Movens Bild. Zwischen Evidenz und Affekt
Edited by Christian Spies Edited by Birgit Mersmann Edited by Gottfried Boehm
Die fundamentale Rolle, die das Bild in Kommunikationsprozessen spielt, lässt sich weder allein auf die oft diskutierte mediale Verfügbarkeit noch auf seine Zeichen- oder Symbolhaftigkeit zurückführen. Vielmehr erweist sich das Bild als ein aktives Gegenüber – als ein Gestaltungsmoment, das Kommunikationsprozesse initiiert, konturiert und steuert. Hier setzt der Begriff „Movens Bild“ an. Er bezeichnet die Wirkung des Ikonischen, das Bewegende wie auch das Bewegte des Bildes. Diese Bandbreite des Ikonischen wird in dem Band an dem Gegenüber von Evidenz und Affekt, die als integrale Momente bildlichen Ausdrucks doch unmittelbar zusammen gehören. Mit einem solchen veränderten Blick gewinnt die Frage nach bildlicher Darstellung und Vermittlung eine neue Brisanz. Wie verschränkt sich die affektive Dimension des Bildes mit seiner Evidenzerzeugung? Weder lässt sich die dem Bild innewohnende Affektleistung von seiner Evidenzerzeugung trennen noch ist bildliche Evidenz ohne affektive Motivierung denkbar. Im Zentrum der Debatte steht also die Einsicht, dass es eine eigene Logik des Zeigens und Offenbarens gibt, welche die Wirkmächtigkeit der Bilder ausmacht. Ihr Spektrum bleibt breit und bietet eine Vielfalt an Übergängen: Es reicht von luzider Sachhaltigkeit über emotionale Aufladung und ästhetische Suggestion bis hin zur affektiven Überwältigung.
- Edited by Christian Spies
- Edited by Birgit Mersmann
- Edited by Gottfried Boehm
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