Kleinere Schriften: Teilband 2: Briefe an Gleim – Lebensbeschreibung

Kritische Ausgabe. 1. Abteilung: Schriften. Band 6

edited by Tobias Jersak and Albrecht Beutel, with contributions by Dennis Prause

Book cover: Kleinere Schriften: Teilband 2: Briefe an Gleim – Lebensbeschreibung

Extent: 385 pages

Publisher: Mohr Siebeck

Subjects: Religious Studies

Language: German

Hardback (Published)

(October 2002)

ISBN: 9783161478093

6.02 x 9.13 inches

Price: $209.00

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English summary: This volume unites the two autobiographical works written by the prominent theologian of the Enlightenment, Johann Joachim Spalding (1714-1804). It provides the Letters from Mr. Spalding to Mr. Gleim , written between 1746 and 1757, along with a critical edition of the complete handwritten originals. They shed light on an important phase in the life of a man who was later to become provost and the head of the consistory in Berlin. Johann Joachim Spalding’s Biography, As Written by Himself , is a mercilessly frank account of the author’s life, expanded and published by his son, Georg Ludewig Spalding, shortly after his father’s death in 1804. It holds the key not only to Spalding’s life and works but also to a period in church and intellectual history to which he was a witness. German description: Der Band vereint die beiden autobiographischen Schriften des prominenten Aufklarungstheologen Johann Joachim Spalding (1714-1804). Die zwischen 1746 und 1757 verfassten Briefe von Herrn Spalding an Herrn Gleim , vom Empfanger 1771 verkurzt und unautorisiert herausgegeben, werden unter kritischer Einbeziehung der vollstandigen handschriftlichen Vorlagen geboten. Der schwarmerisch-empfindsame Freundschaftskult, den Spalding mit dem anakreontischen Dichter Johann Wilhelm Ludwig Gleim (1719-1803) wahrend eines Jahrzehnts pflegte, hat darin authentischen Niederschlag gefunden. Die Briefe eroffnen einen ungemein erhellenden, die bisherigen Kenntnisse substantiell bereichernden Einblick in eine wichtige Entwicklungsphase des spateren Berliner Propsts und Oberkonsistorialrats. Johann Joachim Spalding’s Lebensbeschreibung von ihm selbst aufgesetzt ist ein schonungslos offener, sympathischer Lebensbericht, den sein Sohn Georg Ludewig Spalding kurz nach dem Tod des Vaters 1804 erganzt und veroffentlicht hat. Fur Leben und Werk des bedeutenden Spalding, den man treffend den Konig der Neologen (W. Philipp) genannt hat, aber auch fur den Abschnitt der Kirchen- und Geistesgeschichte, dessen Zeuge er war, ist dies nicht weniger als ein Schlusseldokument.Beide Schriften werden durch einen ausfuhrlichen Kommentar sowie durch detaillierte Register erschlossen. Jeder, dem Spalding ein ehrwurdiger Name ist oder wird, hat dies Buch gelesen oder wird es lesen (F. Schlichtegroll, Nekrolog auf J. J. Spalding, 1806).

Johann J. Spalding, Johann Joachim Spalding, 1714 als Sohn des Rektors der Stadtschule von Tribsees (Vorpommern) geboren und 1804 in Berlin gestorben, zahlt zu den Hauptvertretern der deutschen Aufklarungstheologie. Nach Studium (Greifswald, Rostock) und Promotion (Rostock 1736) wirkte er zunachst als Pfarrer und Hauslehrer in Schwedisch-Vorpommern. In diese Zeit fallen seine intensive Beschaftigung mit der englischen Aufklarungsphilosophie (Shaftesbury, Hutcheson, Butler), deren Rezeption in Deutschland er durch etliche Ubersetzungen nachhaltig beforderte, und der enge Umgang mit den Schweizern J. C. Lavater, H. Fussli und F. Hess, die von Mai 1763 bis Januar 1764 in seinem Pfarrhaus in Barth Quartier gefunden hatten. 1764 wechselte Spalding als preussischer Oberkonsistorialrat, Propst und erster Pfarrer an der Marien- und Nikolaikirche nach Berlin, wo er bis zu seinem Tode verblieb. Die dem Geist der kirchlichen Aufklarung verpflichteten Reformen des Gesangbuchs, der Agende und der katechetischen Unterweisung, die das Berliner Oberkonsistorium als die fur die preussischen Gebiete (ausser Schlesien und Kleve-Mark) zustandige oberste lutherische Kirchenbehorde in der zweiten Halfte des 18. Jahrhunderts in Angriff nahm, hat er massgeblich vorangetrieben und verantwortet. Aus Protest gegen das Wollnersche Religionsedikt ist er 1788 von seiner Propststelle und den damit verbundenen Amtern, nicht jedoch von seinem Amt im Oberkonsistorium zuruckgetreten.In Berlin avancierte Spalding rasch zum Haupt der kirchlichen Neologie. Am preussischen Hof – er war Hofprediger, zudem Seelsorger und Beichtvater der Konigin Elisabeth Christine – sowie in der Berliner Gesellschaft – u.a. als Mitglied des Montagsclubs, der Mittwochsgesellschaft, der Gesellschaft der Freunde der Aufklarung und regelmassiger Gast im Hause Markus Herz – genoss er ebenso Respekt und Verehrung wie unter den kirchlichen, theologischen, literarischen und philosophischen Reprasentanten seiner Zeit, von denen ihm viele, etwa August Friedrich Wilhelm Sack, Johann Friedrich Wilhelm Jerusalem, Johann Salomo Semler, Friedrich Daniel Ernst Schleiermacher, Johann Wilhelm Ludwig Gleim, Friedrich Nicolai, Moses Mendelssohn oder Immanuel Kant, durch intensiven Austausch verbunden waren.Dennis Prause, ist studentischer Mitarbeiter der Spalding-Edition an der Universitat Munster.Tobias Jersak, ist Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universitat Munster.Albrecht Beutel, Geboren 1957; Studium der Ev. Theologie, Philosophie und Germanistik in Tubingen und Zurich; 1990 Promotion; 1995 Habilitation; Inhaber des Lehrstuhls fur Kirchengeschichte (insbesondere Reformation, neuere und neueste Kirchengeschichte) an der Universitat Munster; ord. Mitglied der Akademie der Wissenschaften und der Kunste in Nordrhein-Westfalen.

  • By (author) Johann J. Spalding
  • With Dennis Prause
  • Edited by Tobias Jersak
  • Edited by Albrecht Beutel