Vernünftig wissenschaftlich entscheiden.

Zur Verfassung des interrationalen wissenschaftlichen Diskurses.

By (author) Philippe Mastronardi By (author) Florian Windisch

Book cover: Vernünftig wissenschaftlich entscheiden.

Extent: 216 pages

Publisher: Duncker & Humblot

Subjects: Philosophy

Series: Erfahrung und Denken

Series volume number: 105

Language: German

Paperback (Published)

(September 2013)

ISBN: 9783428141326

6.18 x 9.17 inches

Price: $160.00

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Die modernen Sozialwissenschaften spalten sich in verselbständigte Rationalitäten. Sie verfehlen dabei das gemeinsame Ziel der Vernunft. Die hier vorgelegte Wissenschaftstheorie integriert die spezialisierten Rationalitäten in einen interrationalen Diskurs über Wahrheit, Wert und Gerechtigkeit aller vertretenen Positionen. Jeder wissenschaftliche Diskurs ist so zu verfassen, dass er sämtliche rationalen Positionen aufnimmt, diese aber auf ihre interrationale Vertretbarkeit hin prüft.


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I. Aufriss: Das Verlangen der Lebenspraxis nach Entscheidungshilfe – wider die Unvernunft der Wissenschaft

Erster Teil: Das Problem der rationalen Spaltung der Wissenschaft

II. Umschau: Logiken und Geltungsansprüche in ausgewählten Sozialwissenschaften
Entscheidungstheorie – Betriebswirtschaftslehre – Ökonomie – Politikwissenschaft – Rechtswissenschaft
III. Kritik und Korrekturansatz: Begriffserläuterungen – Zustand und Versagen der heutigen Sozialwissenschaften – Die Methode der Pluralistischen Grundsätzlichkeit

Zweiter Teil: Das Modell des interrationalen wissenschaftlichen Diskurses

IV. Der Gedankengang einer vernunftorientierten wissenschaftlichen Entscheidungslehre
V. Richtigkeit als wissenschaftliches Kriterium der Vernunft: Die vernünftige Entscheidung als Notwendigkeit und normative Forderung – Von der vernünftigen zur richtigen wissenschaftlichen Entscheidung
VI. Interrationalität als Ziel wissenschaftlicher Vernunft: Interrationalität als Ziel – Von der Rationalität zur Interrationalität
VII. Die drei Vernunftdimensionen: Wahrheit, Wert und Gerechtigkeit: Der Wahrheitsanspruch – Der Wertanspruch – Der Gerechtigkeitsanspruch – Weitere Geltungsansprüche?
VIII. Integrativer Entscheidungsprozess: Der Entscheidungsprozess über drei Ebenen und drei Dimensionen – Der Übergang von der Beurteilung zur Normierung – Das Verhältnis zwischen Ziel- und Gerechtigkeitsnormierung – Exkurs: Institutionalisierte Normen als äussere Begründungsstruktur des Entscheidungsprozesses
IX. Diskurstheorie wissenschaftlicher Entscheidungen: Eine Diskurstheorie richtiger Entscheidungen – Die drei analytischen Teildiskurse: Wahrheits-, Wert- und Gerechtigkeitsdiskurs – Diskursübersetzung und Diskursintegration – Zur Kritik an der Diskurstheorie
X. Eine interrationale Verfassung des wissenschaftlichen Diskurses: Voraussetzungen – Die Verfassung des wissenschaftlichen Diskurses
XI. Fazit
XII. Schlusswort

Literaturverzeichnis

Sachwortverzeichnis

Philippe Mastronardi (*5. Juni 1946) promovierte in Bern auf dem Gebiet der Rechtswissenschaft und arbeitete 20 Jahre lang in den Parlamentsdiensten des Bundes, davon 16 Jahre als Sekretär der Geschäftsprüfungskommissionen der eidgenössischen Räte (parlamentarische Oberaufsicht über Regierung und Verwaltung). Nach seiner Habilitation für Staatstheorie, Staatsrecht und Verwaltungsrecht war er bis zu seiner Emeritierung im Jahre 2011 Ordinarius für Öffentliches Recht an der Universität St. Gallen. Seine Forschungsinteressen gelten den Übergängen zwischen Politik, Wirtschaft und Wissenschaft. Seine wichtigsten Publikationen beschlagen das juristische Denken, die Verfassungslehre und die Rechtstheorie.

  • By (author) Philippe Mastronardi
  • By (author) Florian Windisch

»Es ist den Autoren zu wünschen, dass ihre Gedanken und hehren Ziele auf fruchtbaren Boden fallen, den Diskurs über Wissenschafts- und Erkenntnistheorie beleben und eine Brücke von den Sozialwissenschaften zur Philosophie schlagen, wie es sich die Autoren in ihrem Schlusswort (S. 204) erhoffen.« Axel Schwarz, in: Wissenschaftsrecht, Bd. 47, 1/2014
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