Das alteste Dokument zur Entstehung der abendlandischen Mehrstimmigkeit

Eine Handschrift aus Werden a.d. Ruhr: Das Dusseldorfer Fragment

by Dieter Torkewitz

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Extent: 131 pages

Publisher: Franz Steiner Verlag

Subjects: Music & Performing Arts

Series: Archiv fur Musikwissenschaft - Beihefte

Series volume number: 44

Language: German

Hardback (Published)

(February 1999)

ISBN: 9783515074070

6.65 x 9.45 inches

Price: $66.00

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Das Buch geht den Spuren der Entstehung der Musica enchiriadis nach, der beruhmten Musikschrift vom Ende des 9. Jhs. uber die Anfange der europaischen Mehrstimmigkeit. Die Entstehung der Musica enchiriadis fuhrt nach neuesten Erkenntnissen nicht in den nordfranzosischen Raum (Laon, St. Amand oder Reims), sondern in die ehem. Benediktinerabtei Werden a.d. Ruhr. Das alteste gefundene Dokument der Schrift und eine ihrer gewichtigsten Abschriften sind hier entstanden: das Dusseldorfer Fragment und die Handschrift Bamberg, Var. 1. In einer akribischen, beinahe “kriminalistischen” Studie zum Dusseldorfer Fragment – hier zum 1. Mal als Farbfaksimile ediert – wird nachgewiesen, dass im Werden des spaten 9. und 10. Jhs. nicht nur eine kreative Auseinandersetzung mit dem in der Musica enchiriadis gelehrten Tonsystem stattgefunden hat, sondern dass sich auch die Handschriftenuberlieferung der Schrift palaographisch bis auf Werden zuruckverfolgen lasst. Die schon lange bestehende Vermutung einer Autorschaft des um 900 regierenden Werdener Abts Hoger wird dadurch nahezu zur Gewissheit. “Es gibt in der abendlandischen Musikgeschichte keine Schrift, die das Immergultige des auf Musik gerichteten theoretischen Denkens eindringlicher vermittelt als dieser Traktat, der den Beginn der Wissenschaft und Lehre der mehrstimmigen Musik dokumentiert … Mit philologischer Grundlichkeit und geradezu kriminalistischem Scharfsinn hat Dieter Torkewitz den Zusammenhang der Musica enchiriadis mit der Abtei Werden dahingehend erhellt und erhartet, dass mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit jene beruhmte Abtei als Entstehungsort und der gegen Ende des 9. Jahrhunderts dort wirkende Abt Hoger als der Verfasser oder Initiator des Traktats zu gelten hat. In seiner nun vorliegenden Veroffentlichung hat er den Quellenbefund offengelegt, das Umfeld abgesteckt, die fruhest erhaltene Handschrift des Traktats, das “Dusseldorfer Fragment”, ediert und als farbiges Faksimile zuganglich gemacht und zugleich den Inhalt, die Aussage und die geschichtliche Bedeutung dieser Musica aufs neue interpretiert.” Hans Heinrich Eggebrecht, aus dem Geleitwort zum Buch “… ein rundum gelungener Beitrag zur Werdener Geschichte, Handschriftenkunde und Musikwissenschaft, dem eine Vielzahl von Interessenten zu wunschen ist. Zugleich konnte mit dem Band eine Lucke in der wissenschaftlichen Erschliessung der historischen Altbestande der UuLB geschlossen werden. Ein Ansatz, der moglichst viele Nachahmer finden sollte.” Dusseldorfer Jahrbuch: Beitrage zur Geschichte des Niederrheins “This is a valuable publication in many ways. The facsimile will be useful to scholars who are interested in the primary sources. Also of value is the discussion of Werden, its importance in the late 9th century.” Mediaevistik “L’authorship depuis longtemps controversee du plus important traite de theorie musicale du IXe siecle semble atteindre aujourd’hui une solution definitive avec la solide etude du Professeur Torkewitz. Cette remarquable enquete ouvre des apercus extremement riches sur l’histoire des debuts de la theorie musicale au IXe siecle.” Michel Huglo in: Scriptorium “Es handelt sich insofern um einen editorischen Idealfall, nicht zuletzt auch deswegen, weil Torkewitz auch die kaum lesbaren Stellen versucht zu ubertragen (sie sind in der Edition entsprechend gekennzeichnet) und uberhaupt mit grosster Sorgfalt vorgegangen ist.” Essener Beitrage

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