empire in the early 19th century up through the 1905 Revolution. (...)<br/>This book draws on extensive research in archives in Russia and Azerbaijan as well as a sprawling bibliography of period writings and contemporary scholarship. Auch readiliy cites both Russian and Azeri materials, which allows her to provide views from all sides of the colonization equation. There is everything here - from social and demographic history to the history of economic policy and „discursology“. (...) the book still offers the fullest perspective to date on the operations of Russian colonial power and its consequences in the Muslim lands „beyond the Caucasus“ in the 19th century.“<br/><br/>In: Jahrbücher für Geschichte Osteuropas. 56 (2008). Heft 2. S. 290-291.
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