Grossfurst Konstantin Nikolaevic
Der personliche Faktor und die Kultur des Wandels in der russischen Autokratie
by Matthias Stadelmann
Hardback (Published)
(June 2012)
ISBN: 9783447067065
6.65 x 9.49 inches
Price: $117.00
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Grossfurst Konstantin Nikolaevic (1827-1892) war einer der bemerkenswertesten russischen Staatsmanner des 19. Jahrhunderts. Der zweitgeborene Sohn von Kaiser Nikolaj I. begrundete als General-Admiral der russischen Flotte im Marineministerium eine Kultur des Wandels in der St. Petersburger Politik, die dazu fuhrte, dass sein Bruder, Kaiser Aleksandr II., Mitte der 1850er Jahre ein gross angelegtes Reformprogramm initiierte. Konstantin wurde bald unverzichtbar fur die Politik im Reich seines Bruders: Er setzte die epochale Befreiung der Bauern aus der Leibeigenschaft durch und offnete damit den Weg fur weitere Modernisierungen der Autokratie. Als er kaiserlicher Statthalter im russisch beherrschten Polen wurde, verfolgte er die grosse Vision einer Versohnung von Polen mit Russland auf der Grundlage von Respekt und Gesetzlichkeit, eine Vision, die jedoch im Aufstandskrieg von 1863 unterging. Matthias Stadelmanns Studie zur russischen Reformara verknupft die Analyse entscheidender Wirkungsstationen des Grossfursten mit einer Kulturgeschichte des Politischen. Erst uber die biographisch orientierte Betrachtung Konstantin Nikolaevics erschliessen sich grundlegende Strukturen der Petersburger Politik: Reformdiskurse, Kommunikationsmechanismen, Handlungsstrategien und Entscheidungsfaktoren. Daruber hinaus gibt die Studie Einblick in die vielschichtige Personlichkeit des Kaiserbruders, der – aufgeklart und despotisch, kultiviert und schroff – seine Zeitgenossen stets polarisierte, gerade mit dieser Polarisierung aber Potential fur Russlands historischen Wandel schuf. Vom eindrucklichen Beispiel des Grossfursten ausgehend stellt Stadelmann den personlichen Faktor als entscheidendes Moment politischer Gestaltung im Russischen Kaiserreich heraus.
Grossfurst Konstantin Nikolaevic (1827-1892) war einer der bemerkenswertesten russischen Staatsmanner des 19. Jahrhunderts. Der zweitgeborene Sohn von Kaiser Nikolaj I. begrundete als General-Admiral der russischen Flotte im Marineministerium eine Kultur des Wandels in der St. Petersburger Politik, die dazu fuhrte, dass sein Bruder, Kaiser Aleksandr II., Mitte der 1850er Jahre ein gross angelegtes Reformprogramm initiierte. Konstantin wurde bald unverzichtbar fur die Politik im Reich seines Bruders: Er setzte die epochale Befreiung der Bauern aus der Leibeigenschaft durch und offnete damit den Weg fur weitere Modernisierungen der Autokratie. Als er kaiserlicher Statthalter im russisch beherrschten Polen wurde, verfolgte er die grosse Vision einer Versohnung von Polen mit Russland auf der Grundlage von Respekt und Gesetzlichkeit, eine Vision, die jedoch im Aufstandskrieg von 1863 unterging. Matthias Stadelmanns Studie zur russischen Reformara verknupft die Analyse entscheidender Wirkungsstationen des Grossfursten mit einer Kulturgeschichte des Politischen. Erst uber die biographisch orientierte Betrachtung Konstantin Nikolaevics erschliessen sich grundlegende Strukturen der Petersburger Politik: Reformdiskurse, Kommunikationsmechanismen, Handlungsstrategien und Entscheidungsfaktoren. Daruber hinaus gibt die Studie Einblick in die vielschichtige Personlichkeit des Kaiserbruders, der – aufgeklart und despotisch, kultiviert und schroff – seine Zeitgenossen stets polarisierte, gerade mit dieser Polarisierung aber Potential fur Russlands historischen Wandel schuf. Vom eindrucklichen Beispiel des Grossfursten ausgehend stellt Stadelmann den personlichen Faktor als entscheidendes Moment politischer Gestaltung im Russischen Kaiserreich heraus.
- By (author) Matthias Stadelmann
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