Ethische Werte: Geltung und Wandel.

By (author) Wedig Kolster

Book cover: Ethische Werte: Geltung und Wandel.

Extent: 122 pages

Publisher: Duncker & Humblot

Subjects: Philosophy

Series: Erfahrung und Denken

Series volume number: 106

Language: German

Paperback (Published)

(September 2013)

ISBN: 9783428141968

6.18 x 9.17 inches

Price: $101.00

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In der vorliegenden Arbeit wird untersucht, was wir unter ethischen Werten, ihrer Begründung und ihrem Wandel verstehen. Gezeigt wird, dass sie sich aus einer Ethik aus Emotionen und Vernunft herleiten lassen. Erkenntnisse der Neurowissenschaften verknüpft mit philosophischen Überlegungen haben sich als fruchtbar erwiesen, um eine Ethik aus emotionalen Bewertungen, moralischen Bedürfnissen und Abwägungen aus Vernunft zu begründen. Ein ethischer Wert lässt sich dann beschreiben als bewährtes Urteil nach dem Maßstab moralischer Bedürfnisse. Aus veränderten moralischen Bedürfnissen wird ein Wertewandel erklärt.


In der vorliegenden Arbeit wird untersucht, was wir unter ethischen Werten, ihrer Begründung und ihrem Wandel verstehen. Gezeigt wird, dass sich ethische Werte und ihr Wandel aus einer Ethik aus Emotionen und Vernunft herleiten und erklären lassen. Dazu erweist sich eine Betrachtung aus neurowissenschaftlicher Perspektive verknüpft mit philosophischen Überlegungen als fruchtbar. Fundament der Erklärung ist das Individuum in seiner Beziehung zur Umwelt. Die Neurowissenschaften erschließen die Bedeutung der Emotionen, die jedem Menschen zu einer Bewertung seiner Umwelt dienen und Orientierungen des Handelns erzeugen, die abzuwägen Vernunft ermöglicht. Philosophische Überlegungen erschließen Kriterien der emotionalen Bewertung, das sind Bedürfnisse wie Liebe, Achtung und Gerechtigkeit. Sie werden moralische Bedürfnisse genannt, deren jeder bedarf und deshalb als Grundlage einer allgemein gültigen Ethik erwiesen werden.

Aus diesem Begründungszusammenhang ergibt sich ein ethischer Wert als bewährtes Urteil über ein Handeln nach dem Maßstab moralischer Bedürfnisse und entsprechend ein Wertewandel als ein bewährtes Urteil über ein Handeln nach dem Maßstab veränderter moralischer Bedürfnisse. Ihre Veränderung lässt sich aus einer Entwicklung der historischen Lage erklären.

Gezeigt wird, dass eine Furcht vor einem Werteverfall unbegründet ist. Im Gegenteil werden Möglichkeiten neuer Orientierungen, d.h. eines Wertewandels aus historischen Veränderungen eröffnet.

In einem zweiten Teil wird die Praktizierung ethischer Werte und des Wertewandels untersucht.

A. Einleitung

B. Was ist mit Wert gemeint?

C. Individuum und Umwelt

D. Wissen über die Umwelt

Wahrnehmung – Emotionen – Bedürfnisse

E. Vernunft

F. Handeln und Moral

Handeln aus emotionaler Bewertung – Moral

G. Ethik

Kritik ethischer Entwürfe – Moral und Ethik – Begründung – Ethische Urteilsbildung

H. Ethische Werte

Entwürfe – Moralische und ethische Werte – Kritik

J. Wertewandel

Erklärungsentwürfe – Wertewandel aus Änderung moralischer Bedürfnisse – Wertewandel aus neuen Handlungsmöglichkeiten – Warum verändern sich moralische Bedürfnisse?

K. Ergänzende Aspekte zu einer Ethik aus Emotionen und Vernunft

Willensfreiheit – Überlieferte Kultur und Selbstbestimmung

L. Beispiele einer Praktizierung ethischer Werte

Probleme – Konkurrenz und Konflikte

M. Kritik

N. Zusammenfassung

Glossar

Literatur-, Personen- und Sachwortverzeichnis

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