Okologische Erinnerungsorte des Erhabenen

Erzahlen uber Tschernobyl und Fukushima in Werken von Christa Wolf, Nina Jackle und Alina Bronsky

by Laura Schaper

Book cover: Okologische Erinnerungsorte des Erhabenen

Extent: 142 pages

Publisher: Universitätsverlag Winter

Subjects: Cultural Studies, German Studies, Literary Studies

Series: Beitrage zur neueren Literaturgeschichte

Series volume number: 430

Language: German

Hardback (Published)

(November 2023)

ISBN: 9783825395391

5.28 x 8.27 inches

Price: $56.00

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Christa Wolfs ‘Storfall’ (1987), Nina Jackles ‘Der lange Atem’ (2014), Alina Bronskys ‘Baba Dunjas letzte Liebe’ (2015): Allen drei Texten ist gemein, dass die Autorinnen nicht die Unfalle selbst, sondern deren soziale und kulturelle Auswirkungen auf die Uberlebenden erzahlen. Damit stellen sie eine Besonderheit innerhalb der Literatur uber atomare Unfalle dar, die zumeist eine kritische und selbstreflexive Ebene vermissen lasst. Doch gerade in diesem wesentlichen Aspekt, dem sich diese Arbeit widmet, zeigt sich die Notwendigkeit eines literatur- und kulturwissenschaftlichen Ecocriticism. Gepaart mit dem Konzept des Erhabenen, das auf ganz unterschiedliche Weise vor allem durch Burke, Kant, Adorno und Lyotard gepragt wurde, untersucht die Arbeit, inwiefern Tschernobyl und Fukushima in der deutschen Literatur als okologische Erinnerungsorte verhandelt werden – wie die untersuchten Romane den Diskurs mitgestalten und als lebendige, in die Zukunft weisende Erinnerungstrager fungieren.

  • By (author) Laura Schaper