Ausgegraben!

Schweizer Archaologen erforschen die griechische Stadt Eretria. Eine Ausstellung der Schweizerischen Archaologischen Schule in Griechenland in Zusammenarbeit mit dem Antikenmuseum Basel und Sammlung Ludwig.

edited by Ella van der Meijden Zanoni

Image coming soon

Extent: 317 pages

Publisher: Schwabe Verlagsgruppe AG

Subjects: World Archaeology

Language: German

Paperback (Published)

(September 2010)

ISBN: 9783796526701

Price: $54.00

On back order

Eine reich bebilderte und umfassende Dokumentation der antiken Stadt Eretria auf der Insel Euboa Eretria war eine der grossen Stadte des antiken Griechenland. Zahlreiche Monumente und Kunstwerke zeugen noch heute von ihrer bedeutenden Vergangenheit. 1964 haben Archaologen aus der Schweiz die Erforschung der antiken Stadt, die vor uber einem Jahrhundert begonnen hatte, in enger Zusammenarbeit mit den zustandigen griechischen Behorden aufgenommen. Zum ersten Mal sollen nun die bisherigen Ergebnisse in der Schweiz prasentiert werden: Die Ausstellung lasst anhand von etwa 500 Ausgrabungsfunden eine bluhende griechische Stadt wieder aufleben. Eretria war von Anfang an ein wichtiger Knotenpunkt zwischen Ost und West. Die Stadt liegt am ostlichen Ufer des Golfes von Euboa gegenuber von Attika. Von diesem zentralen Punkt in der Agais brachen eretrische Abenteurer ab dem 8. Jh. v. Chr. auf, um das gesamte Mittelmeer zu durchkreuzen. Obschon Eretria zur Zeit der Perserkriege um 490 v. Chr. und unter der athenischen Herrschaft im 5. Jh. gelitten hatte, erlebte die Stadt in den folgenden Jahrhunderten eine neue Blutezeit, die sich bis in die romische Kaiserzeit fortsetzte. Erst im 6. Jh. n. Chr. wird der Ort vollstandig verlassen. Die Stadt der Lebenden stellt anschaulich die verschiedenen Bereiche des Lebens in einer antiken griechischen Stadt vor. Anhand der Wohnhauser der eretrischen Aristokratie wird das Privatleben thematisiert. Im Gegensatz zu den Privathausern, die nach aussen geschlossen sind, offnen sich die offentlichen Gebaude auf grosse Platze. Die Agora, die Saulenhallen, das Theater, die Palastren und das Gymnasion bieten den Einwohnern genugend Raum, um sich zu treffen, uber Politik und Kultur zu debattieren und Neuigkeiten auszutauschen. Die Stadt der Gotter zeigt, welche Gotter man in Eretria verehrte. Im Zentrum Eretrias befand sich das Heiligtum des Apollon Daphnephoros (= des Lorbeertragers). Der Stadtgott Apollon teilte sich mit seiner Zwillingsschwester Artemis die Vorrangstellung im eretrischen Pantheon. Daneben hatten aber auch andere Gotter ihren Platz: Athena auf der Akropolis, Demeter und Kore an deren Abhangen und Dionysos beim Theater. Die Stadt der Toten geht auf die Jenseitsvorstellungen und auf die Bestattungsbrauche der damaligen Menschen ein. Die oberirdischen Monumente sind seit langem verschwunden. Die eigentlichen Graber in der Tiefe der Erde mit den sterblichen Uberresten und den Grabbeigaben blieben indes intakt. Sie lehren uns viel uber die Gesellschaft Eretrias und uber das Verhaltnis der Menschen zum Tod.

  • Edited by Ella van der Meijden Zanoni