Osmanismus, Nationalismus und der Kaukasus

Muslime und Christen, Türken und Armenier im 19. und 20. Jahrhundert

Edited by Fikret Adanir Edited by Bernd Bonwetsch

Book cover: Osmanismus, Nationalismus und der Kaukasus

Extent: 336 pages

Publisher: Dr. Ludwig Reichert Verlag

Subjects: Islamic & Middle Eastern Studies

Series: Kaukasienstudien

Language: German

Hardback (Published)

(August 2005)

ISBN: 9783895004650

6.69 x 9.45 inches

Price: $76.00

On back order

Die Beiträge dieses Bandes behandeln unterschiedliche Probleme und Aspekte der Geschichte des „Krisenherd Kaukasus“. Das Spektrum der Themen reicht vom Gebrauch der Geschichte zur Legitimation politischer Ansprüche über die Quellengrundlage derartiger historisch begründeter Ansprüche, die Erscheinungsformen von Nationsbildung und nationalem Bewusstsein, die Ethnisierung des Sozialen bzw. die Politisierung des Ethnischen bis hin zu der Frage der Zukunftsfähigkeit multinationaler Staatskonzepte wie des Osmanismus im Zeitalter des Nationalismus. Zusammengehalten werden sie durch die Geschichte des türkisch-armenischen Verhältnisses, das seine Schatten auf alle behandelten Fragen wirft. Die Beiträge erfassen die aktuelle Forschungsdiskussion und regen zu weiterführenden komparatistischen Fragen an.


Die Beitrage dieses Bandes behandeln unterschiedliche Probleme und Aspekte der Geschichte des “Krisenherd Kaukasus”. Das Spektrum der Themen reicht vom Gebrauch der Geschichte zur Legitimation politischer Anspruche uber die Quellengrundlage derartiger historisch begrundeter Anspruche, die Erscheinungsformen von Nationsbildung und nationalem Bewusstsein, die Ethnisierung des Sozialen bzw. die Politisierung des Ethnischen bis hin zu der Frage der Zukunftsfahigkeit multinationaler Staatskonzepte wie des Osmanismus im Zeitalter des Nationalismus. Zusammengehalten werden sie durch die Geschichte des turkisch-armenischen Verhaltnisses, das seine Schatten auf alle behandelten Fragen wirft. Die Beitrage erfassen die aktuelle Forschungsdiskussion und regen zu weiterfuhrenden komparatistischen Fragen an.

  • Edited by Fikret Adanir
  • Edited by Bernd Bonwetsch

"Review - English ""The book is a welcome edition in the context of the new developments in this highly problematic region.""Philip O. HopkinsIn: Iran an the Caucasus. 13 (2009). p. 219.----------------------------------------"
—

“The book is a welcome edition in the context of the new developments in this highly problematic region.”<br/><br/>Philip O. Hopkins<br/><br/>In: Iran an the Caucasus. 13 (2009). p. 219.<br/><br/>----------------------------------------<br/><br/>„Dieses Buch gibt einen spannenden Überblick über die Geschichte des Kaukasus „im Schatten des islamisch-christlichen und des türkisch-armenischen Verhältnisses“, wie das erste Kapitel überschrieben ist. Es bietet die Möglichkeit, den Kaukasus und seine wechselvolle Geschichte wenigstens ansatzweise verstehen zu lernen. Zum Beispiel bietet Volker Adam in seinem Beitrag Einblicke, wie Geschichte „gelenkt“ wird - durch die Umdeutung der Geschichte im Zeichen des Nationalismus seit dem Ende der Sowjetunion am Beispiel Aserbaidschans. (...)<br/>Hervorragend recherchierte und dargestellte Beiträge, die nicht nur Fachleuten Einblicke erlauben, sondern insgesamt dem Verständnis einer komplizierten, in vielen Verflechtungen unstabilen, von Konflikten heimgesuchten Weltregion der Gegensätze.“<br/><br/>In: SWO. Kunstportal Baden-Württemberg.<br/><a target="_blank" href="http://www.swo.de/ktbuchtipp214b.html">http://www.swo.de/ktbuchtipp214b.html</a> (23.04.2009)<br/><br/>----------------------------------------<br/><br/>“The individual contributions bring to light new evidence and interpretive approaches and should be welcomed on their own merit, and the volume as a whole succeeds in bridging a polarized historiography by combining Christian and Muslim, Armenian and Turkish, Ottoman and Russian perspectivs.”<br/><br/>In: Slavic Review. 66 (2007) 1. S. 141-143.<br/><br/>----------------------------------------<br/><br/>„Im Gesamteindruck überzeugt das nach einer Kaukasuskonferenz in Bochum entstandene Werk v.a. durch eine ausgewogene Wahl an lokalen und deutschsprachigen Wisseschaftlern mit entsprechender Fach- und Regionalexpertise. (...) Besonders wertvoll sind die in den Beiträgen durchgängig zu findenden akribischen Quellenverweise und die Zitierung von vielen Originaldokumenten. Erfreulich ist auch die linguistisch korrekte Transliteration fast aller im Handbuch verwendeten Fremdwörter. Die Beiträge des Sammelbandes bilden damit ein für Kaukasiologen, Orientalisten, Historiker und andere Interssierte hoch aktuelles und unentbehrliches Nachschlagewerk das ausdrücklich zu empfehlen ist.“<br/><br/>In: Georgica. 29 (2006). S. 144-148.<br/><br/>----------------------------------------<br/><br/>„Die Beiträge dieses außerordentlich interessanten Bandes kreisen geographisch um den Kaukasus, intellektuell vor allem um das Problem der Nationenbildung in diesem Raum und um die kontinuierliche Verschlechterung der Beziehungen zwischen Osmanen/Türken und Armeniern, die in der Ermordung eines Großteils der armenischen Bevölkerung im Osmanischen Reich endeten, und schließlich ethisch um das ewige Problem: Wie war das möglich? Die Verhältnisse im Zarenreich und im Iran werden kontrastiv und ergänzend in einzelnen Beiträgen angesprochen. Die Herausgeber weisen in ihrem Vorwort darauf hin, dass es sich um Beiträge zu einer Tagung handelt (wann und wo?), deren Organisation nicht alltägliche Probleme aufwarf, da es sich eben nicht nur um Auseinandersetzungen in der Geschichte handelte. (...)<br/>Eine vergleichende Lektüre der Aufsätze vermittelt dem Leser auch den Eindruck, dass Völker, Gruppen, Untertanen gewöhnlich sehr geduldig sind und dass es einer erheblichen Akkumulation von Frustration bedarf, bevor sie sich erheben. Vielleicht sollte man auch das nicht vergessen. Ist allerdings einmal eine Feindschaft entstanden, so ist es noch schwieriger und langwieriger, sie wieder zum Ruhen zu bringen ...<br/>Man kann dem auch ästhetisch schön gestalteten Band, in dem sich nur wenige Druckfehler und sprachliche Ungeschicklichkeiten finden (was bei der Vielfalt der Graphie und Transkriptionssysteme keine Selbstverständlichkeit ist) viele Leser wünschen, neben Fachleuten der jeweils berühmten Disziplinen auch interessierte Laien, denen er viele Anstöße geben kann.“<br/><br/>In: Europa Ethnica. Heft 3-4/2006.
—