Ethik des Selbstbewußtseins.
Der Andere in der idealistischen Grundlegung der Philosophie: Kant, Fichte, Schelling, Hegel.
By (author) Georg Römpp
Paperback (Published)
(June 1999)
ISBN: 9783428096916
6.18 x 9.17 inches
Price: $131.00
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In dem vorliegenden Buch wird auf den Anfang einer Ethik des Selbstbewußtseins im zentralen Gedankengang der idealistischen Philosophie aufmerksam zu machen gesucht: für die Kantische Philosophie mit Hilfe systematischer Überlegungen und bei Fichte, Schelling und Hegel anhand ausgewählter Texte. In dieser Ethik ist das Desiderat einer Wahrung der Eigenheit des Anderen erfüllt, indem sie als integraler Bestandteil einer Strukturexplikation des Selbstbewußtseins in der Aufklärung der Verständlichkeit der Welt für uns mit ethischen Konzepten entwickelt wird.
Das Bewußtsein von sich selbst enthält eine Unbestimmtheit in sich, die allein durch die ethische Beziehung zum Anderen so strukturiert zu denken ist, daß das Selbstbewußtsein weder seine interne Differenz verliert, noch in eine Beziehung extern bestimmter Relata transformiert wird. Das Ethische und das Sollen werden damit nicht als Phänomene in der Welt aufgenommen, sondern aus jener Bestimmungslosigkeit des Selbstbewußtseins entwickelt, aus der verständliche Bestimmtheiten der Welt auszuarbeiten sich die idealistische Philosophie zur genuinen Aufgabe gemacht hatte.
Indem die idealistische Subjektphilosophie die Untrennbarkeit ihres tragenden Gedankens eines bewußten Selbstverhältnisses von seiner Explikation in ethischen Konzepten denkt, nimmt die Subjektivität auf der Grundlage des Selbstbewußtseins eo ipso den Status ethischer Verpflichtetheit an. In dieser ethischen Beziehung wird der Andere in einer Bestimmtheit anerkannt, die er sich nur selbst geben kann, so daß sie seine Selbstexplikation bleibt. Das Eigene des Anderen kommt deshalb im Innersten des als Selbstbewußtsein gedachten Subjekts in Gestalt der ethischen Verantwortlichkeit vor der und für die Freiheit des Anderen zur Geltung.
Die idealistische Subjektphilosophie denkt das absolut Andere also bereits an ihrem Anfang in der keiner exogenen Bestimmtheit zugänglichen Selbstbestimmtheit des Selbstbewußtseins. Ein Bewußtsein des Anderen läßt sich demnach direkt im Zentrum der Philosophie des Selbstbewußtseins entdecken: als Ethik, die allein die Struktur des Selbstbewußtseins in seiner Identität und Differenz verständlich machen kann.
- By (author) Georg Römpp
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