Die Inschriften der Stadt Halberstadt
By (author) Hans Fuhrmann
Hardback (Published)
(December 2014)
ISBN: 9783895009662
7.48 x 10.67 inches
Price: $122.00
In stock
Dieser Band versammelt in 323 Katalognummern die Inschriften der Stadt Halberstadt bis in das Jahr 1650. Er komplettiert die bereits erschienenen Inschriften (DI 75) und ernthalt noch acht Nachtrage zu diesen. Am Anfang der stadtischen Inschriften steht als Einzelstuck ein bleiernes Beschworungstafelchen von 1142, das die Mischung von christlichen und germanisch-paganen Elementen in jener Zeit demonstriert. In grosserer Anzahl setzen die Inschriften dann ab dem 13. Jahrhundet ein. Die altesten davon zieren hervorragende Kunstwerke, wie die stuckierten Chorschranken der Liebfrauenkirche und die Wandmalereien ihrer Obergaben aus der ersten Halfte des 13. Jahrhunderts. Aus dem 14. und 15. Jahrhundert stammen Inschriften an aussergewohnlichen Elfenbein- und Alabasterarbeiten. Die Glockeninschriften der Gelaute von drei Stiftskirchen der Stadt sowie einer Ordenskirche, der Stadtpfarrkirche und einer Kapelle vervollstandigen die Inschriften an Gussarbeiten, wie sie Taufbecken, Lichtkronen und ein Standleuchter darstellen. Weitere Ausstellungstucke, seien es Altarretabel, Kanzeln oder liturgisches Gerat, tragen aussagekraftige Inschriften zu Stiftern und Glaubensvorstellungen. Zwei Gruppen treten unter den Inschriftentragern durch Ihre Anzahl besonders hervor. Dies sind zunachst die Inschriften des Totengedenkens, davon 56 fur Geistliche und 35 fur Laien. Die altesten erhaltenen bzw. uberlieferten Grabdenkmale stammen aus dem letzen Drittel des 14. Jahrhunderts. Aus dem 15. und 16. Jahrhundert sind vor allem diejenigen von Geistlichen uberliefert, insbesondere der Dom- uns Stiftsherren, die ab der Mitte des 16. Jahrhunderts auch als Rate der evangelischen Administratoren des Bistums fungierten. Gegen Ende jenes Jahrhunderts treten noch die Denkmaler fur stadtische Prediger hinzu. In beiden Entwicklungen zeigen sich die Umbruche der Reformationszeit. Grabdenkmale fur Adelige und Burgerliche haufen sich besonders seit dem 17. Jahrhundet; meist tragen sie Inschriften in deutscher Sprache. Ubertroffen wird die Anzahl der Inschriften des Totengedenkens nur noch von den 95 Hausinschriften, die sich ursprunglich in Halberstadt befanden. Ihre Trager reichen von der reprasentativen bischoflichen Residenz, dem Petershof, uber die Domherrenkurien auf dem Domplatz und das Rathaus bis zu Burgerhausern in Fachwerkarchitektur. Dabei verdeutlicht vor allem dieser Bestand die verheerenden Zerstorungen des zweiten Weltkrieges – nur noch 27 Hausinschriften sind im Originalzustand erhalten. Der im vorliegenden Band enthaltene Inschriftenbestand dokumentiert das Leben in einer mittelalterlichen Bischofsstadt seit dem 12. Jahrhundert. Dabei findet sich ab dem 15. Jahrhundert eine grosse Vielfalt an Inschriftentragern, die zahlreiche Facetten der spatmittelalterlichen und fruhneuzeitlichen Stadt Halberstadt offenbaren.
Dieser Band versammelt in 323 Katalognummern die Inschriften der Stadt Halberstadt bis in das Jahr 1650. Er komplettiert die bereits erschienenen Inschriften (DI 75) und ernthalt noch acht Nachtrage zu diesen. Am Anfang der stadtischen Inschriften steht als Einzelstuck ein bleiernes Beschworungstafelchen von 1142, das die Mischung von christlichen und germanisch-paganen Elementen in jener Zeit demonstriert. In grosserer Anzahl setzen die Inschriften dann ab dem 13. Jahrhundet ein. Die altesten davon zieren hervorragende Kunstwerke, wie die stuckierten Chorschranken der Liebfrauenkirche und die Wandmalereien ihrer Obergaben aus der ersten Halfte des 13. Jahrhunderts. Aus dem 14. und 15. Jahrhundert stammen Inschriften an aussergewohnlichen Elfenbein- und Alabasterarbeiten. Die Glockeninschriften der Gelaute von drei Stiftskirchen der Stadt sowie einer Ordenskirche, der Stadtpfarrkirche und einer Kapelle vervollstandigen die Inschriften an Gussarbeiten, wie sie Taufbecken, Lichtkronen und ein Standleuchter darstellen. Weitere Ausstellungstucke, seien es Altarretabel, Kanzeln oder liturgisches Gerat, tragen aussagekraftige Inschriften zu Stiftern und Glaubensvorstellungen. Zwei Gruppen treten unter den Inschriftentragern durch Ihre Anzahl besonders hervor. Dies sind zunachst die Inschriften des Totengedenkens, davon 56 fur Geistliche und 35 fur Laien. Die altesten erhaltenen bzw. uberlieferten Grabdenkmale stammen aus dem letzen Drittel des 14. Jahrhunderts. Aus dem 15. und 16. Jahrhundert sind vor allem diejenigen von Geistlichen uberliefert, insbesondere der Dom- uns Stiftsherren, die ab der Mitte des 16. Jahrhunderts auch als Rate der evangelischen Administratoren des Bistums fungierten. Gegen Ende jenes Jahrhunderts treten noch die Denkmaler fur stadtische Prediger hinzu. In beiden Entwicklungen zeigen sich die Umbruche der Reformationszeit. Grabdenkmale fur Adelige und Burgerliche haufen sich besonders seit dem 17. Jahrhundet; meist tragen sie Inschriften in deutscher Sprache. Ubertroffen wird die Anzahl der Inschriften des Totengedenkens nur noch von den 95 Hausinschriften, die sich ursprunglich in Halberstadt befanden. Ihre Trager reichen von der reprasentativen bischoflichen Residenz, dem Petershof, uber die Domherrenkurien auf dem Domplatz und das Rathaus bis zu Burgerhausern in Fachwerkarchitektur. Dabei verdeutlicht vor allem dieser Bestand die verheerenden Zerstorungen des zweiten Weltkrieges – nur noch 27 Hausinschriften sind im Originalzustand erhalten. Der im vorliegenden Band enthaltene Inschriftenbestand dokumentiert das Leben in einer mittelalterlichen Bischofsstadt seit dem 12. Jahrhundert. Dabei findet sich ab dem 15. Jahrhundert eine grosse Vielfalt an Inschriftentragern, die zahlreiche Facetten der spatmittelalterlichen und fruhneuzeitlichen Stadt Halberstadt offenbaren.
- By (author) Hans Fuhrmann
Other Titles in this Series
Mainzer Inschriften. Die Inschriften des Mainzer Doms und des Dom- und Diözesanmuseums 800-1626. Heft.1-4 im Schuber
Die Inschriften der Stadt Darmstadt und der Landkreise Darmstadt-Dieburg und Groß-Gerau
Volume 49, 6
Die Inschriften des Landkreises Schwäbisch Hall II
Altkreis Schwäbisch Hall und Limpurger Land
Volume 112
Die Inschriften der Lüneburger Klöster
Ebstorf, Isenhagen, Lüne, Medingen, Walsrode, Wienhausen
Volume 76
Similar Books
«Solazoxa festa, stradolze e stracomplia»
Festschrift für Raymund Wilhelm zum 65. Geburtstag mit Beiträgen zu Diskurstraditionen und mittelalterlicher Philologie
Volume 249
A Collaborative Tapestry in Honour of Shirley Ann Brown / Une fresque brodée en l’honneur de Shirley Ann Brown
The Bayeux Tapestry Seen by her Colleagues and Friends / La Tapisserie de Bayeux vue par ses collègues et amis
Behind the Scenes of Medieval Roofs
An Overview of the Roofing Systems of Italian Churches
Volume 90
Cahiers de recherches médiévales et humanistes – Journal of Medieval and Humanistic Studies
Volume 51
Innovation and Medieval Communities
The Circulation of Ideas and Practices in and out of the Town (1200-1500)
Volume 63
John Dunstaple Reading Boethius
John Dunstaple’s Annotations to Boethius’s “De institutione musica” in the Manuscript Oxford, Corpus Christi College Library, MS 118
Medieval Debates on Foreknowledge: Future Contingents, Prophecy, and Divination
Acts of the XXVII Annual Colloquium of the SIEPM, Trento 12-15 September 2023
Volume 31
Medieval Yeghegis, Armenia
History, Archaeology, Society. Local Multiplicities and Global Connections of a Rural Centre on the Silk Road(s)
Nicholas of Lyra’s Commentaries on the Gospels of Matthew and Luke
Franciscan Exegesis in a Time of Crisis
Power and Women in Southeast and Central Europe in Late Medieval and Early Modern Period (1300-1600)
Volume 10
The Anglo-Norman Bible’s Books of Kings, a Critical Edition
(BL Royal 1 C III, fols 234r-274v)
Volume 37
