Kommunikation wissenschaftlich denken

Perspektiven einer kontextuellen Theorie gesellschaftlicher Verständigung

By (author) Thomas A. Bauer

Book cover: Kommunikation wissenschaftlich denken

Extent: 375 pages

Publisher: Böhlau Verlag Wien

Subjects: Communications, Film, & Media Studies

Language: German

Paperback (Published)

(October 2014)

ISBN: 9783205781943

6.18 x 9.25 inches

Price: $69.00

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Nichts in dieser Welt ist kommunikations- oder medienfrei. Alles, was wir fur real bedeutsam halten, ist es, weil wir es und wie wir es kommunizieren. Kommunikation ist in diesem Sinne nicht nur ein Begriffsmodell fur alle Phanomene von Kultur und Gesellschaft, sondern ein Modellbegriff fur ein kulturelles Verstandnis von Gesellschaft, sowie fur ein gesellschaftliches Verstandnis von Kultur. Kommunikation ist der soziale Zusammenhang, in dem unsere Vorstellungen von Welt Gestalt annehmen. Thomas Bauer entwirft im vorliegenden Buch ein perspektivisches Programm fur eine kontextuelle Theorie gesellschaftlicher Selbstverstandigung, in der die Auffassung von Gesellschaft, Kultur und Kommunikation bewusst Abstand zu markt- und funktionstuchtigen Beschreibungen nimmt. In drei ubergreifenden Abschnitten (Kommunikation wissen, Medien verstehen, Gesellschaft wandeln) stellt er ein kulturtheoretisch versprachlichtes Konzept der Kommunikationswissenschaft zur Diskussion. Sein Denkprogramm folgt der postmodernen Tradition der Erkenntnistheorie, in der die Teleologie der Beobachtung sich nicht auf ein Ergebnis, sondern auf die Reflexion der Fragestellung selbst konzentriert, um daraus die Konzeption der Beobachtung zu verstehen und fur den Zusammenhang von Medienbildung und Medienwandel verstandlich zu machen.

Thomas A. Bauer hat nach den abgeschlossenen Studien in Philosophie, Theologie, Kultursoziologie, Kommunikationstheorie, Medienbildung, Kommunikationsberatung und Gruppendynamik die Schwerpunkte seiner Arbeit in Forschung, Lehre, Publikation und Medienpraxis in den Bereichen Kommunikationsbildung, Medienbildung, Medienkompetenzentwicklung und Sozial- und Kulturtheorie der Medien gesetzt. Als langjähriger Professor für Medienkultur und Medienbildung an der Universität Wien seit 2013 emeritiert ist er weiterhin tätig als Gastprofessor für Media Literacy Studies an mehreren Universitäten in Europa, Südamerika und Asien sowie als Gastlektor in internationalen akademischen Bildungsprogrammen für Journalismus, Medienarbeit und Kommunikationsmanagement und – last not least -als wissenschaftlicher Leiter von internationalen Zertifizierungsprogrammen in Kommunikations- und Medienbildung, als Vorsitzender wissenschaftlicher Gesellschaften, darunter der European Society for Education and Communication (ESEC) sowie im Bereich emanzipatorischer Medienpraxis, darunter als Vorsitzender des Herausgebervereins von OKTO, dem in Europa renommierten Community TV-Programm in Wien, an dessen Begründung und Aufbau er maßgeblich mitgewirkt hat.

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