Jerusalem – Nabel der Welt
Überlieferung und Funktionen von Heiligtumstraditionen im antiken Judentum
by Michael Tilly
Paperback (Published)
(April 2002)
ISBN: 9783170172654
6.34 x 9.49 inches
Price: $41.00
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Jerusalem gilt drei Weltreligionen als heilige Stadt. Die Bezeichnung des irdischen Jerusalem und seines Heiligtums als “Nabel der Welt”, als “Weltmittelpunkt” und als Ort, an dem sich der mythische “Grundungsstein” der Welt befindet, bezeugen die besondere Stellung von Stadt und Tempel. Die vorliegende religionsgeschichtliche Untersuchung bietet eine Sichtung, Ubersetzung, Darstellung und Interpretation der biblischen, fruhjudischen und rabbinischen Texte aus der Zeit von der Zerstorung des salomonischen Tempels (587/586 v.Chr.) bis zur Errichtung des Felsendoms durch die Araber (691 n.Chr.). Die Deutungen des Jerusalemer Heiligtums entfalten bereits fruh ein Eigenleben; im antiken Judentum dienten sie vor allem der Konstruktion und der Formulierung des religiosen, kulturellen und nationalen Selbstbewusstseins. Sie lassen sich zumeist Kreisen zuordnen, die durch ihre Inanspruchnahme der Uberlieferungen zwar ihre religiose oder gesellschaftliche Besonderheit zu markieren trachteten, sich dabei aber keinesfalls als eine randstandige Sondergruppe verstanden, sondern als das wahre Israel.
Jerusalem gilt drei Weltreligionen als heilige Stadt. Die Bezeichnung des irdischen Jerusalem und seines Heiligtums als “Nabel der Welt”, als “Weltmittelpunkt” und als Ort, an dem sich der mythische “Grundungsstein” der Welt befindet, bezeugen die besondere Stellung von Stadt und Tempel. Die vorliegende religionsgeschichtliche Untersuchung bietet eine Sichtung, Ubersetzung, Darstellung und Interpretation der biblischen, fruhjudischen und rabbinischen Texte aus der Zeit von der Zerstorung des salomonischen Tempels (587/586 v.Chr.) bis zur Errichtung des Felsendoms durch die Araber (691 n.Chr.). Die Deutungen des Jerusalemer Heiligtums entfalten bereits fruh ein Eigenleben; im antiken Judentum dienten sie vor allem der Konstruktion und der Formulierung des religiosen, kulturellen und nationalen Selbstbewusstseins. Sie lassen sich zumeist Kreisen zuordnen, die durch ihre Inanspruchnahme der Uberlieferungen zwar ihre religiose oder gesellschaftliche Besonderheit zu markieren trachteten, sich dabei aber keinesfalls als eine randstandige Sondergruppe verstanden, sondern als das wahre Israel.
- By (author) Michael Tilly
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