Eifriger als Zwingli.

Die frĂ¼he Täuferbewegung in der Schweiz.

By (author) Andrea StrĂ¼bind

Book cover: Eifriger als Zwingli.

Extent: 621 pages

Publisher: Duncker & Humblot

Subjects: Religious Studies

Language: German

Hardback (Published)

(March 2022)

ISBN: 9783428185849

6.18 x 9.17 inches

Price: $174.00

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In der Fruhphase der Schweizer Reformation entstand das Taufertum als eine radikalreformerische religiose Bewegung. Andrea Strubind stellt in ihrer Habilitation theologische Lehrbildung, Tragerkreise sowie die fuhrenden Protagonisten in ihrem Verhaltnis zu Zwingli und anderen Reformatoren vor. Die detaillierte Untersuchung der Hauptschriften der fruhen Taufer und anderer tauferischer Quellen sowie des Aktenmaterials fuhrt zu neuen Erkenntnissen uber diese fruhreformatorische Bewegung. Das Taufertum zeichnet sich durch die hohe Bedeutung der Selbstorganisation als Lern- und Lebensgemeinschaft aus. In freien Bibelkreisen entwickelte sich ein Selbstbewuatsein, das auf ein eigenstandiges Urteilsvermogen in Lehrfragen pochte. Es wurde die Gleichberechtigung der Glaubenden, einen an der Bibel gewonnenen rituellen Reduktionismus und eine spirituelle Erlebnisfrommigkeit propagiert und praktiziert. Aus diesem Grund lautete ein spater verbreitetes Urteil uber die Taufer, sie seien eifriger als Zwingli. Ausgangspunkt der Darstellung ist der methodologische Paradigmenwechsel innerhalb der Geschichtswissenschaft und dessen bedeutsame Auswirkungen auf die Tauferforschung. Strubind vertritt hier einen integrativen Forschungsansatz, der die Bedeutung theologischer Motivationen mit den Ergebnissen der gesellschaftsgeschichtlichen Forschung sachgemaa verbindet.

Einleitung

1. Der Stand der Täuferforschung

2. Die Methodologiediskussion in der gegenwärtigen Historiographie – dargestellt am Beispiel der Täuferforschung

3. Peter Blickles Konzeption der »Gemeindereformation«

4. Die Vorgeschichte des Schweizer Täufertums

5. Die Kontaktaufnahme der Prototäufer mit anderen radikalen Reformatoren

6. Die Auseinandersetzung um die Tauffrage im Herbst und Winter 1524

7. Die FrĂ¼hphase des Schweizer Täufertums

8. Die Entwicklung in Zollikon (Januar bis März 1525)

9. Die zweite Täuferdisputation (März 1525)

10. Die Entwicklung der Täuferbewegung in ZĂ¼rich und Umgebung (1525-1527)

11. Die frĂ¼he Täuferbewegung in St. Gallen und Appenzell

12. Das Schleitheimer Bekenntnis

13. Ertrag

Quellen- und Literaturverzeichnis

Personen- und Ortsregister

1982–89 Studium der Evangelischen Theologie, Geschichte und Judaistik in Berlin und Jerusalem (Hebräische Universität); 1990 Promotion zum Dr. theol. an der Kirchlichen Hochschule Berlin; 1999 Habilitation und Ernennung zur Privatdozentin fĂ¼r Kirchengeschichte an der Theologischen Fakultät der Ruprecht-Karls-Universität in Heidelberg; seit April 2006 Professorin fĂ¼r Kirchengeschichte am Institut fĂ¼r Evangelische Theologie und Religionspädagogik an der Carl-von-Ossietzky Universität Oldenburg; seit 2006 Vorsitzende der Interkulturellen JĂ¼dischen Studien an der Carl-von-Ossietzky Universität; 2007 Schriftleiterin sowie ab 2012 geschäftsfĂ¼hrende Herausgeberin der internationalen Fachzeitschrift »Kirchliche Zeitgeschichte/Contemporary Church History« (KZG/CCH): Mitglied im Deutschen Ă–kumenischen Studienausschuss (DĂ–STA).

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