Römische Gladiatorenbilder

Studien zu den Gladiatorenreliefs der späten Republik und der Kaiserzeit aus Italien

By (author) Manuel Flecker

Book cover: Römische Gladiatorenbilder

Extent: 312 pages

Publisher: Dr. Ludwig Reichert Verlag

Subjects: Architecture, Classical Studies, Mediterranean Archaeology

Series: Studien zur antiken Stadt

Language: German

Hardback (Published)

(December 2015)

ISBN: 9783954900978

9.45 x 12.6 inches

Price: $147.00

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The depiction of gladiators and their combats is one of the key topics in the visual theatre of the Roman Imperial period. By examining its iconography and narrative, this study is the first to comprehensively analyse the origin and development of the visual appearance of gladiatorial scenes as well as their function and message in the Late Republic and during the Principate. Employing avenues of socio- and art-historical analysis, the study centres upon the analysis of reliefs that would have been part of funerary structures for municipal officials in Italy. In this function, most of the scenes depicted on these funerary monuments represented specific events in the lives of the individuals concerned and highlighted their role as providers of munera gladiatoria. Other archaeological artefacts such as Roman relief ware, oil lamps and graffiti corroborate the changes in the contemporary visual culture in different contexts, times and spaces as evidenced in the development of gladiatorial imagery.<br/>


Die Darstellung von Gladiatoren und ihren Kampfen gehort zu den zentralen Themen der kaiserzeitlichen Bilderwelt. Durch die Untersuchung von Ikonographie und Erzahlweise geht die vorliegende Studie erstmals umfassend der Entstehung und Entwicklung der Gladiatorenbilder sowie ihren Funktionen und Botschaften in spater Republik und Kaiserzeit nach. Im Zentrum der Arbeit steht dabei die sozialhistorische und kunstgeschichtliche Einordnung von Relieffriesen, die einst die Grabbauten munizipaler Wurdentrager in Italien schmuckten. Als konkrete Erinnerungsbilder verwiesen sie auf die Rolle der Grabinhaber als Veranstalter von munera gladiatoria. Die teilweise monumentale Wiedergabe von Gladiatorenspielen auf den Grabern der editores muneris setzte ganz vereinzelt im spaten 2. Jh. und der 1. Halfte des 1. Jhs. v. Chr. in Mittelitalien ein und hatte ihren Hohepunkt in augusteischer Zeit. Bereits fur die nachaugusteische Zeit zeichnet sich jedoch ein starker Ruckgang der Gladiatorenreliefs ab. Die Bilder sind vor allem in den Regionen Mittel- und Suditaliens zu finden, in denen die Stiftung von Gladiatorenkampfen durch stadtische Magistrate noch ein Novum und damit eine aussergewohnliche Leistung war. Der Vergleich mit anderen liberalitas-Darstellungen erweist daruber hinaus die herausragende Bedeutung der Gladiatorenreliefs und der dahinter stehenden Veranstaltungen in diesem Zeitraum. Wohl gemeinsam mit nicht erhaltenen Tafelbildern, die bereits fur das 2. Jh. v. Chr. literarisch belegt sind, stellen die Grabreliefs das erste bildliche Medium uberhaupt dar, das in grossem Umfang Gladiatorenkampfe zeigt. In diesem Zusammenhang entwickelte sich eine eigene, nahezu ex novo entstandene Bildsprache, die vorbildhaft fur die gesamte Kaiserzeit werden sollte und die in dieser Studie erstmals detailliert nachvollzogen wird. Die treibende Kraft hinter den sich rasch wandelnden Bildkonzepten sind dabei die Grabinhaber in ihrer Rolle als Spielgeber. Der Blick auf weitere Denkmalergattungen wie Reliefkeramik, Bildlampen, Graffiti, aber auch auf Wandmalerei und Mosaik vermag es ferner, gewandelte Darstellungsinteressen in unterschiedlichen Kontexten, Zeiten und Regionen aufzuzeigen. Neben der Analyse unterschiedlicher Erzahlstrategien gilt das Augenmerk daruber hinaus Fragen wie dem Verhaltnis von Bild und Realitat, der Rolle von Gewalt oder dem Verhaltnis von Gladiatur und Eros in den Bildern. Neues Licht auf das Gladiatorenwesen und ihre Ikonographie wirft dabei besonders die Untersuchung der einzelnen armaturae und ihrer Bewaffnung, die in ihrer Bedeutung zwischen Barbarenklischee, existierendem Feindbild, mythischem Heros sowie Kampfstil und besonderen Kampftechniken changieren.

  • By (author) Manuel Flecker

„Diese bemerkenswerte Publikation ist [...] mehr als nur ein Standardwerk zu den spätrepublikanischen und kaiserzeitlichen Gladiatorenreliefs aus Italien: Dank der ausführlichen Analyse dieser Gattung aus unterschiedlichen Perspektiven lassen sich Einblicke in verschiedene soziale und kulturhistorische Phänomene gewinnen, welche die Entstehungsepoche der Reliefs massgeblich geprägt haben.“<br/><br/>Von: Esaù Dozio<br/>In: Museum Helvetica, vol. 74/1, Juni 2017, S. 109.<br/>-----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------<br/>„Flecker’s book is a fundamental work for better understanding gladiatura, due to the many interesting questions that it poses, that make the reader consider gladiatura from many (new) points of view, suggesting unprecedented lines of research. The most important monograph on gladiatura published since 2015. A must read.“<br/><br/>By: Alfonso Manas<br/>In: The International Journal of the History of Sport 2022 1-3, <a target="_blank" href="https://doi.org/10.1080/09523367.2022.2051309">https://doi.org/10.1080/09523367.2022.2051309</a>
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