Aufgeklarter Protestantismus
by Ulrich Barth
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(May 2004)
ISBN: 9783161483219
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Aufgeklarter Protestantismus ist weniger eine Konfession als eine Denkungsart. Anders formuliert: Kirchliche Parteiungen unterscheiden sich prima facie durch Riten und Dogmen, nachhaltiger jedoch pragen die darin involvierten Religionsstile und deren kulturelle Ausformungen. Der Protestantismus hat in seiner knapp 500-jahrigen Geschichte mehrere Stadien durchlaufen, die zwar erheblich voneinander divergieren, aber durch den Ruckbezug auf die gemeinsamen Anfange dennoch ein Kontinuum bilden. Auch der moderne Protestantismus lebt vom Erbe der Reformation – selbst dort, wo es zu seinem Programm gehort, Absichten und Wirkungen der Reformation zu unterscheiden, sie gegeneinander abzuwagen und das diagnostizierte Verhaltnis fur die eigene Konzeption konstruktiv fruchtbar zu machen.Ulrich Barth sammelt in diesem Band Studien aus den vergangenen zwolf Jahren, in denen er sich mit der theologiegeschichtlichen Wirkung der Reformation befasst.
Einleitung Erster Teil: Luther Die Entdeckung der Subjektivitat des Glaubens. Luthers Buss-, Schrift- und Gnadenverstandnis - Die Geburt religioser Autonomie. Luthers Ablassthesen von 1517 - Die Dialektik des Offenbarungsgedankens. Luthers Theologia crucis - Das gebrochene Verhaltnis zur Reformation. Bemerkungen zur Luther-Deutung Albrecht Ritschls Zweiter Teil: Stationen der Umformung des kirchlichen Protestantismus Pietismus als religiose Kulturidee. Speners und Franckes Ethos der Bekehrung - Die hermeneutische Krise des altprotestantischen Schriftprinzips. Francke, Baumgarten, Semler - Mundige Religion / Selbstdenkendes Christentum. Deismus und Neologie in wissenssoziologischer Perspektive - Asthetisierung der Religion / Sakralisierung der Kunst. Wackenroders Konzept von der Kunstandacht Dritter Teil: Schleiermacher Die Religionstheorie der 'Reden'. Schleiermachers theologisches Modernisierungsprogramm - Das Individualitatskonzept der 'Monologen'. Schleiermachers ethischer Beitrag zur Romantik - Die subjektivitatstheoretischen Pramissen der 'Glaubenslehre'. Eine Replik auf K. Cramers Schleiermacher-Studie - Das Letztbegrundungsdenken der 'Dialektik'. Schleiermachers Fassung des transzendentalen Gedankens Schluss Gedanken zur Zukunft des Protestantismus
Ulrich Barth, Geboren 1945; Studium der Kirchenmusik, Theologie und Philosophie in Karlsruhe, Heidelberg und Gottingen; 1982 Promotion; 1990 Habilitation; seit 1993 Inhaber des Lehrstuhls fur Systematische Theologie und Religionsphilosophie in Halle/Wittenberg.
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