Gretha Jünger und die Sache selbst.
Ein Porträt mit Carl Schmitt.
By (author) Ingeborg Villinger
Paperback (Published)
(June 2022)
ISBN: 9783428186259
5.31 x 8.31 inches
Price: $44.00
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Das Verhältnis zwischen Carl Schmitt und Ernst Jünger wurde durch Gretha Jünger beeinflusst. Vor 1945 prägten die Spannungen in dieser Triade Schmitts Verhältnis zum NS-System, danach speisten sie sich aus tieferen Schichten. Sie veränderten die triadische Relation, da Gretha Jünger mit ihrer Sicht der Dinge Carl Schmitt näherstand als ihr Ehemann. Dass Carl Schmitt 1953 abrupt den Kontakt zu ihr abbrach, ist ein schillerndes Kapitel, das hier erstmals vollständig präsentiert wird.
Das Verhaltnis zwischen Carl Schmitt und Ernst Junger wurde uber eine jahrzehntelange, politisch wechselvolle Wegstrecke durch die Akteurin Gretha Junger beeinflusst, wie die Nahaufnahme dieser ausgepragt triadischen Konstellation zeigt. Dabei entfachten vor 1945 vorwiegend politische Versuchungen im Verhaltnis zum Nationalsozialismus intensiven Spannungen in der Sache selbst – sei es im umkampften Verhaltnis von Recht und Politik oder im Rahmen des institutionellen Gefuges, was nicht ohne Wirkung auf die Lage der privaten Bezuge blieb. Nach 1945 wurden die spannungsgeladenen Unstimmigkeiten nicht gegenstandslos, sondern drangen in tiefere, grundsatzlichere Schichten vor und provozierten zugleich eine neue Anordnung des triadischen Bezugssystems, da Gretha Junger mit ihrer Sicht der Dinge Carl Schmitt vielfach deutlich naher stand als ihr(em) Ehemann. Dass dennoch Carl Schmitt 1953 abrupt den Kontakt zu ihr – und nicht mit Ernst Junger – abbrach, ist ein anderes, durchaus schillerndes Kapitel asymmetrischer Machtdynamik der Geschlechter, deren Ablaufe hier erstmals vollstandig prasentiert werden.
Gretha von Jeinsen – Herkunft und Prägungen
Gretha und Ernst Jünger – Von Hannover nach Leipzig (1922–1925)
Berliner Annäherung I: Ernst Jünger und Carl Schmitt (1930–1933)
Berliner Annäherung II: Gretha Jünger und Carl Schmitt (1930–1933)
Goslar und Überlingen: Carl Schmitts Patenschaft und »die Sache selbst« (1934–1936)
Gretha und die Klippenrunden in Berlin: Schmitts Exitstrategie des »Oberförsters« (1939 f.)
Pariser Morbidezza, Bomben in Kirchhorst, Ernstels Fall und Schmitts Advice (1940–1945)
Ende des Krieges, Schmitts Internierung und Gretha Jüngers Attitüde (1945–1947)
Ravensburg und Goslar: Trennung, Auszug, Krisen-Triade und »die Sache selbst« (1948–1950)
Duschka und Carl Schmitt: Tod und Ende einer Freundschaft (1950–1953)
Epilog: Wer ihn infrage stellt, ist sein Feind. (1953)
Eventum, Personenregister
Ingeborg Villinger studied political science and literature, history and comparative literature at the Universities of Freiburg and Siegen, then she edits Carl Schmitt’s estate. After her doctorate on Carl Schmitt and her habilitation on Ernst Cassirer, she was professor for political science at the University of Freiburg until 2009. Among other publications, she is the editor of the correspondence between Gretha Jünger and Carl Schmitt and published the biography »Gretha Jünger. The Invisible Woman« with Klett-Cotta in 2021.
- By (author) Ingeborg Villinger
»Das Buch bietet eine sehr lesenswerte und anregende, dicht aus Quellen gearbeitete Darstellung, die für alle von Interesse ist, die sich mit Carl Schmitt, Gretha und/oder Ernst Jünger beschäftigen (möchten). Das konzentrierte Buch ist lehrreich und stellt eine gelungene Fortsetzung der wichtigen Reihe der Carl-Schmitt-Vorlesungen dar.« Till Kinzel, in: Informationsmittel für Bibliotheken, 22-3
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