Schuldspruch und Strafe als Resonanz des Rechts

Zur Begründung personalen Strafunrechts im gesamten Strafrechtssystem eines freiheitlichen Rechtsstaats im Lichte der Normentheorie. Beiträge von 1987–2024

Edited by Annika Bünzel Edited by Alexander Koch Edited by Frauke Rostalski By (author) Georg Freund

Book cover: Schuldspruch und Strafe als Resonanz des Rechts

Extent: 704 pages

Publisher: Duncker & Humblot

Series: Schriften zum Strafrecht

Series volume number: 471

Language: German

Hardback (Published)

(June 2026)

ISBN: 9783428195855

6.18 x 9.17 inches

Price: $139.00

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Das wissenschaftliche Wirken von Georg Freund reicht von den Grundlagen des Strafrechts bis hin zu den konkreten Fragestellungen bei der Anwendung der Straftatbestände des Besonderen Teils. Die große Zahl seiner Beiträge erschwert eine umfassende Auseinandersetzung mit den Inhalten seiner Werke. Die Zusammenstellung der wichtigsten Beiträge aus Zeitschriften und Festschriften in diesem Buch soll dies erleichtern und einen Überblick über sein Konzept einer personalen Straftatlehre ermöglichen.


»Conviction and Punishment as the Resonance of the Law. On the Justification of Personal Criminal Liability within the Entire Criminal Justice System of a Liberal Constitutional State in the Light of Normative Theory. Contributions by Georg Freund from 1987–2024«: Georg Freund’s academic work ranges from the fundamentals of criminal law to specific issues arising from the application of the offences set out in the Special Part. The sheer volume of his writings makes it difficult to engage comprehensively with the content of his works. This book, which brings together his most important contributions from journals and commemorative volumes, is intended to facilitate this and provide an overview of his concept of a personal theory of criminal offences.

Annika Bünzel, Alexander Koch und Frauke Rostalski
Personale Straftatlehre im freiheitlichen Rechtsstaat. Einblicke in das wissenschaftliche Wirken von Georg Freund

§ 1 Allgemeine Grundlagen

I. Straf- und Normentheorie
Richtiges Entscheiden – am Beispiel der Verhaltensbewertung aus der Perspektive des Betroffenen, insbesondere im Strafrecht. Zugleich ein Beitrag zur Relativität objektiver Daten — Über die Bedeutung der »Rechts«-Folgenlegitimation für eine allgemeine Theorie juristischer Argumentation — Zur Legitimationsfunktion des Zweckgedankens im gesamten Strafrechtssystem — Gefahren und Gefährlichkeiten im Straf- und Maßregelrecht. Wider die Einspurigkeit im Denken und Handeln — Normkonkretisierung und Normbefolgung. Zu den Entstehungsbedingungen kontext- und adressatenspezifischer Ver- und Gebote sowie von konkreten Sanktionsanordnungen — Warum Normentheorie? Zur selbstständigen Bedeutung vorstrafrechtlich legitimierter Verhaltensnormen, auch und gerade im strafrechtlichen Kontext — Der normativ-funktionale Straftatbegriff und sein freiheitsrechtliches Fundament

II. Gesetzlichkeitsgrundsatz
Nicht »entweder – oder«, sondern »weder – noch«! Zum Verstoß gesetzesalternativer Wahlfeststellung gegen Art. 103 II GG — Verfassungswidrige Dopingstrafbarkeit nach § 95 Abs. 1 Nr. 2a AMG – Ein Beitrag zum Gesetzlichkeitsgrundsatz (Art. 103 Abs. 2 GG) — Gesetzlich bestimmte Strafbarkeit durch Verordnungsrecht? Rückverweisungsklauseln als Verstoß gegen das Delegationsverbot aus Art. 103 II, Art. 104 I 1 GG

§ 2 Materielles Strafrecht

I. Strafrecht Allgemeiner Teil
Äußerlich verkehrsgerechtes Verhalten als Straftat? – BGH, NJW 1999, 3132 — Erlöschen strafrechtlicher Garantenpflichten bei Ehegatten — Actio illicita in causa. Ein Übel oder eine Möglichkeit, das Übel an der Wurzel zu packen? — Die Definitionen von Vorsatz und Fahrlässigkeit. Zur Funktion gesetzlicher Begriffe und ihrer Definition bei der Rechtskonkretisierung — Tatbestandsverwirklichungen durch Tun und Unterlassen. Zur gesetzlichen Regelung begehungsgleichen Unterlassens und anderer Fälle der Tatbestandsverwirklichung im Allgemeinen Teil des StGB — Das Spezifikum der vollendeten Vorsatztat — Actio libera in causa vel omittendo bei Rauschdelikten im Straßenverkehr. Zum Begriff der Tat und zum Zeitpunkt ihrer (fahrlässigen oder vorsätzlichen) Begehung — Jakobs und die Unterlassungsdelikte. Von der Verhaltensform zur Qualität der Verhaltensnorm — Normentheoretisch-funktionale Kritik einer Kategorie der Zurechnung. Wider den Gebrauch einer dogmatischen Leerformel

II. Strafrecht Besonderer Teil
Funktion und Inhalt des Begriffs des Unfalls bei der Verkehrsunfallflucht — Betrügerische Schädigung des Auftraggebers eines Mordes? — Zur Frage der Urkundeneigenschaft von Fotokopien – BayObLG, NJW 1990, 3221 — Die Katze im Bier – Verbraucherschutz und europäische Einigung — Verdeckungsmord durch Unterlassen? Zugleich eine Besprechung von BGH, Urt. v. 12. 12. 2002 – 4 StR 297/02 (LG Rostock), NStZ 2003, 312 f. — Nabelschnurblut und das Zustimmungserfordernis bei der Gewinnung und Verwendung menschlicher Körperstoffe? — Recht als Weg zu Gerechtigkeit am Beginn und am Ende des Lebens? Gedanken zu (Spät‐)Abtreibung und Sterbehilfe — Die besonders leichtfertige Tötung. Zugleich ein Beitrag zur »spezifischen Gefahrverwirklichung« bei der Körperverletzung mit Todesfolge (§ 227 StGB) — Angemessener Lebensschutz vor voreiligen Sterbehelfern? Überlegungen zur lex lata und de lege ferenda — Reform der strafrechtlichen Produktverantwortlichkeit. Zugleich ein Beitrag zur Differenzierung zwischen Straftat und Ordnungswidrigkeit

III. Weitere Rechtsfolgenbestimmung (Strafzumessung)
Straftatbestand und Rechtsfolgebestimmung. Zur Bedeutung der gesetzlichen Regelungstechnik und der »harmonisierten« Strafrahmen für die Strafzumessung

§ 3 Strafprozessrecht
Verurteilung und Freispruch bei Verletzung der Schweigepflicht eines Zeugen. Ein Beitrag zur Lehre von den Beweiserhebungs- und Beweisverwertungsverboten — Zulässigkeit, Verwertbarkeit und Beweiswert eines heimlichen Stimmenvergleichs – BGHSt 40, 66 — Die Tatfrage als Rechtsfrage. »Persönliche Gewißheit«, »objektive Schuldwahrscheinlichkeit« und rechtsgenügender Beweis — Beweisverwertungsverbot analog § 252 StPO bei entlastenden Angaben eines Angehörigen? – Zugleich eine Besprechung von BGH (10. 2. 2000 – 4 StR 616/99) NJW 2000, 1277

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