Brahms gewidmet
Ein Beitrag zu Systematik und Funktion der Widmung in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts
By (author) Andrea Hammes
Hardback (Published)
(August 2015)
ISBN: 9783847104377
6.34 x 9.33 inches
Price: $113.00
In stock
Andrea Hammes widmet sich in diesem Band Widmungstexten, mit denen Kompositionen Brahms zugeeignet wurden, und tragt damit zur Erforschung sowohl des Phanomens der Widmung als auch der Brahms-Rezeption bei.
English summary: This volume provides an extensive survey on a topic which has been largely neglected by musicological research until now. The study analyses possible implications of a dedication of musical scores, which composers used as a sophisticated approach to manipulate the reception of their work. Furthermore the phenomenon of dedication is put into context with social and musical life during the second half of the 19th century, taking into account current academic research on Johannes Brahms, as well. Between 1853 and 1902 Brahms received almost 100 dedications of musical scores from renowned friends (such as Robert and Clara Schumann or Joseph Joachim) as well as from composers unknown today who hoped to benefit from the radiance of their prominent dedicatee. Biographical studies retrace the relations between the dedicators and Brahms to describe and explain the different ways a dedication was used to contact a prominent contemporary and respectively extend the personal and professional network. Analytical observations of selected works trace features of a specific Brahms reception in the dedicated musical scores and complete the study. German description: Etwa 100 Werke wurden Johannes Brahms von 1853-1902 zugeeignet, darunter Kompositionen von beruhmten Zeitgenossen wie Robert und Clara Schumann oder Max Bruch. Die Zueignung hatte im Kontext der zweiten Halfte des 19. Jahrhunderts grosse ideelle Bedeutung und konnte unterschiedlichste Motivationen haben: Ist einerseits die freundschaftliche Geste, der Ausdruck der Verehrung oder der Dankbarkeit entscheidend, konnen andererseits auch strategische Uberlegungen z. B. zur Netzwerkerweiterung oder zur Forderung der eigenen Karriere zugrunde liegen. Die sich bereits im Widmungstext andeutenden Verbindungen zum Widmungsadressaten spiegeln sich – auf verschiedenen Reflexionsebenen – auch im Notentext: Dieser wird damit zum Zeugnis der Brahms-Rezeption der komponierenden Zeitgenossen.
Dr. Andrea Hammes ist seit 2010 Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Brahms-Institut an der Musikhochschule Lubeck.
- By (author) Andrea Hammes
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