Name und ‘maere’

Eigennamen als narrative Zentren mittelalterlicher Epik. Mit exemplarischen Einzeluntersuchungen zum 'Meleranz' des Pleier, 'Gottweiger Trojanerkrieg' und 'Wolfdietrich D'

by Bjorn Reich

Book cover: Name und ‘maere’

Extent: 427 pages

Publisher: Universitätsverlag Winter

Subjects: Medieval Studies

Series: Studien zur historischen Poetik

Series volume number: 8

Language: German

Hardback (Published)

(March 2011)

ISBN: 9783825358716

6.06 x 9.21 inches

Price: $49.00

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Die mittelalterliche Verwendung von Eigennamen wird innerhalb einer topisch-dialektischen Poetik verortet. Namen als Sprachpartikel mit hochster Intensitat formieren einen festen Bestandteil von Ekphrasen und dienen als topische Zentren, so dass es verfehlt ware, die vielfaltigen Namensspiele als ‘ornamenta’ abzutun. Dies wird nicht nur durch die hohe Namensfrequenz in den Texten evident. Genealogien, Mnemotechniken, Magie, Intertextualitat oder Gattungsprobleme – all diese Themenfelder werden durch Betrachtung der Namen erhellt. Dabei sollen keine Namenssystematiken entworfen, sondern ihre grundlegende Stellung in der mittelalterlichen Poetik geklart werden. Fur sich bedeutet ein Name nichts und stellt nur eine Referenzbeziehung zu einer Figur her. Wirksam wird er in Verbindung mit dem maere – beide bedingen sich gegenseitig – und daher kann es keine Analyse der Namen ohne Gesamtdeutung der zugehorigen Texte geben, wie die Untersuchungen zum ‘Meleranz’, ‘Gottweiger Trojanerkrieg’ und ‘Wolfdietrich D’ zeigen.

  • By (author) Bjorn Reich