Armut in Entwicklungsländern.
Edited by Hans-Bernd Schäfer
Paperback (Published)
(November 1994)
ISBN: 9783428080793
6.18 x 9.17 inches
Price: $131.00
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Die Autoren dieses Buches, Entwicklungsokonomen und fuhrende Praktiker der Entwicklungspolitik, befassen sich mit grundlegenden und aktuellen Problemen der Armut in Entwicklungslandern. Zwanzig Prozent der Weltbevolkerung lebt heute in absoluter Armut und davon ein grosser Anteil weit unterhalb der Armutsschwelle. Die Autoren behandeln Ausmass, Entwicklung, Ursachen und Wirkungen der Armut in Entwicklungslandern. Sie befassen sich ausserdem mit der Rolle der Wirtschafts- und Sozialpolitik, insbesondere aber auch der internationalen Entwicklungspolitik bei der Bekampfung der Armut. Armut bedeutet nicht nur niedriges Einkommen, sondern auch geringen Bildungsstand, wenig Moglichkeiten zur Kommunikation, soziale Deklassierung, haufige Erkrankung und kurze Lebenserwartung. Wegen der Vielschichtigkeit von Armut ist es schwierig, ihr Ausmass genau zu bestimmen. Die im Buch dargestellten Messkonzepte reichen von dem wenig aussagefahigen und sogar irrefuhrenden “headcount” bis zu komplexen Indikatoren mit hohem Informationsgehalt fur Offentlichkeit und armutsbekampfende Behorden. Wie immer Armut begrifflich gefasst wird, es scheint, wie aus dem umfangreichen empirischen Material des Buches hervorgeht, sicher zu sein, dass sie in den letzten zwanzig Jahren zugenommen hat. Verscharfte Armut tritt auch in Entwicklungslandern mit befriedigendem Wirtschaftswachstum auf. Armut ist nicht in erster Linie auf niedrige Produktivitat zuruckzufuhren, sondern wie von den Autoren gezeigt wird, auf ein Bundel von Faktoren, die Einkommensmoglichkeiten und Partizipation an staatlichen Leistungen im allgemeinen und offentlichen Gutern im besonderen unter Mindestschranken drucken. Wenn Armut auch bei relativ hohem Pro-Kopf-Einkommen auftreten kann, bedeutet dies nicht, dass wirtschaftspolitische Massnahmen fur die Bekampfung der Armut ungeeignet seien. Armutsbekampfung kann sich sowohl wirtschafts- und ordnungspolitischer Mittel bedienen als auch direkter Transferleistungen. Auch die Wirtschaftspolitik der Industriestaaten kann zur Armutsbekampfung beitragen, indem sie ihren Protektionismus gegenuber Importen aus Entwicklungslandern reduziert und abrupte Veranderungen der Finanz- und Geldpolitik vermeiden hilft, die in Entwicklungslandern deutlich erkennbare Auswirkungen auf die Armutsgruppen zur Folge gehabt haben. Aber auch Entwicklungshilfe kann einen Beitrag leisten, sei es direkt, sei es indirekt, indem Mittelabflusse an Eigenanstrengungen der Empfangerlander bei der Armutsbekampfung geknupft werden.
Die Autoren dieses Buches, Entwicklungsokonomen und fuhrende Praktiker der Entwicklungspolitik, befassen sich mit grundlegenden und aktuellen Problemen der Armut in Entwicklungslandern. Zwanzig Prozent der Weltbevolkerung lebt heute in absoluter Armut und davon ein grosser Anteil weit unterhalb der Armutsschwelle. Die Autoren behandeln Ausmass, Entwicklung, Ursachen und Wirkungen der Armut in Entwicklungslandern. Sie befassen sich ausserdem mit der Rolle der Wirtschafts- und Sozialpolitik, insbesondere aber auch der internationalen Entwicklungspolitik bei der Bekampfung der Armut. Armut bedeutet nicht nur niedriges Einkommen, sondern auch geringen Bildungsstand, wenig Moglichkeiten zur Kommunikation, soziale Deklassierung, haufige Erkrankung und kurze Lebenserwartung. Wegen der Vielschichtigkeit von Armut ist es schwierig, ihr Ausmass genau zu bestimmen. Die im Buch dargestellten Messkonzepte reichen von dem wenig aussagefahigen und sogar irrefuhrenden “headcount” bis zu komplexen Indikatoren mit hohem Informationsgehalt fur Offentlichkeit und armutsbekampfende Behorden. Wie immer Armut begrifflich gefasst wird, es scheint, wie aus dem umfangreichen empirischen Material des Buches hervorgeht, sicher zu sein, dass sie in den letzten zwanzig Jahren zugenommen hat. Verscharfte Armut tritt auch in Entwicklungslandern mit befriedigendem Wirtschaftswachstum auf. Armut ist nicht in erster Linie auf niedrige Produktivitat zuruckzufuhren, sondern wie von den Autoren gezeigt wird, auf ein Bundel von Faktoren, die Einkommensmoglichkeiten und Partizipation an staatlichen Leistungen im allgemeinen und offentlichen Gutern im besonderen unter Mindestschranken drucken. Wenn Armut auch bei relativ hohem Pro-Kopf-Einkommen auftreten kann, bedeutet dies nicht, dass wirtschaftspolitische Massnahmen fur die Bekampfung der Armut ungeeignet seien. Armutsbekampfung kann sich sowohl wirtschafts- und ordnungspolitischer Mittel bedienen als auch direkter Transferleistungen. Auch die Wirtschaftspolitik der Industriestaaten kann zur Armutsbekampfung beitragen, indem sie ihren Protektionismus gegenuber Importen aus Entwicklungslandern reduziert und abrupte Veranderungen der Finanz- und Geldpolitik vermeiden hilft, die in Entwicklungslandern deutlich erkennbare Auswirkungen auf die Armutsgruppen zur Folge gehabt haben. Aber auch Entwicklungshilfe kann einen Beitrag leisten, sei es direkt, sei es indirekt, indem Mittelabflusse an Eigenanstrengungen der Empfangerlander bei der Armutsbekampfung geknupft werden.
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