Schriftsinn und Epochalitat

Zur historischen Pragnanz allegorischer und symbolischer Sinnstiftung

edited by Bernhard Huss and David Nelting

Book cover: Schriftsinn und Epochalitat

Extent: 411 pages

Publisher: Universitätsverlag Winter

Subjects: Literary Studies

Series: Germanisch-Romanische Monatsschrift. Beihefte

Series volume number: 81

Language: German

Hardback (Published)

(March 2017)

ISBN: 9783825367411

6.06 x 9.21 inches

Price: $75.00

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Die Frage nach dem “geistigen Sinn des Wortes” (Ohly) bezeichnet das vielleicht tiefgreifendste hermeneutische Problem, das sich mit dem mittelalterlichen Denken verbindet. ‘Spirituelle’ Bedeutungsebenen von Texten konstituierten sich uber zunachst philosophische und philologische Verfahren, die rhetorischen Rastern unterzogen und vom Christentum neu gedacht und modifiziert wurden. Von Belang waren dabei insbesondere das Symbol als Zeichen einer (meist) ‘urwuchsigen’ Transparenz und die Allegorie als Figur semiotischer Vielschichtigkeit. Deren Implikate ziehen sich indes weit uber das Mittelalter hinaus in die Vormoderne hinein und werden in der Moderne kritisch hinterfragt. Anhand konkreter Fallstudien beleuchtet der vorliegende Band die je epochale Relevanz und historische Spezifitat von Allegorie und Symbol. Die Bandbreite reicht von Autoren wie Alanus ab Insulis uber Frauenlob, Petrarca, Conrad Celtis, Ronsard, Tasso, Marino und Angelus Silesius bis hin zu Baudelaire und Vittorini.

  • Edited by Bernhard Huss
  • Edited by David Nelting