Kameralismus und Merkantilismus.

Studien zur Entwicklung der ökonomischen Theorie XXXIX.

Edited by Volker Caspari

Book cover: Kameralismus und Merkantilismus.

Extent: 201 pages

Publisher: Duncker & Humblot

Subjects: Business & Economics, Social Sciences 

Series: Schriften des Vereins für Socialpolitik

Language: German

Paperback (Published)

(May 2022)

ISBN: 9783428184569

6.18 x 9.17 inches

Price: $145.00

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Der Begriff »Merkantilismus« wird meistens als eine Epoche in der Wirtschaftsgeschichte begriffen und wurde ursprünglich von Adam Smith geprägt, der seine Lehre vom System der natürlichen Freiheit von dem seiner Vorgänger und dem der Physiokratie abheben wollte. Der Kameralismus wird oft als deutsche Version des Merkantilismus bezeichnet, ist aber vornehmlich zunächst als eine eigenständige Lehre an vielen Universitäten in den deutschsprachigen Territorien entstanden, an denen die Beamtenschaft der jeweiligen Landesherren ausgebildet wurden.


Der Ausschuss fur die Geschichte der Wirtschaftswissenschaften hatte sich bereits 1981 mit dem Kameralismus und Merkantilismus beschaftigt. In den folgenden 37 Jahren ist die theoriegeschichtliche Forschung in diesem Feld vorangeschritten und so war es an der Zeit, sich erneut dieser Thematik zuzuwenden. Nicht zuletzt wegen des Aufkeimens merkantilistischer Klange in der amerikanischen Wirtschaftspolitik unter der US-Prasidentschaft von Donald Trump ergaben sich sogar aktuelle Bezuge. Auch Deutschland wurde von verschiedener Seite neomerkantilistische Wirtschaftspolitik vorgeworfen, seit der Auaenhandelsuberschuss auf uber sieben Prozent des BIP angewachsen ist und im Jahr 2016 seinen vorlaufigen Hohepunkt fand. Dem Kameralismus wurde in dieser Tagung besondere Aufmerksamkeit gewidmet, denn ihn gab es im deutschsprachigen Raum als eigenstandige Disziplin an den Universitaten, an denen die Landesherren ihre Beamtenschaft ausbilden liea. Der Merkantilismus war hingegen eine Wortschopfung Adam Smiths, der seine Lehre der naturlichen Freiheit von der der englischsprachigen Vorganger und der Physiokratie abheben wollte.

Peter Spahn: Was war falsch am Merkantilismus?

Birger P. Priddat: Über den Kameralismus als Theorie der Vervollkommnung des Menschen durch Ordnung

Rainer Klump: Von Seckendorff zu Moser: Finanz- und wirtschaftspolitische Herausforderungen und Reformprojekte in Hessen-Darmstadt 1660–1790

Toni Pierenkemper (†): »Friderizianischer Kameralismus« in Preußen 1764–1786

Tetsushi Harada: Justus Mösers wirtschaftliche Ideen und deren Einordnung bei Wilhelm Roscher und in der Geschichte der deutschen Volkswirtschaftslehre

Günther Chaloupek: »Der Mann ohne Vorurteil« – Die Bedeutung von Joseph von Sonnenfels für Wirtschaftspolitik und Wirtschaftswissenschaft

Eduard Braun: Die Rolle des Merkantilismus bei der Trennung von Staat und Gesellschaft in der frühen Neuzeit – Unter besonderer Berücksichtigung von Johann Heinrich Gottlob von Justi

  • Edited by Volker Caspari

»Der vorliegende Band erhebt keinen Anspruch darauf, eine umfassende Darstellung von Merkantilismus und Kameralismus zu liefern. Die Leser erwartet ein ausgezeichneter Überblick über bedeutenden Ausprägungen der beiden Orientierungen, deren historische Kontextualisierung, praktische wie theoretische Fundierung sowie wirtschafts- und rechtspolitische Umsetzung. Der 39. Band der ›Studien zur Entwicklung der ökonomischen Theorie‹ setzt die bemerkenswerte Publikationsreihe des Ausschusses für die Geschichte der Wirtschaftswissenschaften in beeindruckender Weise fort.« Prof. Dr. Heinz D. Kurz, in: Vierteljahrschrift für Sozial- u. Wirtschaftsgeschichte, Bd. 111, 1/2024
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