Musse und Kontemplation im ostlichen Monchtum
Eine Studie zu Basilius von Caesarea und Gregor von Nyssa
by Michael Vollstadt
Hardback (Published)
(February 2018)
ISBN: 9783451380679
5.31 x 8.46 inches
Price: $75.00
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Seit Aristoteles erscheint die Verbindung von Musse und Kontemplation als der entscheidende Lebensweg des Philosophen, der darin die Gluckseligkeit finden kann. Dieser Gedankengang wird spater von christlichen Theologen aufgenommen und uberarbeitet. Als paradigmatischer Ort dieses mussevoll-theoretischen Lebenswandels wird dabei nicht selten das Monchtum im Allgemeinen und das Kloster im Besonderen hervorgehoben. Der Autor geht in Band 184 der Freiburger theologischen Studien den Anfangen dieser Entwicklung nach, wobei er sich auf zwei herausragend Denker und Fursprecher der monastischen und mystischen Tradition konzentriert: Basilius von Caesarea und Gregor von Nyssa. Fur eine Analyse der Bedeutung der Schole und Theoria im Kontext des Christentums eignen sich die beiden hier zu untersuchenden Theologen in eminentem Masse. Sie nehmen eine bedeutende historische Stellung ein, insofern beiden fur die Nachwelt eine zentrale Schlusselrolle fur die Ausbildung der Trinitatslehre, aber auch fur die Inkulturation der paganen Bildung in die christliche Theologie zukommt. Daruber hinaus ist Basilius als Vater des koinobitischen Monchtums nicht nur fur die Ost-, sondern auch fur die Westkirche von zentraler Bedeutung. Und Gregor steht nicht erst seit dem erstarkten Interesse der Nouvelle Theologie im Fokus einer mystischen Sichtweise des Christentums. Beiden kommt mithin im politischen, theologischen und monastischen Kontext eine zentrale Position innerhalb der Kirchengeschichte zu, die eine eingehende Untersuchung der beiden Kappadokier fur das Themenfeld Musse und Kontemplation hinreichend rechtfertigt. Mit dem Thema der Musse ist “eines der Fundamente der abendlandischen Kultur” angesprochen, das von der Antike bis hin zur Gegenwart immer wieder neu variiert und untersucht wurde. Speziell in der jungsten Vergangenheit hat die Musse eine Art Revival gefeiert, wobei die Faszination immer noch anhalt und sogar zunimmt. Der Grund dafur ist vor allem in der Arbeit-Freizeit-Forschung zu suchen, der auch die Theologie ihren Tribut zollt. Grundlegend zeigt sich die Aktualitat der Frage nach der Musse ausgehend von einer Beschleunigung und Kapitalisierung der modernen Lebenswelt, in der die Frage nach Musse als einer sinnvollen, aber nicht wieder verzwecklichten Form der Freizeit und Erholung laut wird.
Seit Aristoteles erscheint die Verbindung von Musse und Kontemplation als der entscheidende Lebensweg des Philosophen, der darin die Gluckseligkeit finden kann. Dieser Gedankengang wird spater von christlichen Theologen aufgenommen und uberarbeitet. Als paradigmatischer Ort dieses mussevoll-theoretischen Lebenswandels wird dabei nicht selten das Monchtum im Allgemeinen und das Kloster im Besonderen hervorgehoben. Der Autor geht in Band 184 der Freiburger theologischen Studien den Anfangen dieser Entwicklung nach, wobei er sich auf zwei herausragend Denker und Fursprecher der monastischen und mystischen Tradition konzentriert: Basilius von Caesarea und Gregor von Nyssa. Fur eine Analyse der Bedeutung der Schole und Theoria im Kontext des Christentums eignen sich die beiden hier zu untersuchenden Theologen in eminentem Masse. Sie nehmen eine bedeutende historische Stellung ein, insofern beiden fur die Nachwelt eine zentrale Schlusselrolle fur die Ausbildung der Trinitatslehre, aber auch fur die Inkulturation der paganen Bildung in die christliche Theologie zukommt. Daruber hinaus ist Basilius als Vater des koinobitischen Monchtums nicht nur fur die Ost-, sondern auch fur die Westkirche von zentraler Bedeutung. Und Gregor steht nicht erst seit dem erstarkten Interesse der Nouvelle Theologie im Fokus einer mystischen Sichtweise des Christentums. Beiden kommt mithin im politischen, theologischen und monastischen Kontext eine zentrale Position innerhalb der Kirchengeschichte zu, die eine eingehende Untersuchung der beiden Kappadokier fur das Themenfeld Musse und Kontemplation hinreichend rechtfertigt. Mit dem Thema der Musse ist “eines der Fundamente der abendlandischen Kultur” angesprochen, das von der Antike bis hin zur Gegenwart immer wieder neu variiert und untersucht wurde. Speziell in der jungsten Vergangenheit hat die Musse eine Art Revival gefeiert, wobei die Faszination immer noch anhalt und sogar zunimmt. Der Grund dafur ist vor allem in der Arbeit-Freizeit-Forschung zu suchen, der auch die Theologie ihren Tribut zollt. Grundlegend zeigt sich die Aktualitat der Frage nach der Musse ausgehend von einer Beschleunigung und Kapitalisierung der modernen Lebenswelt, in der die Frage nach Musse als einer sinnvollen, aber nicht wieder verzwecklichten Form der Freizeit und Erholung laut wird.
- By (author) Michael Vollstadt
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