Aktualisierte Sprache

Schweigen im Zeichen des Eingedenkens bei Paul Celan

By (author) Meret Eliezer Series edited by Alfred Bodenheimer Series edited by Ulrike Gehring Series edited by Stefanie Mahrer Series edited by Jacques Picard Series edited by Monica Rüthers Series edited by Sebastian Schirrmeister Series edited by Kim Wünschmann

Book cover: Aktualisierte Sprache

Extent: 218 pages

Publisher: Böhlau Verlag Köln

Subjects: French Studies, Jewish Studies, Literary Studies

Language: German

Hardback (Published)

(December 2024)

ISBN: 9783412531195

6.3 x 9.25 inches

Price: $69.00

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Das negativistische und vieldimensionale Sprachphanomen “Schweigen” ist in der Celan-Forschung naturgemass ausserst divergent kommentiert worden: vom Hermetik-Vorwurf in den 50er-Jahren zu Deutungen des Schweigens als Totengedenken, im Sinne einer mystischen Sprache sowie spater auch im Rahmen des multidisziplinaren Traumadiskurses. Meret Eliezer zeigt ein Schweigen in Celans Werk auf, das im Zeichen des Eingedenkens einer als unabgeschlossen betrachteten Vergangenheit steht und damit in der Absicht, in einer gewissen positivistischen Weise nicht mehr weitersprechen zu wollen, des “Rechts” der unschuldig Getoteten wegen. Der ethisch-moralische Anspruch des Gedichts, der Sinnlosigkeit des Leidens und des gewaltsamen Todes dichterisch eingedenk zu bleiben, provoziert Celans neue, aktualisierte Sprache, in der sich zunehmend ein Schweigen der Bedeutung, des Sinns ausbreitet.


Das negativistische und vieldimensionale Sprachphanomen “Schweigen” ist in der Celan-Forschung naturgemass ausserst divergent kommentiert worden. Die gangigen Rezeptionslinien reichen vom Hermetik-Vorwurf in den 50er-Jahren zu Deutungen des Schweigens als Totengedenken, im Sinne einer mystischen Sprache sowie spater auch im Rahmen des multidisziplinaren Traumadiskurses. Erganzend dazu zeigt Meret Eliezer ein Schweigen in Celans Werk auf, das im Zeichen des Eingedenkens einer als unabgeschlossen betrachteten Vergangenheit steht und damit in der ethisch-moralischen Absicht, in einer gewissen positivistischen Weise nicht mehr weitersprechen zu wollen, des “Rechts” der unschuldig Getoteten wegen. Der ethisch-moralische Anspruch des Gedichts, der Sinnlosigkeit des Leidens und des gewaltsamen Todes dichterisch eingedenk zu bleiben, provoziert Celans neue, aktualisierte Sprache (Celan, Der Meridian 1960), in der sich zunehmend ein Schweigen der Bedeutung, des Sinns ausbreitet.

  • By (author) Meret Eliezer
  • Series edited by Alfred Bodenheimer
  • Series edited by Ulrike Gehring
  • Series edited by Stefanie Mahrer
  • Series edited by Jacques Picard
  • Series edited by Monica Rüthers
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  • Series edited by Kim Wünschmann