Das Dipylon

By (author) Gottfried Gruben (†) By (author) Klaus Müller Edited by Jutta Stroszeck

Book cover: Das Dipylon

Extent: 284 pages

Publisher: Dr. Ludwig Reichert Verlag

Subjects: Classical Studies, Mediterranean Archaeology

Series: Kerameikos

Language: German

Hardback (Published)

(November 2018)

ISBN: 9783954903061

9.33 x 13.19 inches

Price: $165.00

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The Dipylon was the largest and most impressive gate of the ancient fortification of the city of Athens. The investigation is based on an exhaustive analysis of the architectural remains of the gate. It also refers to indications from the building activities in the surrounding area (a marble fountainhouse, moats, canal systems, stratigraphy, spoliae) and from literary sources. The investigation results in a detailed reconstruction of the different phases of the gate and their alterations. The extensive descriptions and discussions in the text are visualised by a great number of plans and demonstrative drawings. <br/>


Das Thriasische Tor – im Lauf der Zeit wurde hierfur die Bezeichnung Dipylon gebrauchlich – war uber sieben Jahrhunderte lang die grosste Toranlage der Athener Stadtbefestigung. Es sicherte die Passage des Dromos, der Strassenanlage zwischen Agora und Akademie durch den Befestigungsring und bildete an dieser prominenten Stelle den reprasentativen Rahmen fur diverse Feierlichkeiten der Stadt. Das vorliegende Werk beruht im Wesentlichen auf den Untersuchungen der Dipylon-Ruine und ihres Areals in den 1960er Jahren. Diese brachten die seit 1872 einsetzenden Freilegungen des Tors zum Abschluss, konnten aber erst jetzt auf der Grundlage der bestehenden Manuskripte von Gottfried Gruben publiziert werden. Die Arbeiten stellen angesichts stark reduzierter baulicher und stratigraphischer Befunde eine Meisterleistung der Bauforschung dar, wobei Befundreste verschiedenster Kategorien (literarische Quellen, Strassenschichten, Grabenfullungen, Kanale, Vorwerke, Brunnenanlagen, Baubefunde, Spolien) berucksichtigt und in die Argumentationen mit einbezogen wurden. Durch systematische Dokumentation, Analysen, Diskussion und die gegenseitigen Abstimmungen ihrer Aussagenkraft fuhrten sie zu uberraschend weitreichenden und durchwegs plausiblen Resultaten. Die Toranlage kann in den wesentlichen Phasen ihres Bestehens – der Grundungsanlage aus der Zeit unmittelbar nach den Perserkriegen, den sukzessiven Umbauten im Lauf des 4. Jahrhunderts und den Erganzungen der romischen Zeit – als geklart gelten. Der reiche und ausfuhrliche Text wird durch eine grosse Fulle von Plandarstellungen (Grundrisse, Gebaude- und Gelandeschnitte, Detailzeichnungen) erganzt, die die Befunde in ihrer Komplexitat anschaulich vor Augen fuhren und es dem Leser erleichtern, die Interpretationen und Diskussionen kritisch nachzuvollziehen.

  • By (author) Gottfried Gruben (†)
  • By (author) Klaus Müller
  • Edited by Jutta Stroszeck

„In dem besprochenen Band wird das Dipylon, eines der Haupttore der athenischen Stadtbefestigung im Kerameikos, erstmals umfassend vorgelegt. Der Publikation geht eine Forschungsgeschichte von annähernd anderthalb Jahrhunderten voran. Die Grabungen begannen 1872 unter Leitung von Stefanos Koumanoudis und wurden mit Unterbrechungen bis 1934 fortgesetzt. Teile der Dokumentation der letzten Grabungsphase der dreißiger Jahre gingen im Zweiten Weltkrieg verloren. In den Jahren 1960 bis 1972 widmete sich Gottfried Gruben diesem Befund mit einer minutiösen Bauaufnahme sowie neuen Sondagen, welche die Bestimmung der Bauabfolge, Phasentrennung und Datierung ermöglichten. Gruben hat das Manuskript in wesentlichen Teilen verfasst, jedoch bis zu seinem Tode 2003 nicht fertiggestellt. Noch 2002 übertrug er die Unterlagen an<br/>seinen Schüler Klaus Müller, der das Manuskript zügig fertigstellte und 2006 an die Redaktion des Deutschen<br/>Archäologischen Instituts zur Publikation übergab. Es dauerte noch einmal zwölf Jahre, bis der Band 2018 schließlich erschien. (...) Das vorgelegte Werk mag, um mit den Verfassern zu sprechen, »als warnendes Beispiel dienen gegen die<br/>Trennung von Ausgrabung und wissenschaftlicher Bearbeitung und gegen die Verschleppung der Publikation« (S. 147). Umso mehr ist das Verdienst Klaus Müllers hervorzuheben, der dieses Jahrhundertwerk zu seiner glücklichen Vollendung begleitete. Es bietet eine überaus solide Grundlage für die künftige wissenschaftliche Forschung insbesondere zu den klassischen bis frühhellenistischen Befestigungen in Athen und der griechischen Welt.<br/><br/>Von Winfried Held<br/>In: Bonner Jahrbuch Bd. 220 (2020), S. 430-432
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