Hans von Gersdorffs »Feldbuch der Wundarznei«

Produktion, Präsentation und Rezeption von Wissen

By (author) Melanie Panse

Book cover: Hans von Gersdorffs »Feldbuch der Wundarznei«

Hardback (Published)

(October 2012)

ISBN: 9783895009075

6.69 x 9.45 inches

Price: $92.00

On back order

PDF (Published)

(January 2012)

ISBN: 9783954908905

Price: $74.00

The doctoral thesis deals with knowledge transmission processes in historical perspective as a contribution to the research of premodern knowledge cultures. The object of research, the “Feldbuch der Wundarznei” (1517) is suitable for a socio-functional analysis not only due to its form, its long-term reception until the 17th century, its thematic range and media hybridity, but also because of the many surviving copies. In comparison to other medical prints of the time it is possible to show how medical information was organized, effectively presented and legitimized. Furthermore analysis of the literary traces found in several copies of the “Feldbuch” gives an insight in what way the recipients read the book and how they used it.


English Summary: The doctoral thesis deals with knowledge transmission processes in historical perspective as a contribution to the research of premodern knowledge cultures. The object of research, the “Feldbuch der Wundarznei” (1517) is suitable for a socio-functional analysis not only due to its form, its long-term reception until the 17th century, its thematic range and media hybridity, but also because of the many surviving copies. In comparison to other medical prints of the time it is possible to show how medical information was organized, effectively presented and legitimized. Furthermore analysis of the literary traces found in several copies of the “Feldbuch” gives an insight in what way the recipients read the book and how they used it. German Description: Das “Feldbuch der Wundarznei” des Wundarztes Hans von Gersdorff (1517) ermoglicht aussergewohnliche Einblicke in die europaische Wissenskultur an der Epochenschwelle zwischen Spatmittelalter und Fruhneuzeit: Seine besondere Form, seine lange Rezeptionsdauer, seine thematische Ausrichtung, seine mediale Hybriditat und seine vielfaltige Uberlieferungsgeschichte geben in geradezu einzigartiger Weise Aufschluss uber die Frage, wie medizinisches Wissen in der Vormoderne organisiert, prasentiert, legitimiert und rezipiert wurde. Die vorliegende Studie analysiert das “Feldbuch” in historisch-vergleichender Perspektive und untersucht die davon ausgehenden Prozesse der Wissensproduktion und -rezeption durch eine methodische Matrix aus wissenssoziologischen, medizingeschichtlichen, linguistischen und buch- und bildwissenschaftlichen Ansatzen.

  • By (author) Melanie Panse

„Das vorliegende Buch, das in der Reihe „Trierer Beiträge zu den Historischen Kulturwissenschaften“ erschien, ist denn auch kein Nachdruck des Originals, sondern eine wissenschaftlich fundierte Studie, die das „Feldbuch“ in historisch-vergleichender Perspektive untersucht. Entsprechend widmet sich die Autorin auch der Frage, wie Wissen in jener Zeit gewonnen, produziert und weitergegeben wurde – das „Feldbuch der Wundarznei“ wird dadurch geradezu zu einem „Vehikel“ für eine Reise in die europäische Wissenskultur an der Epochenschwelle. Interessant ist auch, wer sich das Feldbuch, das lange Zeit als Grundlegendes Werk der europäischen Chirurgie Verwendung fand, anschaffte. Auch dieser Frage widmet sich die Autorin, die darlegen konnte, dass das Werk bis ins 17. Jahrhundert eine breite Leserschaft fand, die selbstverständlich Wundärzte und Gelehrte umfasste, aber auch hochrangige Bürger, Adelige sowie Fürsten.“<br/><br/>Von Heiko P. Wacker<br/><br/>In: <a target="_blank" href="http://www.landsknechte-bretten.de/wissenswertes/buchtipps-2/">http://www.landsknechte-bretten.de/wissenswertes/buchtipps-2/</a>, 04.12.2015.<br/>--------------------------------------<br/>„die Dissertation (überzeugt) durch sprachliche Präzision und genaue Analysen besonders der verschiedenen Rezeptionswege des „Feldbuchs“ im dritten Teil, so dass von ihren Beobachtungen im Kleinen vorsichtige Rückschlüsse auf den medizinischen Buchmarkt möglich sind. Daher kann Panse am Ende Ihres Buches (S.215) mit Recht ihren am Anfang geäußerten Anspruch, mit ihrer Studie zum „Feldbuch“ zu der Erforschung der vormodernen Wissenskultur beizutragen, wieder aufgreifen.“<br/><br/>Von Jana Madlen Schütte<br/><br/>In: sudhoffs Archiv Heft 1 (2013) S.127.<br/>-------------------------------------------------------------------------------------------------------<br/><br/>„Panses Studie stellt einen wertvollen Beitrag zur Erforschung der volksprachlichen medizinischen Wissenskultur, ihrer Präsentation und Rezeption am Übergang vom Mittelalter zur Frühen Neuzeit dar. Der Gefahr, die Besonderheiten des Feldbuchs überzubewerten, begegnet sie mit dem wiederholten Vergleich mit der "Chirurgia" und dem "Rosengarten". Der in volksprachlichen Inkunabeln und Frühdrucken fassbare Horizont medizinischen Wissens um 1500 wird differenziert vorgestellt und seine Präsentation in Text und Bild präzise analysiert. Die umfassenden Rezeptionsspuren deuten darauf hin, dass dieses Werk tatsächlich das Bedürfnis eines aus Fachleuten und Mitgliedern gehobener sozialer Schichten bestehenden Publikums nach solchem Wissen befriedigte. Die angestrebte Einbettung und Historisierung von vormodernem medizinischem Wissen in seinen sozialfunktionalen Kontexten gelingt Panse damit überzeugend.“<br/><br/>Von Maximilian Schuh<br/><br/>In: sehpunkte. Reyensionsorgan fuer Geisteswissenschaftler (<a target="_blank" href="http://www.sehepunkte.de/2013/09/22562.html">http://www.sehepunkte.de/2013/09/22562.html</a>, 25.09.2013, 15:05)<br/>
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