NS-Verbrecher und Staatssicherheit

Die geheime Vergangenheitspolitik der DDR

By (author) Henry Leide

Book cover: NS-Verbrecher und Staatssicherheit

Extent: 448 pages

Publisher: Vandenhoeck & Ruprecht

Subjects: Twentieth- & Twenty-First- Century History

Series: Analysen und Dokumente

Language: German

Hardback (Out of print)

(September 2007)

ISBN: 9783525350188

6.54 x 9.37 inches

Price: $38.00

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NS-Täter und Stasi – die dunkle Kehrseite des DDR-Antifaschismus.


Bis heute gilt die konsequente Verfolgung von NS-Tätern als »gute Seite« des Ministeriums für Staatssicherheit der DDR. Doch hinter der Fassade des antifaschistischen Musterstaats wurde ein sorgsam verhülltes, doppeltes Spiel gespielt: SED und Staatssicherheit prangerten die Bundesrepublik an und lieferten Fälle für Vorzeigeprozesse, aber zugleich stellten sie Ermittlungen gegen NS-Täter hintan, wenn sie dem Image der DDR zuwiderliefen. Henry Leide analysiert systematisch die Formen dieser Politik: Anwerbungen von früh amnestierten oder nie verurteilten NS-Verbrechern als Informanten und Agenten in Ost und West, mangelhafte Ermittlungen gegen Hunderte belastete DDR-Bürger, vereitelte Strafverfahren gegen angesehene DDR-Ärzte und verweigerte Rechtshilfe für die ausländische Justiz bei gleichzeitiger Monopolisierung vieler Akten durch die Geheimpolizei. In dieser Praxis entpuppt sich der DDR-Antifaschismus als instrumentelles Kampfprogramm in der deutsch-deutschen Systemkonkurrenz.

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