Studien zur Entwicklung der ökonomischen Theorie XIII.
Deutsche Finanzwissenschaft zwischen 1918 und 1939.
Edited by Heinz Rieter
Paperback (Published)
(September 1994)
ISBN: 9783428078615
6.18 x 9.17 inches
Price: $116.00
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Der XIII. Band der “Studien zur Entwicklung der okonomischen Theorie” enthalt die uberarbeiteten Referate, die auf der Tagung des Dogmenhistorischen Ausschusses im Verein fur Socialpolitik vom 5. bis 7. Oktober 1992 in Augsburg gehalten worden sind. Sie befassen sich mit Entwicklungen in der deutschen Finanzwissenschaft zwischen den beiden Weltkriegen. Ihr Ziel ist es, das luckenhafte Bild von der Geschichte der deutschen Wirtschaftswissenschaft nach 1918 zu vervollstandigen. Wahrend die Beitrage von Hauser und Scheer die allgemeinen Entwicklungstendenzen in der deutschen Finanzwissenschaft in der Zwischenkriegszeit herausarbeiten, behandeln die Aufsatze von Backhaus, Schneider und Schmidt spezielle Aspekte. Prof. Dr. Christian Scheer belegt mit seinem Beitrag, dass es heftige Auseinandersetzungen vor allem uber grundsatzliche Fragen gab, wie das “Wesen” und den “Standort” der Finanzwissenschaft, die Natur der “Kollektivbedurfnisse” und das Verhaltnis von Finanzwissenschaft und (praktischer) Finanzpolitik. Ein besonders auffalliges Merkmal der steuertheoretischen und steuerpolitischen Literatur ist die immer wieder durchscheinende Erwartung, durch gezielte steuerliche Gestaltungen volkswirtschaftlich gunstige Ansporn- oder Steuereinholungseffekte hervorrufen zu konnen (“steuerliche Rationalitatspolitik”). Prof. Dr. Karl Hauser vermag insoweit keinen tiefen Einschnitt in der damaligen Finanzlehre zu erkennen, als sie – anders als die Wirtschaftstheorie – der historistischen Gedankenwelt stark verhaftet blieb. Dies habe hauptsachlich gelegen an der kameralistischen Tradition der deutschen Finanzwissenschaft, aber auch an ihrer Immunitat gegenuber Methodenfragen, an ihrem spezifischen Erkenntnisobjekt, dem “Vater Staat”, sowie an der Konfrontation mit vielfaltigen, neuartigen finanzpolitischen Problemen, die sich aus dem Ersten Weltkrieg und seinen Folgen (Reparationen, Inflation) ergaben und praktischer Losungen bedurften. Prof. Dr. Karl-Heinz Schmidt zeigt, d Der XIII. Band der “Studien zur Entwicklung der okonomischen Theorie” enthalt die uberarbeiteten Referate, die auf der Tagung des Dogmenhistorischen Ausschusses im Verein fur Socialpolitik vom 5. bis 7. Oktober 1992 in Augsburg gehalten worden sind. Sie befassen sich mit Entwicklungen in der deutschen Finanzwissenschaft zwischen den beiden Weltkriegen. Ihr Ziel ist es, das luckenhafte Bild von der Geschichte der deutschen Wirtschaftswissenschaft nach 1918 zu vervollstandigen. Wahrend die Beitrage von Hauser und Scheer die allgemeinen Entwicklungstendenzen in der deutschen Finanzwissenschaft in der Zwischenkriegszeit herausarbeiten, behandeln die Aufsatze von Backhaus, Schneider und Schmidt spezielle Aspekte. Prof. Dr. Christian Scheer belegt mit seinem Beitrag, dass es heftige Auseinandersetzungen vor allem uber grundsatzliche Fragen gab, wie das “Wesen” und den “Standort” der Finanzwissenschaft, die Natur der “Kollektivbedurfnisse” und das Verhaltnis von Finanzwissenschaft und (praktischer) Finanzpolitik. Ein besonders auffalliges Merkmal der steuertheoretischen und steuerpolitischen Literatur ist die immer wieder durchscheinende Erwartung, durch gezielte steuerliche Gestaltungen volkswirtschaftlich gunstige Ansporn- oder Steuereinholungseffekte hervorrufen zu konnen (“steuerliche Rationalitatspolitik”). Prof. Dr. Karl Hauser vermag insoweit keinen tiefen Einschnitt in der damaligen Finanzlehre zu erkennen, als sie – anders als die Wirtschaftstheorie – der historistischen Gedankenwelt stark verhaftet blieb. Dies habe hauptsachlich gelegen an der kameralistischen Tradition der deutschen Finanzwissenschaft, aber auch an ihrer Immunitat gegenuber Methodenfragen, an ihrem spezifischen Erkenntnisobjekt, dem “Vater Staat”, sowie an der Konfrontation mit vielfaltigen, neuartigen finanzpolitischen Problemen, die sich aus dem Ersten Weltkrieg und seinen Folgen (Reparationen, Inflation) ergaben und praktischer Losungen bedurften. Prof. Dr. Karl-Heinz Schmidt zeigt, d
Der XIII. Band der “Studien zur Entwicklung der okonomischen Theorie” enthalt die uberarbeiteten Referate, die auf der Tagung des Dogmenhistorischen Ausschusses im Verein fur Socialpolitik vom 5. bis 7. Oktober 1992 in Augsburg gehalten worden sind. Sie befassen sich mit Entwicklungen in der deutschen Finanzwissenschaft zwischen den beiden Weltkriegen. Ihr Ziel ist es, das luckenhafte Bild von der Geschichte der deutschen Wirtschaftswissenschaft nach 1918 zu vervollstandigen. Wahrend die Beitrage von Hauser und Scheer die allgemeinen Entwicklungstendenzen in der deutschen Finanzwissenschaft in der Zwischenkriegszeit herausarbeiten, behandeln die Aufsatze von Backhaus, Schneider und Schmidt spezielle Aspekte. Prof. Dr. Christian Scheer belegt mit seinem Beitrag, dass es heftige Auseinandersetzungen vor allem uber grundsatzliche Fragen gab, wie das “Wesen” und den “Standort” der Finanzwissenschaft, die Natur der “Kollektivbedurfnisse” und das Verhaltnis von Finanzwissenschaft und (praktischer) Finanzpolitik. Ein besonders auffalliges Merkmal der steuertheoretischen und steuerpolitischen Literatur ist die immer wieder durchscheinende Erwartung, durch gezielte steuerliche Gestaltungen volkswirtschaftlich gunstige Ansporn- oder Steuereinholungseffekte hervorrufen zu konnen (“steuerliche Rationalitatspolitik”). Prof. Dr. Karl Hauser vermag insoweit keinen tiefen Einschnitt in der damaligen Finanzlehre zu erkennen, als sie – anders als die Wirtschaftstheorie – der historistischen Gedankenwelt stark verhaftet blieb. Dies habe hauptsachlich gelegen an der kameralistischen Tradition der deutschen Finanzwissenschaft, aber auch an ihrer Immunitat gegenuber Methodenfragen, an ihrem spezifischen Erkenntnisobjekt, dem “Vater Staat”, sowie an der Konfrontation mit vielfaltigen, neuartigen finanzpolitischen Problemen, die sich aus dem Ersten Weltkrieg und seinen Folgen (Reparationen, Inflation) ergaben und praktischer Losungen bedurften. Prof. Dr. Karl-Heinz Schmidt zeigt, d Der XIII. Band der “Studien zur Entwicklung der okonomischen Theorie” enthalt die uberarbeiteten Referate, die auf der Tagung des Dogmenhistorischen Ausschusses im Verein fur Socialpolitik vom 5. bis 7. Oktober 1992 in Augsburg gehalten worden sind. Sie befassen sich mit Entwicklungen in der deutschen Finanzwissenschaft zwischen den beiden Weltkriegen. Ihr Ziel ist es, das luckenhafte Bild von der Geschichte der deutschen Wirtschaftswissenschaft nach 1918 zu vervollstandigen. Wahrend die Beitrage von Hauser und Scheer die allgemeinen Entwicklungstendenzen in der deutschen Finanzwissenschaft in der Zwischenkriegszeit herausarbeiten, behandeln die Aufsatze von Backhaus, Schneider und Schmidt spezielle Aspekte. Prof. Dr. Christian Scheer belegt mit seinem Beitrag, dass es heftige Auseinandersetzungen vor allem uber grundsatzliche Fragen gab, wie das “Wesen” und den “Standort” der Finanzwissenschaft, die Natur der “Kollektivbedurfnisse” und das Verhaltnis von Finanzwissenschaft und (praktischer) Finanzpolitik. Ein besonders auffalliges Merkmal der steuertheoretischen und steuerpolitischen Literatur ist die immer wieder durchscheinende Erwartung, durch gezielte steuerliche Gestaltungen volkswirtschaftlich gunstige Ansporn- oder Steuereinholungseffekte hervorrufen zu konnen (“steuerliche Rationalitatspolitik”). Prof. Dr. Karl Hauser vermag insoweit keinen tiefen Einschnitt in der damaligen Finanzlehre zu erkennen, als sie – anders als die Wirtschaftstheorie – der historistischen Gedankenwelt stark verhaftet blieb. Dies habe hauptsachlich gelegen an der kameralistischen Tradition der deutschen Finanzwissenschaft, aber auch an ihrer Immunitat gegenuber Methodenfragen, an ihrem spezifischen Erkenntnisobjekt, dem “Vater Staat”, sowie an der Konfrontation mit vielfaltigen, neuartigen finanzpolitischen Problemen, die sich aus dem Ersten Weltkrieg und seinen Folgen (Reparationen, Inflation) ergaben und praktischer Losungen bedurften. Prof. Dr. Karl-Heinz Schmidt zeigt, d
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