Tennis in Deutschland.

Von den Anfängen bis 2002. Zum 100-jährigen Bestehen des Deutschen Tennis Bundes. Hrsg.: Deutscher Tennis Bund e. V.

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Book cover: Tennis in Deutschland.

Extent: 320 pages

Publisher: Duncker & Humblot

Subjects: Anthropology, Business & Economics, Social Sciences 

Language: German

(Hardback) (Published)

(April 2002)

ISBN: 9783428108466

8.27 x 11.65 inches

Price: $46.00

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Geschichte ist nicht nur eine Angelegenheit der
großen politischen Veränderungen und der damit verbundenen Jahreszahlen – Geschichte
ist in allem, was wir erleben, auch im Sport. Der Deutsche Tennis Bund, der 2002
hundert Jahre alt wird, ist ein Beispiel dafür, wie Geschichte sich auf einem relativ
kleinen Gebiet des täglichen Lebens zu entwickeln vermag. Dabei stellt sich plötzlich
heraus, dass die Kriege, die Not und die politischen Wirrnisse des Jahrhunderts für
ein simples Spiel eine genau so große Rolle spielten wie Kunst, Literatur oder der
damit verbundene Spaß. Es zeigt sich, dass die sportlichen Triumphe in einem solchen
Zeitraum eher von zweitrangiger Bedeutung sind, weil sie nur einen winzigen Teil
darstellen. Wichtiger erscheinen die Rolle in der Sozialpolitik, der Kulturpolitik,
schließlich auch der Wirtschaftspolitik.

Die Autoren, die der Deutsche Tennis Bund für die Aufzeichnung seiner Geschichte
gewonnen hat, haben in dem vorliegenden Band alle Facetten zu erfassen versucht, die
ein Sportverband in Deutschland im zwanzigsten Jahrhundert erleben konnte: Dazu
gehören die Deutungen des politischen Weges vom Kaiserreich bis in die heutige
Bundesrepublik mit allen Schrecklichkeiten genauso wie die Spieler, die ihre Epochen
bestimmten, die Literatur zu diesem Thema, die vielseitigen Entwicklungen, die
Menschen, die zum Tennis-Leben beitrugen.

Der Deutsche Tennis Bund hat sein erstes Jahrhundert mit all jenen Höhen und Tiefen
erlebt, wie sie die große Weltgeschichte bereithielt – nur alles wohl ein paar
Nummern kleiner. Das Spiel ist sicherlich lauter geworden, die Vorbilder haben sich
verändert und aus dem harmlosen Zeitvertreib, der hinter den grünen Hecken der mehr
oder minder feudalen Klubs stattfand, ist ein telegener Volkssport geworden mit allen
Vor- und Nachteilen, die solche Bewegungen mit sich bringen.

Wer in den kommenden hundert Jahren in Deutschland über Tennis redet, wird kaum am
Studium dieses Bandes vorbeikommen.

Inhalt: Von den Anfängen bis zur Gründung:
Ritterliche Spiele - Friedrich Adolf Traun, Ein vergessener Pionier - Victor Graf
Voß, Der Graf von Mecklenburg. 1902 bis 1918: Kleine und große Geschichte - Die
großen alten Klubs - Oscar Kreuzer, Der zweite Mann - Otto Froitzheim, Der Primus.
1919 bis 1932: Schwieriges Erwachen - Frauenbewegung - Modenschau 1926 - Cilly
Aussem, Die Frohnatur - Nelly Neppach, Ein Schicksal. 1933 bis 1945: Regenerierter
Volkskörper - Vom Licht ins Dunkel - Daniel Prenn, Der Emigrant - Gottfried von
Cramm, Der Tennis-Baron - Weltgeschichte und die Regel 33. 1946 bis 1967:
Wiederaufbau - Immer wieder Stunde Null - Thomas Emmrich, Meister hinter der Mauer.
1968 bis 1984: Abschied vom Amateur - Die großen Turniere - Helga Hösl-Schultze,
»Miss World Tennis« - Helga Masthoff-Niessen, Eine Lady - Claudia Kohde, Erfüllung im
Doppel. 1985 bis 2002: Die goldenen Jahre - Stefanie Graf, Die Einmalige - Boris
Becker, Der Becker - Michael Stich, Fast der Größte - Geschäfte - Totgesendet. 100
Jahre in Zahlen: Die Präsidenten des Deutschen Tennis Bundes - Statistiken

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