Malerei und Installation bei Robert Irwin

Vom Bild-Raum zum Raum-Bild

by Vanessa Hirsch

Book cover: Malerei und Installation bei Robert Irwin

Extent: 400 pages

Publisher: Dietrich Reimer Verlag

Subjects: Art & Art History

Series: Humboldt-Schriften zur Kunst- und Bildgeschichte

Series volume number: 5

Language: German

Paperback (Out of print)

(December 2007)

ISBN: 9783786125471

Price: $57.00

Out of stock

Der amerikanische Kunstler Robert Irwin, geboren 1928, gilt als Schlusselfigur der light and space-Kunst, die in den spaten 1960er Jahren in Kalifornien entstand und deren weitere Vertreter James Turrell und Eric Orr sind. Das Buch prasentiert Irwins Beitrag zur Entwicklung der Installationskunst vor dem zeitgenossischen Hintergrund von Minimal Art bis Konzeptkunst. 1970 gab Irwin die Malerei auf und verkundete den Verzicht auf das Kunstobjekt. Diesem so ikonoklastisch anmutenden Neubeginn zum Trotz ubertrug er die Auseinandersetzung mit der Problematik des Bildraumes in seine Licht-Installationen. Machte er in seinem malerischenWerk dieWahrnehmung von Licht und Raum zum Bildthema, so deklariert er nun Aspekte des Realraumes als Bild, um denselben Themen in verandertem Kontext einen ahnlich intensiven Betrachtungsmodus angedeihen zu lassen. Irwin verwandelt Ausstellungsraume in dreidimensionale, begehbare Bilder und uberwindet damit die ‘asthetische Grenze’ (Michalski) der Bildoberflache. Die Autorin liefert in ihrer Kunstlermonographie erstmals einen Uberblick uber Irwins nahezu unbekannten Gemalde und Lichtobjekte und rekonstruiert die ephemeren und scheinbar materielosen Installationen aus den 1970er Jahren.

  • By (author) Vanessa Hirsch

Vanessa Hirsch schafft mit ihrer Monografie eine sehr gelungene Neuinterpretation des umfassenden und schwierig zu durchdringenden Werkes des "Erfahrungsgestalter[s]" und "Kunstlers "on demand" Robert Irwin. Ihr gelingt es in besonders pragnanter Weise das komplexe Gesamtwerk jenes vielschichtigen Kunstlers in einer konsequent systematischen Lesart zu prasentieren. Der Spagat zwischen der Analyse der Werke eines jeweiligen Schaffenszeitraumes in Verbindung mit der Einordnung in den zeigenossischen Kunstdiskurs und der aktuellen Forschungsliteratur gelingt der Autorin in besonderer Weise, so dass auch einem mit Irwins Werk nicht so vertrauten Leser oder Leserin stets sein Werk, die Analyse und damit verbundene Interpretation nachvollziehbar vor Augen gefuhrt wird. Wer sich zudem fur Raum als analytische Kategorie interessiert, kann bei Vanessa Hirsch besonders uber die Ebene der Wahrnehmung von Bild und Raum viel erfahren.
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