Wasserkraft im Dienst des Sozialismus
Die Globalisierung des sowjetischen Staudammbaus
By (author) Aurelia Ohlendorf Series edited by Michael E. Geyer Series edited by Matthias Middell
Hardback (Published)
(October 2025)
ISBN: 9783525302644
6.3 x 9.25 inches
Price: $94.00
In stock
Der bekannte Assuan-Hochdamm am Nil ist nicht das einzige grosse Wasserkraftwerk, das mit sowjetischer Hilfe errichtet wurde. Grosse Staudamme spielten im Kalten Krieg eine zentrale Rolle im Wettlauf der Supermachte um Partnerschaften und Einflussspharen weltweit. Sowjetische Ingenieure reisten seit den ausgehenden 1950er Jahren um die Welt und beteiligten sich am Bau grosser hydroelektrischer Infrastrukturen am Kabul (Afghanistan), Euphrat (Syrien), an der Donau (Jugoslawien, Rumanien) und an vielen weiteren Flussen. Sie engagierten sich in internationalen wissenschaftlichen Organisationen, kooperierten innerhalb des sozialistischen Lagers und boten ihr energieintensives sozialistisches Entwicklungsmodell den dekolonisierten Landern im Rahmen wirtschaftlicher und technologischer Zusammenarbeit an.
Der bekannte Assuan-Hochdamm am Nil ist nicht das einzige grosse Wasserkraftwerk, das mit sowjetischer Hilfe errichtet wurde. Grosse Staudamme spielten im Kalten Krieg eine zentrale Rolle im Wettlauf der Supermachte um Partnerschaften und Einflussspharen weltweit. Sowjetische Ingenieure reisten seit den ausgehenden 1950er Jahren um die Welt und beteiligten sich am Bau grosser hydroelektrischer Infrastrukturen am Kabul (Afghanistan), Euphrat (Syrien), an der Donau (Jugoslawien, Rumanien) und an vielen weiteren Flussen. Die Erschliessung von Wasserkraftressourcen war im 20. Jahrhundert eines der zentralen Betatigungsfelder staatlich gelenkter Modernisierungsprojekte. Auch in der Sowjetunion hatte die Hydroenergetik im Zentrum der forcierten Industrialisierung unter Stalin gestanden. Nach Stalins Tod nahm die Bedeutung der Wasserkraft innerhalb der Sowjetunion ab und sowjetische Experten exportierten ihr Wissen und ihr technologisches Knowhow weltweit. Sie engagierten sich in internationalen wissenschaftlichen Organisationen, kooperierten innerhalb des sozialistischen Lagers und boten ihr energieintensives sozialistisches Entwicklungsmodell den dekolonisierten Landern im Rahmen wirtschaftlicher und technologischer Zusammenarbeit an.
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