Hellenistische Heiligtümer in Sizilien

Studien zur Sakralarchitektur innerhalb und außerhalb des Reiches König Hierons II.

By (author) Markus Wolf

Book cover: Hellenistische Heiligtümer in Sizilien

Hardback (Published)

(November 2016)

ISBN: 9783954901715

9.65 x 13.39 inches

Price: $117.00

Out of stock

In his new book, Markus Wolf presents the results of his detailed studies of Hellenistic sanctuaries across Sicily, in Tauromenion, Syracuse, Heloros, and Agrigentum. The buildings have been given new architectural surveys and suggestions for reconstruction. In doing so, Wolf associates the Greek-influenced monuments in eastern Sicily with the kingdom of Hiero II, the last of the Greek kingdoms in Sicily. The Italian-Roman podium temple in Agrigentum, meanwhile, is differentiated strongly from the other structures. Following these studies, a comprehensive, comparative section of the book incorporates all the Hellenistic sanctuaries in Sicily into the study. Beyond this, it also draws connections to similar facilities in the Greek homeland and across Asia Minor, rendering a more comprehensive picture of sacral architecture in Hellenistic times. <br/>


English summary: The most recent study by Markus Wolf revolves around new architectural surveys of five Hellenistic sanctuaries in Sicily: the temples of Santa Caterina and San Pancrazio in Tauromenion, the large altar of Hiero II in Syracuse, the sanctuary of Demeter in Heloros, and the so-called Oratorium of Phalaris in Agrigentum. By applying the methods of archaeological building research, Wolf is able to propose new approaches to reconstructing the buildings and suggest new ideas on how they should be classified both chronologically and typologically. The monuments of Tauromenion, Syracuse, and Heloros in eastern Sicily suggest a strong Greek influence and are doubtlessly associated with the personality of the ruler Hiero II and his politics of building. Hiero II constructed a network of new sanctuaries in his capital city of Syracuse and the other cities of his kingdom – the last Greek kingdom in Sicily during the highpoint of the Hellenistic age. The most important building in this respect is the large altar in Syracuse, whose length of 199.45 meters makes it the largest altar of the ancient world. With its offset square to the west, surrounded by halls, in addition to sacrificing oxen it could also be used for larger gatherings. This made the altar into the center of Hiero II’s kingdom. The so-called Oratorium of Phalaris in Agrigentum, in contrast, represents the situation outside of the Greek Kingdom of Hiero II in the other parts of Sicily that were already Roman provinces by this point in time. Here, a podium temple with an open staircase represents a specifically Italian-Roman approach to sacral architecture, influenced by the new Roman politics of building. By taking a comprehensive view, Wolf goes on to incorporate all the other Hellenistic sanctuaries in Sicily into his study. His comparative approach makes it possible to elaborate the varied cultural influences – Greek, Italian-Roman, and Punic – at play in a time during which Sicily found itself in a field of tension between various cultures and populations. From here, the work draws connections to similar facilities in central and southern Italy, in the Greek homeland, and in Asia Minor, in order to render a more comprehensive picture and a new overview of sacral architecture in Hellenistic times. Beyond considering the monuments themselves, the study also lays an important foundation for studying the Hellenistic age from the perspective of other disciplines like classical archaeology or ancient history. German description: Grundlage der jungsten Studie von Markus Wolf sind neue Bauaufnahmen an insgesamt funf hellenistischen Heiligtumern in Sizilien, den Tempeln von S. Caterina und S. Pancrazio in Tauromenion, dem Grossen Altar Hierons II. in Syrakus, dem Demeter-Heiligtum in Heloros und dem sog. Oratorium des Phalaris in Agrigent. Mit den Methoden der archaologischen Bauforschung gelangt Wolf so zu neuen Rekonstruktionsvorschlagen und zu weiterfuhrenden Gedanken der zeitlichen und typologischen Einordnung der Bauten. Die in Ostsizilien gelegenen Monumente von Tauromenion, Syrakus und Heloros zeigen dabei eine starke griechische Pragung und sind zweifellos mit der Herrscherpersonlichkeit Konig Hierons II. und seiner Baupolitik verbunden: Dieser hat seine Hauptstadt Syrakus und die anderen Stadte seines Reiches, dem letzten griechischen Reich in Sizilien in hochhellenistischer Zeit, mit einem Netz von neuen Heiligtumern ausgestattet. Der bedeutendste Bau ist dabei der Grosse Altar in Syrakus, mit 199.45 m Lange der grosste Altar der antiken Welt, der mit seinem westlich vorgelagerten, von Hallen gesaumtem Platz ausser fur das Stieropfer auch fur grossere Versammlungen genutzt werden konnte. Dadurch wurde der Grosse Altar zum Zentrum des Reiches Hierons II. Beim sog. Oratorium des Phalaris in Agrigent hingegen, das die Situation in den ubrigen Teilen Siziliens ausserhalb des griechischen Reiches Hierons II. vertritt, die zu dieser Zeit bereits romische Provinz waren, ist in Gestalt eines Podiumstempels mit Freitreppe eine spezifisch italisch-romische Disposition verwirklicht worden, ein Zeichen der neuen romischen Baupolitik. In einer ubergreifenden Betrachtung konnten schliesslich alle anderen hellenistischen Sakralbauten Siziliens in die Studie einbezogen werden, um mit einem komparatistischen Ansatz die unterschiedlichen kulturellen Einflusse – griechisch, italisch-romisch und punisch – auf die Architektur herauszuarbeiten, in einer Zeit, als Sizilien sich im Spannungsfeld verschiedener Kulturen und Bevolkerungsanteile befand. Daruber hinaus werden in der Arbeit aber auch jeweils Bezuge zu ahnlichen Anlagen in Mittel- und Unteritalien, im griechischen Mutterland und in Kleinasien hergestellt, um so ein umfassendes Bild und eine neue Zusammenschau der sakralen Architektur des Hellenismus zu gewinnen. Uber die Betrachtung der Monumente hinaus bildet die Studie eine wichtige Grundlage fur eine weitere Beschaftigung mit der Epoche des Hellenismus auch aus Sicht anderer Disziplinen der Altertumswissenschaften wie der Klassischen Archaologie oder der Alten Geschichte.

  • By (author) Markus Wolf

„[T]his study will be used for a long time by scholars of Hellenistic Sicily.“<br/><br/>Von: Lorenzo Campagna<br/>In: sehpunkte 18 (2018), Nr. 2 [15.02.2018], URL: <a target="_blank" href="http://www.sehpunkte.de/2018/02/30525html">http://www.sehpunkte.de/2018/02/30525html</a>.<br/>--------------------------------------<br/>„Markus Wolf hat sich das große Verdienst erworben, fünf aus unterschiedlichen Gründen sehr interessante Bauten in adäquater Form vorgestellt zu haben. Die Beschreibungen sind durchweg ausführlich [...]. Die Rekonstruktionen sind fundiert und überzeugen. [...] Die Vorlage der Bauten ist wichitg und gelungen , es ist keine Frage, dass der Band in jede Fachbibliothek gehört.“<br/><br/>Von: Prof. Dr. Torsten Mattern (Universität Trier)<br/>In: Göttinger Forum für Altertumswissenschaft 20 (2017) 1199-1204; <br/><a target="_blank" href="http://gfa.gbv.de/dr,gfa,020,2017,r,27.pdf">http://gfa.gbv.de/dr,gfa,020,2017,r,27.pdf</a>; <br/>DOI: 10.14628/GFA_020_2017_R27<br/><br/>-------------------------------<br/><br/>„Es ist ein grosses Verdienst des Verfassers, durch seine detaillierte Bauuntersuchungen die Grundlagen für weiterführende Diskussionen zur Tempelarchitektur auf Sizilien in hellenistischer und spätrepublikanischer Zeit geliefert zu haben.“<br/><br/>Von Christoph Reus<br/><br/>In: Museum Helveticum 76/1 (2019), S. 118-144<br/><br/>-------------------------------<br/>„Markus Wolf hat sich bereits in zwei monographischen Studien zu den Wohnhäusern und zur Agora von Solunt (publiziert 2003 und 2013 in den Sonderschriften des Deutschen Archäologischen Instituts Rom) und in einer Reihe umfangreicher Aufsätze um die Aufnahme und Vorlage hellenistischer Architektur auf Sizilien und in Unter- und Mittelitalien verdient gemacht. Der hier anzuzeigende Band zu hellenistischen Heiligtümern auf Sizilien fügt diesem eindrucksvollen Œuvre einen weiteren bedeutenden Beitrag hinzu. (...) Es ist tatsächlich heilsam, mehr als hundert Jahre nach Delbrueck ein Werk zu sizilischer Architektur des Hellenismus in der Hand zu halten, das sich durch gewissenhafte Vorlage und Diskussion konkreter Bauwerke beharrlich auf sein kernthema konzentriert und sich nicht im endlosen Mahlstrom der Theoriediskussion, zwischen Skylla und Charybdis der Kulturmodelle, zerreiben lässt.<br/><br/>Von Dominik Maschek<br/><br/>In: GNOMON Kritische Zeitschrift für die gesamte klassische Altertumswissenschaft Bd. 92, Heft 1, S. 66-70