Musker und Phryger
Ein Beitrag zur Geschichte Anatoliens vom 12. bis zum 7. Jahrhundert v. Chr.
By (author) Anne-Maria Wittke
Paperback (Published)
(July 2004)
ISBN: 9783895003851
6.69 x 9.45 inches
Price: $68.00
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This book, a commentary to the TAVO-map B IV 8 „Eastern Mediterranean and Mesopotamia around 700 B. C.“, deals with the solution of the question of the identity and identification of the Muskeans and Phrygians, both people testified in Early Iron Age Anatolia (ca 1200–700 B.C.), and the formation of a Phrygian political unit and therefore with the Early Iron Age history of Anatolia based on written, topographic and archaeological sources.
Das vorliegende Beiheft, das die TAVO-Karte B IV 8 “Ostlicher Mittelmeerraum und Mesopotamien um 700 v. Chr.” kommentiert, befasst sich mit dem Ubergang von der ausgehenden Spatbronze- zur Fruheisenzeit (ca. 1200 bis 700 v. Chr.) in Anatolien und den politischen Entwicklungen dieses Zeitraumes. Im Mittelpunkt steht die Behandlung des historischen, aber auch wissenschaftsgeschichtllichen Problems, ob fur die phrygische Staatenbildung im fruheisenzeitlichen Zentralanatolien die in den altorientalischen Quellen bezeugten Musker von Relevanz waren, zumal diese in der Forschung immer wieder mit den vermutlich altbalkanisch stammigen Phrygern identifiziert wurden. Dies erfolgte uber die Gleichsetzung der schriftlich fur das 8. Jh. v. Chr. uberlieferten Herrscher Mita von Musku und Midas von Phrygien. Durch die fruhe Erwahnung der Musker in assyrischen Quellen des 11. Jh. v. Chr. sah man es vor allem in der alteren, aber auch der jungeren Forschung als gegeben an, dass die Phryger/Musker in Anatolien die Nachfolge des Hethiterreiches antraten und ein weiteres Grossreich schufen. Gegen diese These sprach allerdings das im wesentlichen von Ekrem Akurgal gepragte Paradigma eines ca. vierhundert Jahre langen, fundleeren Kleinasiens.Im Rahmen dieser Fragestellungen kommentiert bzw. relativiert die Abhandlung die1993 erschienene TAVO-Karte B IV 8 “Ostlicher Mittelmeerraum und Mesopotamien um 700 v. Chr.”. Die Genese der phrygischen Staatbildung wird unter dem in der Forschung neu erarbeiteten luwischen Kontext Anatoliens vor und nach dem Zusammenbruch des Hethiterreiches beleuchtet unter Einbeziehung schriftlicher, topographischer und archaologischer Quellen. Um die historische Argumentation stringent halten zu konnen, wurde fur die wichtigsten (Fund-) Orte ein alphabetisch sortierter Katalog angelegt, der neben den in jeweils eigenen Kapiteln behandelten Schriftzeugnissen sowohl zu den Muskern, also im wesentlichen altorientalische – vor allem assyrische – Quellen, als auch zu den Phrygern, also phrygische Inschriften sowie griechische und lateinische literarische Quellen, aufzeigt, auf welcher Materialbasis die Ergebnisse gewonnen wurden. Ein ausfuhrlicher, aufgeschlusselter Gesamtindex erleichtert das Auffinden vornehmlich von Geographika im Text, im Katalog und in den beigegebenen Kartierungen sowie in der TAVO-Karte B IV 8.Das Beiheft B 99 soll fur alle tangierten wissenschaftlichen Disziplinen wie die Altorientalistik, Anatolistik, Historische Geographie oder Alte Geschichte als Handbuch in Bezug auf die bisher nicht einzelbetrachteten Musker dienen. Daruber hinaus bietet es erstmalig die politische Einordnung der anatolischen Staatenwelt in der Fruheisenzeit und erschliesst zudem die Intentionen der bereits erwahnten TAVO-Karte B IV 8.
- By (author) Anne-Maria Wittke
Review - German "In conclusion, Anne-Marie Wittke must be congratulated for collecting, presenting and competently discussing an impressive quantity of materials belonging to a wide variety of different disciplines and reaching an overall, sound reconstructionof the history of specific regions of Asia Minor at the turn of the 2nd to the 1st millennium BC."Von: Marta LucianiIn: Wiener Zeitschrift fur die Kunde des Morgenlandes, Band 104, Wien 2014, S.291-293.--------------------------------------"T
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„In conclusion, Anne-Marie Wittke must be congratulated for collecting, presenting and competently discussing an impressive quantity of materials belonging to a wide variety of different disciplines and reaching an overall, sound reconstruction<br/>of the history of specific regions of Asia Minor at the turn of the 2nd to the 1st millennium BC.“<br/><br/>Von: Marta Luciani<br/><br/>In: Wiener Zeitschrift für die Kunde des Morgenlandes, Band 104, Wien 2014, S.291-293.<br/><br/>--------------------------------------<br/>“The author’s methodology is straightforward: in separate sections for Musku and for Phrygia she presents the relevant passages - Akkadian, Urartian, Hittite, Hieroglyphic Luwian, Phoenician, Greek, Latin, or Hebrew - mostly in the transliteration and translation of the original standard editions of other writers, for philology is not her primary concern. her commentary on these texts focuses on geographic questions, as befits a study produced in conjunction with her preparation of Karte [TAVO] B IV 8 (...). She also discusses the archaeology of central Anatolia, taking into account the recent redating of the destruction layer at Gordion to ca. 830-800. (...)<br/>Wittke’s exegesis of the sources and her reconstruction of historical developments are generally convincing. (...)<br/>A most useful appendix presents a detailed catalogue of central Anatolian geographic names with summaries of the relevant archaeological and textual evidence for the first millenium B.C.E. This book should find a place in the library of anyone interested in the history and culture of Anatolia in this period.”<br/><br/>Gaby Beckmann<br/><br/>In: Journal of the American Oriental Society. 132 (2012) 1. pp. 166-167.<br/><br/>----------------------------------<br/><br/>„Anne-Maria Wittke hat eine ambitionierte und mutige Arbeit geschrieben, die weit über den Tellerrand der Alten Geschichte hinausblickt und so von den Spezialisten der einzelnen Disziplinen, auf die sie sich im Rahmen ihres fächerübergreifenden Projektes gestützt hat, in Einzelheiten leicht kritisiert, ergänzt und korrigiert werden kann - und soll. Damit zeigt sie sich als eine Forscherin von wahrhaft interdisziplinärem Format, der man uneingeschränkt zu ihrer Vision gratulieren darf.“<br/><br/>In: Zeitschrift für Assyriologie und Vorderasiatische Archäologie. 96 (2006). S. 144-149.<br/><br/>----------------------------------<br/><br/>„Die Vfn. hat alle relevanten schriftlichen und archäologischen Quellen zu den Muskern und Phrygern zusammengestellt und den jeweiligen Forschungsstand zu allen Einzelaspekten aufgearbeitet. Sie entwirft daraus ein in sich stimmiges und – abgesehen von der spätbronzezeitlichen Vorgeschichte – überzeugendes Gesamtbild der Entwicklung Zentralanatoliens in den ,Dunklen Jahrhunderten'. Das Ergebnis ist ein grundlegendes und lesenswertes Werk zur Geschichte Anatoliens in der Frühen Eisenzeit.“<br/><br/>In: Orientalistische Literaturzeitung. 101 (2006) 3. S. 296-302.
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Other Titles in this Series
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