Im Umfeld des Todes leben
Religiöse Transformation und kirchliche Praxis
by Ulrike Wagner-Rau
Paperback (Published)
(May 2024)
ISBN: 9783170434165
6.1 x 9.17 inches
Price: $38.00
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Die Konfrontation mit der Endlichkeit macht die Menschen religios empfanglich und produktiv. Sie erleben im Umfeld des Todes Bewegendes und Verstorendes, werden in ihrem eingespielten Alltag durch uberraschende Fragen und Handlungsanforderungen unterbrochen. Sie suchen und finden Antworten, die uber das hinausgehen, was man empirisch wissen kann. Der Tod ist ein Thema, bei dem ein religioser Weltzugang in die spannungsvolle Auseinandersetzung mit dem naturwissenschaftlichen Verstandnis der Wirklichkeit eintritt. Religion und Tod gehoren in der Kulturgeschichte des Christentums zusammen. Und auch heute wird das Thema des Todes – so zeigen es die Mitgliedschaftsuntersuchungen der Evangelischen Kirche in Deutschland – sehr haufig mit Religion assoziiert. In der Begegnung mit Sterbenden und Trauernden entscheidet sich also viel fur die Kirchen. Hier zeigt sich, ob ihre Religionspraxis die Menschen anspricht und einen uberzeugenden Resonanzraum fur die vielfaltige, eher unbestimmte Religiositat der Gegenwart anbietet. Das religiose Leben in unserer Gesellschaft transformiert sich. Am radikalen Gestaltwandel der Sterbe- und Trauerkultur in den letzten Jahrzehnten lasst sich das exemplarisch erkennen. Die christlich-religiose Praxis ist nach wie vor ausdrucklich oder oft indirekt pragend. Aber ihre kirchlichen Ausdrucksgestalten und Praktiken finden keinen selbstverstandlichen Anschluss an die subjektive und plurale Religiositat der Gegenwart. Die Autorin stellt den gesellschaftlichen Kontext dieser Entwicklungen dar. Das schafft den Rahmen fur ihre Analyse autobiographischer Sterbe- und Trauerliteratur. Die Lekturen erkunden die subjektiven Erzahlungen uber das Leben im Umfeld des Todes, insbesondere die religiosen und spirituellen Spuren darin. Wie gehen Menschen damit um, wenn sie wissen, dass ihr Tod naht, oder wenn sie einen vertrauten Menschen verloren haben? Welche Praktiken und Vorstellungen tragen sie weiter? Und inwieweit sind diese als religios anzusehen? Was sich im Prozess dieser Erkundungen erschlieat, wird in unterschiedlichen – praxistheoretischen, trauertheoretischen, bildtheoretischen – Perspektiven reflektiert und vertieft. Abschlieaend fokussiert die Autorin die kirchliche Praxis: Welche Haltungen, inhaltlichen Orientierungen und Praxisformen konnen eine produktive Positionierung des kirchlichen Handelns anregen?
Die Konfrontation mit der Endlichkeit macht die Menschen religios empfanglich und produktiv. Sie erleben im Umfeld des Todes Bewegendes und Verstorendes, werden in ihrem eingespielten Alltag durch uberraschende Fragen und Handlungsanforderungen unterbrochen. Sie suchen und finden Antworten, die uber das hinausgehen, was man empirisch wissen kann. Der Tod ist ein Thema, bei dem ein religioser Weltzugang in die spannungsvolle Auseinandersetzung mit dem naturwissenschaftlichen Verstandnis der Wirklichkeit eintritt. Religion und Tod gehoren in der Kulturgeschichte des Christentums zusammen. Und auch heute wird das Thema des Todes – so zeigen es die Mitgliedschaftsuntersuchungen der Evangelischen Kirche in Deutschland – sehr haufig mit Religion assoziiert. In der Begegnung mit Sterbenden und Trauernden entscheidet sich also viel fur die Kirchen. Hier zeigt sich, ob ihre Religionspraxis die Menschen anspricht und einen uberzeugenden Resonanzraum fur die vielfaltige, eher unbestimmte Religiositat der Gegenwart anbietet. Das religiose Leben in unserer Gesellschaft transformiert sich. Am radikalen Gestaltwandel der Sterbe- und Trauerkultur in den letzten Jahrzehnten lasst sich das exemplarisch erkennen. Die christlich-religiose Praxis ist nach wie vor ausdrucklich oder oft indirekt pragend. Aber ihre kirchlichen Ausdrucksgestalten und Praktiken finden keinen selbstverstandlichen Anschluss an die subjektive und plurale Religiositat der Gegenwart. Die Autorin stellt den gesellschaftlichen Kontext dieser Entwicklungen dar. Das schafft den Rahmen fur ihre Analyse autobiographischer Sterbe- und Trauerliteratur. Die Lekturen erkunden die subjektiven Erzahlungen uber das Leben im Umfeld des Todes, insbesondere die religiosen und spirituellen Spuren darin. Wie gehen Menschen damit um, wenn sie wissen, dass ihr Tod naht, oder wenn sie einen vertrauten Menschen verloren haben? Welche Praktiken und Vorstellungen tragen sie weiter? Und inwieweit sind diese als religios anzusehen? Was sich im Prozess dieser Erkundungen erschlieat, wird in unterschiedlichen – praxistheoretischen, trauertheoretischen, bildtheoretischen – Perspektiven reflektiert und vertieft. Abschlieaend fokussiert die Autorin die kirchliche Praxis: Welche Haltungen, inhaltlichen Orientierungen und Praxisformen konnen eine produktive Positionierung des kirchlichen Handelns anregen?
- By (author) Ulrike Wagner-Rau
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