Anwaltsrhetorik in den Simpson-Prozessen

By (author) Faras Mirhoseiny

Book cover: Anwaltsrhetorik in den Simpson-Prozessen

Extent: 243 pages

Publisher: Duncker & Humblot

Subjects: American Studies, Law, Philosophy

Series: Sprache und Medialität des Rechts / Language and Media of Law

Series volume number: 9

Language: German

Paperback (Published)

(August 2025)

ISBN: 9783428195299

6.18 x 9.17 inches

Price: $116.00

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O.J. Simpson wird 1995 offentlichkeitswirksam vom Vorwurf freigesprochen, seine Ex-Frau Nicole Brown und ihren Bekannten Ron Goldman ermordet zu haben. Zwei Jahre spater verurteilt ihn ein Zivilgericht trotz nahezu identischer Beweislage zur Zahlung von USD 33,5 Millionen Schadensersatz. Die Arbeit untersucht beide Prozesse aus anwaltsrhetorischer Perspektive und zeigt mogliche Faktoren fur die unterschiedlichen Prozessausgange auf.


English summary: Legal Rhetoric in the Simpson Trials: In 1995, O.J. Simpson was acquitted of murdering his ex-wife Nicole Brown and her friend Ron Goldman in the highly publicized trial of the century. Just two years later, a civil court ordered him to pay USD 33.5 million in damages, despite the evidence being largely the same. This thesis analyzes the rhetorical means used in both trials and examines the factors behind their contrasting outcomes, moving beyond conventional wisdom of perceived guilt and the so-called race card. German description: Der Name O.J. Simpson steht in den 70er-Jahren fur wuchtigen American Football, in den 80er-Jahren fur eine aufstrebende Hollywood-Karriere, in den 90er-Jahren fur einen Jahrhundertprozess – und heute fur einen vermeintlichen Justizirrtum. 1995 wird Simpson vom Vorwurf freigesprochen, Nicole Brown und Ron Goldman ermordet zu haben. Zwei Jahre spater verurteilt ihn ein Zivilgericht trotz nahezu identischer Beweislage zur Zahlung von USD 33,5 Millionen Schadensersatz. Die Arbeit untersucht beide Prozesse aus anwaltsrhetorischer Perspektive. In Anerkennung eines moglichen Hindsight Bias werden daruber hinaus funf Faktoren aufgezeigt, die auch fernab von einer vermeintlichen Justizwillkur zum unterschiedlichen Ausgang beigetragen haben konnen: die Zusammensetzung der Geschworenengruppe, ein neues Beweismass, neue Rhetoren, ein moglicherweise voreingenommener Richter sowie einige wenige neue Argumente. Eine Frage bleibt dagegen offen: War er’s – oder war er’s nicht?

A. Vorgeschichte

B. Einleitung
Erkenntnisinteresse der Arbeit Rhetorisches Kalkül im Anwaltsberuf – Klassische Rhetorik als Anknüpfungspunkt der Analyse – Verhaltensökonomik als Erklärungsmodell menschlicher Entscheidungsfindung

C. Anwaltsrhetorik in den Simpson-Prozessen
Strafprozess – Zivilprozess – Ceteris Paribus Analyse

D. Nachgang
Vergebliche Anfechtung des Zivilurteils – Vollstreckung des Zivilurteils – State of Nevada v. Orenthal James Simpson

E. Anlagen
Zeugen der Staatsanwaltschaft im strafprozessualen Hauptverfahren – Zeugen der Verteidigung im strafprozessualen Hauptverfahren - Zeugen der Kläger im zivilprozessualen Hauptverfahren – Zeugen des Beklagten im zivilprozessualen Hauptverfahren – Argumentspezifische Zeugenübersicht – Kartendarstellung der wesentlichen Schauplätze

  • By (author) Faras Mirhoseiny

»›Anwaltsrhetorik in den Simpson-Prozessen‹ ist weit mehr als eine Fallanalyse. Es ist eine tiefgehende Untersuchung des Einflusses anwaltlicher Sprache auf das Recht, ein eindrucksvolles Lehrstück über die Macht der Rhetorik - und letztlich ein Plädoyer für ein vertieftes Verständnis juristischer Kommunikation als zentrales Element der Rechtswirklichkeit. Mirhoseiny hat mit dieser Arbeit einen bedeutsamen wissenschaftlichen Beitrag vorgelegt, der sowohl im rechtswissenschaftlichen Diskurs als auch in der Rhetorikforschung nachhaltige Beachtung verdienen wird.« Andreas Raffeiner, in: Journal der Juristischen Zeitgeschichte, 2/2026
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