Schülervereine

Selbstverwaltung in den Franckeschen Stiftungen (1843–1945)

By (author) Daniel Watermann

Book cover: Schülervereine

Extent: 326, 332 pages

Publisher: Harrassowitz Verlag

Subjects: German Studies, Recreation: Leisure, Sports, & Travel, Social Sciences 

Series: Hallesche Forschungen

Series volume number: 68

Language: German

Paperback (Published)

(July 2025)

ISBN: 9783447123549

6.1 x 9.06 inches

Price: $80.00

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Schulervereine um 1900 sind in der neueren Forschung bisher kaum in den Blick genommen worden. Dabei entstanden Schulervereine an fast jeder hoheren Schule fur Jungen und auch an den Schulen fur Madchen. Konzeptionell wurden sie zunehmend als Teil einer “Selbstverwaltung” der Schulerinnen und Schuler verstanden. Daniel Watermann widmet sich in seiner Pionierstudie den Schulervereinen als Form jugendlicher Selbstorganisation, die in der bisher vor allem auf die Jugendbewegung konzentrierten Forschungsliteratur keine Beachtung gefunden hat. Ausgehend von einer umfangreichen Darlegung der zeitgenossischen bildungspolitischen und padagogischen Debatten um verbotene Schulerverbindungen und die als positives Gegenmodell verstandenen Schulervereine werden die Vereine der Franckeschen Stiftungen als Fallbeispiele untersucht. In den Stiftungen entstand ein ungemein reichhaltiges Schulervereinswesen – beginnend mit der Grundung des Schulergesangvereins “Loreley” 1843. Fast ein Jahrhundert lang pragten die Vereine den schulischen Alltag erheblich mit. Dabei agierten die Schulervereine zwar im Rahmen begrenzter Spielraume, konnten aber zugleich eine nicht unerhebliche Fulle von Autonomie und Privilegien geltend machen. Watermann beleuchtet die faszinierenden Spannungsfelder, in denen sich die Schulervereine bewegten – zwischen Kontrolle und Autonomie, Disziplinierung und individueller Entfaltung, Nachteilen fur Madchen und Freiraumen fur Jungen sowie einer Existenz mit wechselnden Herausforderungen in drei politischen Systemen.

  • By (author) Daniel Watermann