Gilden im mittelalterlichen Skandinavien
By (author) Christoph Anz
Hardback (Published)
(November 1997)
ISBN: 9783525354544
6.57 x 9.69 inches
Price: $87.00
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Die Gilde war eine Form der Gruppenbildung, die alle Bereiche des menschlichen Lebens umfaßte, ein »totales Phänomen« also. In Skandinavien sind Gilden seit dem 12. Jahrhundert nachweisbar. Sie haben demnach keine germanischen Ursprünge, sondern sind Phänomene der christlich geprägten Gesellschaft. Christoph Anz untersucht die Gilden in Dänemark, Norwegen und Schweden von ihren Anfängen bis zur Reformation.Die Mitglieder der Gilden verfolgten mit dieser Form der Gruppenbildung ihre individuellen Ziele. Es waren also nicht die »Gemeinschaften«, die handelten. Das zeigt diese breit angelegte Untersuchung skandinavischer Gilden, in deren Mittelpunkt die religiösen Inhalte und das selbst gesetzte Recht dieser Schwureinungen stehen. Zwischen den Gilden der drei nordeuropäischen Länder gab es nur minimale Unterschiede. Die Gilden trugen zur Herstellung stabiler gesellschaftlicher Verhältnisse und zur Ausbreitung des Christentums bei. Auch deshalb hatten die kirchlichen und weltlichen Obrigkeiten ein positives Verhältnis zu den Gilden. Das war einer der wenigen Unterschiede zu den kontinentalen Gilden, die sich sonst zumeist in einer vergleichbaren Situation befanden. Die Idee der »freien Einung« war auch in den drei nordeuropäischen Ländern wirksam. Skandinavien war also schon im Mittelalter ein Teil des europäischen Kulturraums.
- By (author) Christoph Anz
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