Das Buch in der Spätantike

Herstellung, Form, Ausstattung und Verbreitung in der westlichen Reichshälfte des Imperium Romanum

By (author) Renate Schipke

Book cover: Das Buch in der Spätantike

Extent: 280 pages

Publisher: Dr. Ludwig Reichert Verlag

Subjects: Classical Studies

Language: German

Hardback (Published)

(September 2013)

ISBN: 9783895009587

6.69 x 9.45 inches

Price: $77.00

In stock

Diese Studie untersucht, ob das Buchwesen auch in der Spätantike für sich einen eigenständigen Charakter beanspruchen kann. Im Mittelpunkt stehen die materielle Beschaffenheit, die Herstellung und die Verbreitung des Buches im lateinischen Westen des Römischen Reiches. Folgende Kernfragen galt es zu beantworten: Sind Veränderungen klar erkennbar und als solche in den zeitgenössischen Quellen wahrgenommen worden? Gibt es Brüche oder eher fließende Übergänge, die zu möglichen neuen Vorgehensweisen führen? Erhält das Buch eine veränderte Wertigkeit? <br/>Neben der zunehmenden Bevorzugung des Codex’ als Buchform mit ganz neuen Gestaltungsperspektiven, zeichnete sich bereits in der Spätantike eine Herstellungsweise ab, die in der klassischen Antike unbekannt war: die der Vervielfältigung in klösterlichen Skriptorien. Als Buchreligion brachte das Christentum eine hohe Wertschätzung dem Buch als Textträger der Heiligen Schriften entgegen: ein neuer Aspekt, zumindest im abendländischen Buchwesen. In der Folgezeit sollte unter anderem dieser Aspekt weitreichende Folgen für die Entwicklung des Buches haben.<br/>


English summary: This study asks whether the subject of bibliology could claim to have been an independent field during Late Antiquity. It focuses on the material quality and on the production and the distribution of books in the Latin West of the Roman Empire. By Late Antiquity, a production method that had been unknown in Classical Antiquity had led to the emergence of a book format that offered completely new perspectives, namely duplication in monastic scriptoriae. As a religion based on books Christianity caused books to be held in high esteem as the textual conveyor of the Holy Scripture, which was a new factor, at least in Western bibliology. In the years to come it was this aspect, among others, that would have far-reaching consequences for the development of the book. German description: Diese Studie untersucht, ob das Buchwesen auch in der Spatantike fur sich einen eigenstandigen Charakter beanspruchen kann. Im Mittelpunkt stehen die materielle Beschaffenheit, die Herstellung und die Verbreitung des Buches im lateinischen Westen des Romischen Reiches. Folgende Kernfragen galt es zu beantworten: Sind Veranderungen klar erkennbar und als solche in den zeitgenossischen Quellen wahrgenommen worden? Gibt es Bruche oder eher fliessende Ubergange, die zu moglichen neuen Vorgehensweisen fuhren? Erhalt das Buch eine veranderte Wertigkeit? Neben der zunehmenden Bevorzugung des Codex? als Buchform mit ganz neuen Gestaltungsperspektiven, zeichnete sich bereits in der Spatantike eine Herstellungsweise ab, die in der klassischen Antike unbekannt war: die der Vervielfaltigung in klosterlichen Skriptorien. Als Buchreligion brachte das Christentum eine hohe Wertschatzung dem Buch als Texttrager der Heiligen Schriften entgegen: ein neuer Aspekt, zumindest im abendlandischen Buchwesen. In der Folgezeit sollte unter anderem dieser Aspekt weitreichende Folgen fur die Entwicklung des Buches haben.

  • By (author) Renate Schipke

Die bekannten Briefsammlungen der Spätantike und des Frühmittelalters sind voller Anfragen nach Büchern, Rückforderungen von Abschriften und Vorhaltungen wegen Verbreitung unautorisierter Werke. In Klosterregeln werden Schrift und Buch immer wieder ein besonderer Platz eingeräumt. Das Bildungswesen war abhängig vom Zugriff auf Bücher. Das Werk von Renate Schipke widmet sich dieser Problematik umfassen.<br/><br/>Von: Julian Führer<br/><br/>In: Mediaevistik 29 / 2016<br/>-------------------------------------------------<br/>„Das Buch als Bildungs- und Glaubensträger hatte einen fruchtbaren Boden gefunden, in dem es wurzeln konnte. Die Schlussfolgerungen beruhen auf einer breiten Basis literarischer, paläographischer und epigraphischer Quellen.“<br/><br/>In: <a target="_blank" href="http://fachbuchkritik.de/html/das_buch_in_der_spatantike.html">http://fachbuchkritik.de/html/das_buch_in_der_spatantike.html</a><br/><br/>--------------------------------------<br/>„(Der Band bietet eine) ungeheure(n) und spannende(n) Materialfülle zu Abläufen, Kosten, Statistiken, Aufbewahrungsorten, Datierungen, Schreiberinnen, Liste namentlich bekannter Schreiber und Emendatoren usw. in einem wunderbar bewusstseinserweiternden Band“<br/><br/>Hans Joachin Kann<br/><br/>In: Pro Libris, 2015, S. 91-93.
—