Geschichte Serbiens

19.-21. Jahrhundert

By (author) Holm Sundhaussen

Book cover: Geschichte Serbiens

Extent: 514 pages

Publisher: Böhlau Verlag Wien

Subjects: Early Modern & Renaissance Studies

Language: German

Hardback (Published)

(June 2007)

ISBN: 9783205776604

7.05 x 9.72 inches

Price: $107.00

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Das Buch behandelt die zweihundert Jahre seit dem ersten serbischen Aufstand gegen die osmanische Herrschaft 1804 bis zum Beginn der Nach-Milosevic-Ara. Erstmals werden Politik- und Ereignisgeschichte mit Gesellschafts-, Kultur- und Wirtschaftsgeschichte zu einer Symbiose verbunden. Und erstmals in einer Gesamtdarstellung der neueren Geschichte Serbiens wird kulturwissenschaftlichen Fragestellungen und Ansatzen breiter Raum gewidmet.Serbien, dem eine zentrale Bedeutung fur die Stabilisierung des Balkanraumes im 21. Jahrhundert zukommt und wahrscheinlich eine der grossten zukunftigen Herausforderungen an die Europaische Union darstellt, hat der Berliner Osteuropaexperte Holm Sundhaussen eine erste umfassende Geschichte gewidmet. 200 Jahre serbische Geschichte werden darin aufgerollt und die Zerreissprobe zwischen Tradition und Moderne in der Nach-Milosevic-Ara verstandlich gemacht.In Abwandlung eines geflugelten Wortes des serbischen Schriftstellers und zeitweiligen (rest)jugoslawischen Staatsprasidenten Dobrica Cosic, dass die Serben im Frieden immer verlieren, was sie im Krieg gewonnen haben, haben sie im 20. Jahrhundert und insbesondere in den 1990er Jahren im Krieg verloren, was sie im Frieden hatten gewinnen konnen. Die (Pyrrhus-)Siege in den Balkankriegen von 1912/13 (mit der Eroberung Kosovos und Vardar-Makedoniens) stellen die wichtigste Zasur in der neueren serbischen Geschichte dar und erwiesen sich als Problematik, mit der die gespaltene politische Elite Serbiens bis heute nicht fertig geworden ist.Der Autor diskutiert die Grunde des jugoslawischen Staatszerfalls und der Gewalteskalation in den 1990er Jahren. Er rekonstruiert die Rolle der geistigen und politischen Eliten, die im Laufe der Zeit unterschiedlichen Volkskonzepte einschliesslich biologistischer und rassistischer Entwurfe, verdeutlicht die innere Differenziertheit der serbischen Gesellschaft und schliesst mit einem Ausblick auf die ungelosten Probleme zu Beginn des 21. Jahrhunderts.

Prof. Holm Sundhaussen war nach dem Studium in München und der Habilitation in Göttingen seit 1988 Professor für Südosteuropäische Geschichte am Osteuropa-Institut der Freien Universität Berlin und seit 1998 Ko-Direktor des Berliner Kollegs für vergleichende Geschichte Europas. Er war (Mit)Herausgeber und Beiratsmitglied verschiedener Buchreihen und Zeitschriften sowie Verfasser einer Vielzahl von Arbeiten zur Geschichte Südosteuropas, insbesondere des ehemals jugoslawischen Raums, im 19. und 20. Jahrhundert, darunter einer »Geschichte Jugoslawiens 1918-1980« (Stuttgart 1982) und einer »Historischen Statistik Serbiens 1834-1914. Mit europäischen Vergleichsdaten« (München 1989).

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