Lutherische »Orthodoxie« als historisches Problem

Leitidee, Konstruktion und Gegenbegriff von Gottfried Arnold bis Ernst Troeltsch

By (author) Christian Volkmar Witt

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Extent: 297 pages

Publisher: Vandenhoeck & Ruprecht

Subjects: Religious Studies

Series: Veroffentlichungen des Instituts fur Europaische Geschichte Mainz

Series volume number: 264

Language: German

Hardback (Published)

(May 2021)

ISBN: 9783525501849

6.3 x 9.25 inches

Price: $99.00

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Die lutherische Orthodoxie behauptet ihren festen Platz in der nachreformatorischen Kirchen- und Theologiegeschichte. Im Gegenuber zu Pietismus und Aufklarung habe es eine historisch erfassbare Grosse namens Orthodoxie gegeben, die – so die Annahme weiter – all das verkorperte, wogegen Pietisten und Aufklarer dann in bester reformatorischer Tradition sowie zunehmend erfolgreich in die Schranken traten. Dieser Antagonismus und der dahinter liegende Entwicklungsteleologismus verdanken sich allerdings nachweislich den positionellen Bindungen und theologiepolitischen Anliegen bis heute wirkmachtiger historiographischer Entwurfe, wie sie nach G. Arnold beispielsweise auch L. T. Spittler, G. J. Planck, K. Hase, F. Chr. Baur, A. Tholuck und schliesslich E. Troeltsch vorgelegt haben. Angesichts dessen wird die Karriere der betreffenden Kategorie als Leitidee, Konstruktion und Gegenbegriff nachgezeichnet und durch Zusammenfuhrung institutionentheoretischer, theologiehistorischer sowie begriffsgeschichtlicher Ansatze analysiert, um ihre historische Belastbarkeit und wissenschaftssprachliche Tauglichkeit zu hinterfragen.

  • By (author) Christian Volkmar Witt