Zwischen Selbstverwaltung und “furor cameralisticus”

Die Finanzverwaltung der Universität Greifswald 1566–1806

By (author) Elisabeth Heigl

Book cover: Zwischen Selbstverwaltung und “furor cameralisticus”

Hardback (Published)

(November 2020)

ISBN: 9783515128605

6.69 x 9.49 inches

Price: $165.00

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Die pommersche Universitat in Greifswald war in der Fruhen Neuzeit weitgehend eigenfinanziert und selbstverwaltet. Die Verwaltung ihrer Finanzen oblag dem Professorenkollegium und einem akademischen Finanzverwalter, dem Procurator. Unter ihrer Leitung uberstand die kleine und abgelegene Universitat Kriege und Wirtschaftskrisen, meisterte fehlkalkulierte Grossbauprojekte und setzte mit leeren Kassen landesherrliche Reformbestimmungen um. Wie gelang ihr das? Indem sie sich heillos verschuldete, sagten bereits einige Zeitgenossen und so auch die gangige Universitatshistoriographie. Indem sie sich geschickt des regionalen Kreditwesens bediente und gezielt ihre Position als sichere Anlagebank ausbaute, sagt Elisabeth Heigl. Auf der Basis einer statistischen Auswertung zehntausender Seiten aus 240 Jahren Rechnungsbuchuberlieferung grundet Heigl erstmals eine Langzeituntersuchung von Funktionsweisen und Strategien einer korporativen Finanzverwaltung in der Fruhen Neuzeit. Sie beschreibt ausfuhrlich sowohl die allgemeine Finanzverwaltung als auch die okonomischen Bereiche einer fruhneuzeitlichen Universitat: Personalbesoldung, Gebaudeerhalt und -bau, Stiftungs- und Stipendienverwaltung sowie ein regelrechtes akademisches Kapitalwesen.

Elisabeth Heigl studierte Skandinavistik und Geschichtswissenschaft in Greifswald. Seit 2020 ist sie Archivreferendarin am Geheimen Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz in Berlin. Ihre Forschungsschwerpunkte und Interessengebiete sind die Universitätsgeschichte, frühneuzeitliche Wirtschafts-, insbesondere Kreditgeschichte, Buchhaltung und Finanzadministration in der Frühen Neuzeit, Pommersche Landesgeschichte sowie Paläographie und automatische Handschriftenerkennung (HTR).

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