Antike Wurzeln bei Iannis Xenakis

By (author) Marie Louise Herzfeld-Schild

Book cover: Antike Wurzeln bei Iannis Xenakis

Extent: 221 pages

Publisher: Franz Steiner Verlag

Subjects: Music & Performing Arts

Series: Archiv fur Musikwissenschaft - Beihefte

Language: German

Hardback (Published)

(January 2014)

ISBN: 9783515106580

6.69 x 9.49 inches

Price: $81.00

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Die griechische Antike spielt im kulturellen Leben auch des 20. Jahrhunderts eine bedeutende Rolle – so im Schaffen des griechisch-franzosischen Komponisten Iannis Xenakis (1921-2001), der gerne auch als “Grieche im falschen Jahrtausend” bezeichnet wird. Tatsachlich berief Xenakis sich in seinen theoretischen Schriften und Interviews regelmassig auf antike Denker wie den Musiktheoretiker Aristoxenos von Tarent, die vorsokratischen Philosophen Parmenides und Heraklit oder die Schule der Pythagoreer. Einerseits gab er damit seinen Kompositionsansatzen eine intellektuell gepragte Rechtfertigung und Farbung, andererseits half ihm die Berufung auf die Antike bei seiner durch das Exil bedingten Identitatssuche. Erstmalig wird in diesem Band Xenakis’ Antikenrezeption in seinen Schriften, Interviews und ausgewahlten Kompositionen kategorisiert und durch grundliche Uberprufung kritisch beleuchtet. Die Auseinandersetzung mit Quellen und Rezeptionslinien spielt dabei ebenso eine Rolle wie die Analyse von Xenakis’ Selbst- und Aussenwahrnehmung, die auch Fragen nach Autobiographie und deren Narration sowie Imagekonstruktion thematisiert.

Marie Louise Herzfeld-Schild, geb. 1981, Studium der Schulmusik, Musikwissenschaft, Philosophie und Rechtswissenschaft an der Hochschule fur Musik Detmold, der Universitat Heidelberg und der Yale University. 2002 Magistra Artium an der Universitat Heidelberg mit einer Arbeit zu seriellen Techniken bei Milton Babbitt. 2009-2013 Promotionsstipendiatin der Studienstiftung des deutschen Volkes. 2009-2011 Mitarbeit am Exzellenzclusters “Languages of Emotion” an der Freien Universitat Berlin. 2013 Promotion an der Freie Universitat Berlin mit einer Arbeit uber antike Wurzeln bei Iannis Xenakis. Seit 2013 Postdoc-Stipendiatin in der Forschungsgruppe “Gefuhlte Gemeinschaften? Emotionen im Musikleben Europas” am Max-Planck-Institut fur Bildungsforschung, Berlin, mit einem Projekt uber die Rolle der Emotionen in der Kirchenmusik im 19. Jahrhundert. Forschungsschwerpunkte: Musik(-theorie und -asthetik) der Antike, des 19. und 20. Jahrhunderts; Schnittstellen von Musik, Philosophie und Mathematik; Musik und Emotion.

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