Siedlungsarchäologie im Alpenvorland XV. Die Pfahlbausiedlungen von Sipplingen-Osthafen am Bodensee 1
Befunde und dendrochronologische Untersuchungen
By (author) Irenäus Matuschik By (author) Adalbert Müller By (author) André Billamboz By (author) Oliver Nelle By (author) Renate Ebersbach By (author) Helmut Schlichtherle
Die Fundstelle “Sipplingen-Osthafen” am Nordufer des Uberlinger Sees gehort zu den bedeutendsten prahistorischen Seeufersiedlungen des Bodensees. Seit 2011 ist sie Teil des UNESCO-Welterbes “Prahistorische Pfahlbauten um die Alpen”. Systematische archaologische und naturwissenschaftliche Untersuchungen ermoglichen, ein detailreiches Bild der Entwicklung des Siedlungsareals und seiner Umgebung im Zeitraum von 3900-900 v. Chr. zu entwerfen. Im vorliegenden Band werden die Ergebnisse der taucharchaologischen Untersuchungen und der dendrochronologischen Analysen vorgelegt sowie die Schlussfolgerungen zur Besiedlungsgeschichte und zur Siedlungs- und Hausbauweise diskutiert. In zwei weiteren Banden folgen Funde und weitere naturwissenschaftliche Untersuchungsergebnisse.
Die Fundstelle “Sipplingen-Osthafen” am Nordufer des Uberlinger Sees gehort zu den bedeutendsten prahistorischen Seeufersiedlungen des Bodensees. Seit 2011 ist sie Teil des UNESCO-Welterbes “Prahistorische Pfahlbauten um die Alpen”. Entdeckt wurde das prahistorische Siedlungsareal bereits im Jahre 1864. Durch eine Caissongrabung, die Prof. Dr. Hans Reinerth in den Jahren 1929-30 durchfuhrte, wurde die Fundstelle schon fruh bekannt. Reinerths Grabung in einem ausgepumpten Senkkasten war seinerzeit zwar eine Pionierleistung in der Entwicklung der Grabungsmethode, liess aber aus heutigem Blickwinkel viele wissenschaftliche Fragen offen. In den 1960er und 1970er Jahren wurden Teile des Siedlungsareals durch die Anlage eines Hafens zerstort. Dies gab 1978 den Anlass zu ersten taucharchaologischen Untersuchungen. In den folgenden drei Jahrzehnten gelang es durch systematische Sondagen, Bohrungen und Oberflachenaufnahmen, die Reste von mindestens 21 Siedlungen aus der Zeit zwischen 3900-900 v. Chr. zu dokumentieren. Obwohl kaum grossflachige Grabungen stattfanden, ergaben die gezielten, uber das ganze Siedlungsareal verteilten Schnitte, Bohrungen und systematischen Oberflachenaufnahmen ein detailreiches Bild zur Siedlungsentwicklung uber 3000 Jahre. Archaobiologische, geoarchaologische und dendrookologische Untersuchungen ermoglichten dabei Einblicke in die Wirtschaftsweise, die Ressourcennutzung und den menschlichen Einfluss auf die Umwelt in der Siedlungskammer von Sipplingen im Lauf der Jahrtausende. Im vorliegenden Band werden die Ergebnisse der Grabungen und der dendrochronologischen Analysen vorgelegt sowie die Schlussfolgerungen zur Besiedlungsgeschichte und zur Siedlungs- und Hausbauweise diskutiert. In zwei weiteren Banden folgen Funde und naturwissenschaftliche Untersuchungsergebnisse.
- By (author) Irenäus Matuschik
- By (author) Adalbert Müller
- By (author) André Billamboz
- By (author) Oliver Nelle
- By (author) Renate Ebersbach
- By (author) Helmut Schlichtherle
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