Natural Knowledge and Aristotelianism at Early Modern Protestant Universities
edited by Pietro Daniel Omodeo and Volkhard Wels
Der fruhneuzeitliche Aristotelismus kann als eine dynamische Wissenstradition beschrieben werden, die durch institutionelle und intellektuelle Neukontextualisierungen, durch Tradierung und Transfer standig umgestaltet und transformiert wird, gleichzeitig sich aber weiterhin als ein Wissen versteht, das sich im Wesentlichen aus dem Kanon des aristotelischen Corpus ableitet. Im Mittelpunkt des Sammelbandes steht das Verhaltnis dieses fruhneuzeitlichen Aristotelismus zum neuen, aus Beobachtung und Experiment abgeleiteten Wissen von der Natur, wie es in dem Zeitraum von ca. 1550 bis 1650 in den diesen einzudringen und ihn zu verandern beginnt. Dieses neue Wissen von der Natur umfasst gleichermassen Astrologie, Astronomie, Medizin, Psychologie, (Al-)Chemie, Physik und Biologie, aber auch die Methodologie, das heisst die Logik, Argumentations- und Wissenschaftstheorie in ihrer Anwendung auf das naturphilosophische Wissen. Der Aristotelismus erweist sich dabei keinesfalls als normiertes und unbewegliches System, sondern reagiert etwa auf die Herausforderungen des Paracelsismus oder spater des Cartesianismus, genauso wie er auch schon auf die methodologischen Herausforderungen des Ramismus reagiert hat.
Der fruhneuzeitliche Aristotelismus kann als eine dynamische Wissenstradition beschrieben werden, die durch institutionelle und intellektuelle Neukontextualisierungen, durch Tradierung und Transfer standig umgestaltet und transformiert wird, gleichzeitig sich aber weiterhin als ein Wissen versteht, das sich im Wesentlichen aus dem Kanon des aristotelischen Corpus ableitet. Im Mittelpunkt des Sammelbandes steht das Verhaltnis dieses fruhneuzeitlichen Aristotelismus zum neuen, aus Beobachtung und Experiment abgeleiteten Wissen von der Natur, wie es in dem Zeitraum von ca. 1550 bis 1650 in den diesen einzudringen und ihn zu verandern beginnt. Dieses neue Wissen von der Natur umfasst gleichermassen Astrologie, Astronomie, Medizin, Psychologie, (Al-)Chemie, Physik und Biologie, aber auch die Methodologie, das heisst die Logik, Argumentations- und Wissenschaftstheorie in ihrer Anwendung auf das naturphilosophische Wissen. Der Aristotelismus erweist sich dabei keinesfalls als normiertes und unbewegliches System, sondern reagiert etwa auf die Herausforderungen des Paracelsismus oder spater des Cartesianismus, genauso wie er auch schon auf die methodologischen Herausforderungen des Ramismus reagiert hat.
- Edited by Pietro Daniel Omodeo
- Edited by Volkhard Wels
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