Der Ullstein Verlag und der Stummfilm

Die Uco-Film GmbH als Ausdruck einer innovativen Partnerschaft

by Bernard Schuler

Book cover: Der Ullstein Verlag und der Stummfilm

Extent: 344 pages

Publisher: Harrassowitz Verlag

Subjects: Communications, Film, & Media Studies

Series: Mainzer Studien zur Buchwissenschaft

Series volume number: 23

Language: German

Hardback (Published)

(August 2013)

ISBN: 9783447069533

Price: $77.00

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Terms such as ‘media convergence’ and ‘cross-media’ describe procedures that are now not only on everybody’s lips but have long since found their way into everyday culture. A shift in media culture of this nature is always initiated by technological progress. Printing, film and the Internet are for example inventions that have greatly influenced their own and future periods. Bernd Schuler uses the example of the Ullstein Verlag in order to examine how the advent of film had an impact on the long-established medium of the book. Given that until now Ullstein’s own film production company Uco has rarely been the subject of academic research, Schuler aims to close this gap by analyzing previously undiscovered sources as well as contemporary newspapers and magazines. With his portrayal of Uco’s activities, he also makes an important contribution to German film history. German text.


Begriffe wie Medienkonvergenz und Crossmedia beschreiben Prozesse, die heute nicht nur in aller Munde sind, sondern langst den Weg in die Alltagskultur gefunden haben. Ein solcher Medienwandel wird immer durch technologische Fortschritte initiiert, so sind beispielsweise Buchdruck, Film und Internet Erfindungen, die ihre und die nachfolgenden Zeiten stark gepragt haben. Am Beispiel des Ullstein Verlags untersucht Bernd Schuler, inwiefern sich das Aufkommen des Films auf das seit langem etablierte Medium Buch ausgewirkt hat. Als der noch junge Film in den Zwanziger Jahren immer mehr Zuschauer fand, bot der ursprunglich nur auf Zeitungen spezialisierte Verlag die Fortsetzungstexte seines auflagenstarksten Wochenblatts sowohl als Buch als auch als Film an. Um die Kontrolle uber alle Produktionsschritte zu behalten und rechtliche Problemen zu vermeiden, wurde ausserdem die eigene Filmproduktionsfirma Uco gegrundet, die die Adaption der Texte im Sinne Ullsteins garantierte. In Kooperation mit der Ufa und unter Federfuhrung des Produzenten Erich Pommer erlaubte diese pionierhafte Vermarktungsstrategie dem Hause Ullstein eine aussergewohnliche Dominanz im Mediengeflecht der Weimarer Republik. Obwohl aus ihr mit Dr. Mabuse, der Spieler und Phantom zwei Klassiker der deutschen Stummfilmzeit entstanden sind, an denen Fritz Lang und Friedrich Wilhelm Murnau massgeblich beteiligt waren, hat die Uco bisher in der wissenschaftlichen Literatur kaum Beachtung gefunden. Um diese Lucke zu schliessen, wertet Schuler bisher unbekannte Quellen sowie zeitgenossische Zeitungen und Zeitschriften aus und leistet mit seiner Darstellung der Arbeit der Uco nicht zuletzt einen wichtigen Beitrag zur deutschen Filmgeschichte.

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